Trends in der IT

Viele Lösungen, Produkte und Dienstleistungen folgen bestimmten Trends, die durch technische Weiterentwicklungen oder verstärkter Aktivitäten auf der Angebotsseite hervorgerufen werden. Während in anderen Wirtschaftszweigen sich neue Entwicklungen eher langsamer durchsetzen, wechseln sich die Trends in der IT gefühlt quartalsweise ab.

Dank vollständiger Digitalisierung lassen sich viele Probleme vollständig mit Software lösen. Durch Automatisierung und Vernetzung kann auch über größere Entfernungen digitale Dienstleistungen angeboten bzw. konsumiert werden.
Da sich Software im Gegensatz zu Hardware schneller ändern, testen und in Betrieb nehmen lässt, sind neue Ideen viel schneller umsetzbar, sofern man nicht systembedingte Altlasten berücksichtigen muss.

Um neue Technologien zu entwickeln, aufzubauen und in den Markt zu bringen sind hohe Investitionen notwendig. Dabei werden die alten Technologien mit ihrer Infrastruktur und deren Investitionen oft entwertet. Deshalb vermeiden es Unternehmen mit etablierter Technik im allgemeinen Spar- und Effektivitätszwang umwälzende Techniken zu entwickeln. Deshalb werden vorhandene und etablierte Techniken eher weiterentwickelt und sporadisch verbessert, um diese aufzuwerten.
Forschung und Entwicklung ist in Technik-getriebenen Unternehmen heute deshalb wichtig, weil der Umsatz eines Unternehmens in 10 Jahren etwa zu 90% davon abhängt. Ein IT-Unternehmen, das heute keine Forschung und Entwicklung betreibt, spielt in 10 Jahren keine Rolle mehr.

Es gibt viele IT-Trends, die keiner technischen Entwicklung unterliegen, sondern von Politik und auch Unternehmenspolitik geprägt sind. Beispielsweise entstehen IT-Trends dadurch, dass mehrere Unternehmen stark in Sales und Marketing investieren. Auf dieses Weise nimmt die Öffentlichkeit einen Trend bis zu einem Hype wahr, der von einem Angebot geprägt ist, dem keine Nachfrage gegenübersteht. Der Trend bricht dann meist sehr schnell in sich zusammen und wird von einem anderen Trend abgelöst.

Anforderungen an die moderne IT

  • Integration und Vernetzung auf Anwendungsebene
  • Zusammenarbeit über räumliche Distanz
  • Verarbeitung hoher Datendichte
  • Verfügbarkeit von Diensten und Anwendungen
  • Automatisierung von Prozessen
  • Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen

Betrachtet man die Anforderungen an die IT, dann stellt sich die Frage, ob diese Anforderungen sich aus einer tatsächlichen Nachfrage ableiten lassen oder einfach nur ein durch ein Angebot bedingter Trend hineininterpretiert wird.

Technische Trends

Technische Trends sind die Treiber der IT, die sich laufend ändern können.

Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Denn jedes Jahr kommen immer neue technische Trends hinzu. Andere verschwinden wieder aus der Wahrnehmung oder werden zum Allgemeinzustand.

Übergeordnete Trends

Alle technischen Trends unterliegen übergeordneten Trends. Übergeordnete Trends bilden die Basis auf der sich technische Trends entwickeln. Während sich technische Trends laufend ändern können, sind übergeordnete Trends langanhaltend, weshalb man sie gerne auch mal übersieht, aus den Augen verliert und dann wiederentdeckt. Oft kommt der übergeordnete Trend mit einem neuen Begriff daher (alter Wein in neuen Schläuchen).

Zusätzlich gibt es wellenförmig verlaufende übergeordnete Trends, die davon abhängig sind, welche Unternehmen mit welchen IT-Lösungen in den Markt drücken.

  • Beispiel: Outsourcing (Public Cloud) und Insourcing (Private Cloud)
  • Beispiel: Zentralisierung (herkömmliche Datenbank) und Dezentralisierung (Distributed Ledger)

Aus unternehmerischer Sicht ist es sinnvoll einem übergeordnete Trend zu folgen und sich nicht mit einem falsch ausgerichteten Dienstleistungs- und Produktangebot dagegenzustellen.

Zukünftige Trends

Es stellt sich die Frage, woran man zukünftige Trends erkennen kann? Und es stellt sich die Frage, warum man diese erkennen und folgen sollte.

  • Warum muss die digitale Transformation erfolgen?
  • Warum wollen sich die Menschen vernetzen?
  • Warum ist die Mobilität in der IT wichtig?

Die Beantwortung der Fragen spielt für die Bedeutung im eigenen Umfeld und Handlungskreis nicht zwangsläufig eine Rolle. Denn die ersten, die eine neue Technik entwickeln und diejenigen, die sie als erstes einsetzen, sind nicht zwangsläufig diejenigen, die damit erfolgreich sind. Oft sind die Unternehmen mit der zweiten Technikgeneration diejenigen, die dann erfolgreich sind.

Ein weiterer Punkt ist der, dass sich vorwiegend die Innovationen in der Technik durchgesetzt haben, die auf oder in der großen Mehrzahl aller Systeme nutzbar sind. Das bedeutet, Innovationen, die auf Standardisierung, Vernetzbarkeit und Kompatibilität setzen haben eine große Chance sich zumindest mittelfristig durchzusetzen, bis sie durch einen anderen technischen Trend ersetzt werden, dem ein übergeordneter Trend vorausgegangen ist.

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