Raspberry Pi: Nextcloud installieren

Mit Nextcloud kann man einen Cloud-Dienst zum Sychronisieren von Daten und Dateien im eigenen Netzwerk betreiben. Für die Installation von Nextcloud auf dem Raspberry Pi gibt es ein vorkonfiguriertes Image mit Raspbian mit dem Namen „NextCloudPi“.

Was ist Nextcloud?

Nextcloud ist eine freie Software für das Speichern von Daten mit Dateisynchronisation und Online-Zusammenarbeit auf einem eigenen Server. Als Self-Hosting-Lösung bietet Nextcloud mehr Sicherheit, Datenschutz und Kontrolle mit dem gleichen Komfort und Benutzerfreundlichkeit wie zum Beispiel Dropbox und Google Drive.

Was ist NextCloudPi?

„NextCloudPi“ ist eine NextCloud-Instanz, die vorinstalliert und sinnvoll vorkonfiguriert ist. Sie enthält eine Verwaltungsoberfläche mit allen notwendigen Tools.

  • Einfache Installation
  • Backups anlegen
  • Automatische Sicherheitsupdates
  • Zusätzliche Security-Features

NextCloudPi gibt es als vorinstalliertes Image für den Raspberry Pi. Man kann es auf eine SD-Karte oder ein USB-Laufwerk schreiben. Das System ist dann sofort auf einem Raspberry Pi lauffähig.

Installation und Konfiguration von NextCloudPi

Es gibt einige Installationsanleitungen für Nextcloud auf dem Raspberry Pi. Allen ist gemeinsam, dass sie in der Regel funktionieren, aber nur die notwendigsten Dinge konfigurieren. Auch wenn die Selbstinstallation etwas selbsterfüllendes hat, empfiehlt es sich ein vorinstalliertes und vorkonfiguriertes Image zu nehmen.

  1. Download NextCloudPi-Image
  2. SD-Karte oder USB-Stick beschreiben
  3. SSH aktivieren
  4. Raspberry Pi in Betrieb nehmen

NextCloudPi ist vorkonfiguriert, aber nicht individualisiert. Es empfiehlt sich per SSH (Hostname: nextcloudpi.local) oder lokal (User: pi / Passwort: raspberry) per Bildschirm und Tastatur (englisches Tastatur-Layout beachten) folgende Änderungen vorzunehmen.

Hinweis: Auf die Aktualisierung des Systems per „apt-get“ sollte verzichtet werden. Damit kann man sich die Konfiguration kaputt machen. Die Aktualisierung von NextCloudPi erfolgt per „sudo ncp-update“.

sudo raspi-config
  1. Standard-Passwort von „pi“ ändern.
  2. Landes- und Spracheinstellungen ändern
sudo ncp-config
  1. Standard-Passwort „ownyourbits“ des NextCloudPi-Users „ncp“ ändern (Weboberfläche).

Die Weboberfläche zum Einrichten von Benutzern ist unter https://nextcloudpi oder https://nextcloudpi.local im lokalen Netzwerk über einen beliebigen Browser zu erreichen.

Hinweis: Die Verbindung wird von den gängigen Browsern abgelehnt. Hier muss man zuerst die Nutzung des fremden Zertifikats bestätigen.

Die erste Anmeldung erfolgt mit dem Administrator der Weboberfläche. Das ist der Benutzer „ncp“, sein Passwort „ownyourbits“, falls es vorher nicht geändert wurde.

Der nächste Schritt wäre jetzt die Benutzer des Systems einzurichten. Für alle weiteren Einstellungen und Individualisierungen muss man sich tiefer ins System einarbeiten. Das muss aber nicht sein, weil es jetzt schon nutzbar ist.

Für die Nutzung der Dateisynchronisation empfiehlt es sich auf PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones einen entsprechenden Client zu installieren.

Hinweise für den Praxis-Einsatz von Nextcloud auf dem Raspberry Pi

  • „NextcloudPi“ ist ein Raspbian mit zusätzlich installierten Paketen, die Nextcloud braucht.
  • Das Paket „NextCloudPi“ kann einen Raspberry Pi, was seine Leistung betrifft, an seine Grenzen bringen. Erwarten Sie keine hohe Geschwindigkeit. In der Grundkonfiguration ist das aber akzeptabel.
  • Benutzen Sie einen möglichst aktuellen Raspberry Pi und nicht die Versionen 1 und 2.
  • Lassen Sie Samba und die Auto-Scan-Funktion ausgeschaltet, um erhebliche Performance-Einbußen zu vermeiden.
  • Die Last auf die eingesetzt SD-Karte ist enorm. In kurzer Zeit wird sie kaputt gehen. NextCloudPi auf einem USB-Laufwerk zu speichern ist beim produktiven Einsatz sinnvoll.
  • Eine Lösung für ein regelmäßiges Backup ist zwingend geboten.

Ergänzungen

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