highspeedkiller
Herne, 17.04.2010, 19:43 |
Strombegrenzung (Elektronik) |
Hallo Zusammen,
ich habe folgende Schaltung zur Spannungsstabilisierung und Strombegrenzung auf dieser Seite gefunden:

Der erste LM317 wird als Konstantstromquelle geschaltet, der zweite regelt die Spannung.
Was ist nun, wenn ich den eingestellten Konstantstrom vom ersten LM317 eigentlich als Maximalstrom haben möchte?
Anders gefragt, was passiert, wenn der angeschlossene Verbraucher weniger Strom benötigt als über die Konstantstromquelle eingestellt ist?
Ich benötige einen Max-Strom von ca. 1A.
Gruß
Highspeedkiller |
Thomas Kuster

CH-9400 Rorschach, 17.04.2010, 20:39
@ highspeedkiller
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Strombegrenzung |
Hallo Highspeedkiller
dann empfiehlt es sich zunächst, statt dem Einweggleichrichter einen Vollweggleichrichter zu verwenden.
Dann kann die erste Stufe komplett entfallen und als Spannungsregler der zweiten Stufe muss man einen LM317T oder ähnlich einsetzten. Die Strombegrenzung liegt dann bei etwa 1,5A (Datenblatt des Reglers konsultieren)!
Aber wie immer gilt : Alles kommt auf den Anwendungsfall an, vielleicht gäbe es zur Lösung des Problems noch geeignetere Schaltungen !
Mit vielen freundlichen Grüssen Thomas |
olit

Berlin, 17.04.2010, 20:40
@ highspeedkiller
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Strombegrenzung |
So lange wie der Strom kleiner ist als durch die Stromquelle vorgegeben ist, wird die Spannung geregelt. Bei Erreichen des Stromes der Stromquelle, wird der Strom geregelt.
Damit ist dein Wunsch des Maximalen Stroms erfüllt! |
geralds

Wien, AT, 17.04.2010, 20:41
@ highspeedkiller
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Strombegrenzung |
» Hallo Zusammen,
»
» ich habe folgende Schaltung zur Spannungsstabilisierung und
» Strombegrenzung auf dieser Seite gefunden:
» 
» Der erste LM317 wird als Konstantstromquelle geschaltet, der zweite regelt
» die Spannung.
» Was ist nun, wenn ich den eingestellten Konstantstrom vom ersten LM317
» eigentlich als Maximalstrom haben möchte?
» Anders gefragt, was passiert, wenn der angeschlossene Verbraucher weniger
» Strom benötigt als über die Konstantstromquelle eingestellt ist?
» Ich benötige einen Max-Strom von ca. 1A.
»
» Gruß
»
» Highspeedkiller
---
Erstens musst du dann beide LM317 gegen den im TO220 Gehäuse austauschen.
Die Schaltung bleibt gleich. --> soweit..... deiner 1A.
Schau mal im Datenblatt vom LM317.
Da hast diese Schaltung auch drinnen mit der Formel, damit du auf deine 1A kommen kannst.
-- R1 ist damit einzustellen.
Du kannst auch ein Trimmpoti im Feedback Kreis des I-Stellers in Serie schalten.
Damit ist der Strom in Bereichen regelbar.
Hier hast auch eine gute Erklärung, wie du R1 berechnen kannst: (etwas weiter unten, "Konstantstromquelle"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ureg3pin.htm
Grüße
Gerald -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
olit

Berlin, 17.04.2010, 20:44
@ Thomas Kuster
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Strombegrenzung |
» Aber wie immer gilt : Alles kommt auf den Anwendungsfall an, vielleicht
» gäbe es zur Lösung des Problems noch geeignetere Schaltungen !
»
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schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 17.04.2010, 21:04
@ olit
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Strombegrenzung |
» 
Welch ein herrlicher Anblick: Der unverwüstliche legendäre 723-Spannungsregler!
Auch wenn es nicht direkt zum Thema passt, aber weil auch ein 723er drin ist:
"Lowdropout-Netzgerät mit dem legendären "723",
mit Komplementär-Darlington-Leistungsstufe und
Impuls-Foldback-Strombegrenzung"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ntifb.htm -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
olit

Berlin, 17.04.2010, 21:12
@ schaerer
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Strombegrenzung |
» » 
»
» Welch ein herrlicher Anblick: Der unverwüstliche legendäre
» 723-Spannungsregler!
»
» Auch wenn es nicht direkt zum Thema passt, aber weil auch ein 723er drin
» ist:
»
» "Lowdropout-Netzgerät mit dem legendären "723",
» mit Komplementär-Darlington-Leistungsstufe und
» Impuls-Foldback-Strombegrenzung"
» http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ntifb.htm
Vom Bekanntheitsgrad und der Variantenvielfalt seiner Beschaltung, steht der 723 dem 555 kaum nach!  |
highspeedkiller
Herne, 18.04.2010, 08:40
@ geralds
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Strombegrenzung |
Vielen Dank für Eure Antworten, Ihr habt mir sehr geholfen.
Gruß
Highspeedkiller |
Harald Wilhelms

20.04.2010, 10:52
@ highspeedkiller
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Strombegrenzung |
» Hallo Zusammen,
»
» ich habe folgende Schaltung zur Spannungsstabilisierung und
» Strombegrenzung auf dieser Seite gefunden:
» 
» Der erste LM317 wird als Konstantstromquelle geschaltet, der zweite regelt
» die Spannung.
» Was ist nun, wenn ich den eingestellten Konstantstrom vom ersten LM317
» eigentlich als Maximalstrom haben möchte?
» Anders gefragt, was passiert, wenn der angeschlossene Verbraucher weniger
» Strom benötigt als über die Konstantstromquelle eingestellt ist?
Möglicherweise wird die Schaltung dann unstabil, da
der erste LM317 dann ausserhalb seiner Spezifikationen
arbeitet.
» Ich benötige einen Max-Strom von ca. 1A.
Wenn das eine Art Labornetztzeil werden soll, ist diese
Schaltung nicht geeignet. Da nimmt man besser einen
L200. Bei dem kann man sowohl Spannung wie auch Strom
einstellen. Andererseits bekommt man bei 1A Max-Strom
schon Probleme mit der Verlustleistung. Deshalb nimmt
man da besser diskrete Schaltungen. Hier im Elko und
auch in den DSE-FAQ gibt es verschiedene Vorschläge
für den Bau von Labornetzteilen.
Gruss
Harald |
highspeedkiller
Herne, 20.04.2010, 19:48
@ Harald Wilhelms
|
Strombegrenzung |
Es geht darum eine LIIon-Akku zu laden. Ich brauche dazu eine Spannungsbegrenzung auf 8,4 Volt (2 Zellen in Reihe) und eine Strombegrenzung, weil ich den LM317 nicht überlasten will.
Ich habe probehalber mal den in den Datenblättern des LM317 aufgeführten 6V Charger aufgebaut. Die Spannung einfach durch einen anderen Widerstand auf 8,4 Volt hochdrehen und den Widerstand für die Strombegrenzung ein wenig anpassen, und es klappt ganz hervorragend.
Jetzt noch ein passendes Gehäuse mit ein wenig Kühlung und das war's
Gruß
Highspeedkiller |
Harald Wilhelms

20.04.2010, 22:42 (editiert von Harald Wilhelms am 20.04.2010 um 22:43)
@ highspeedkiller
|
Strombegrenzung |
» Es geht darum eine LIIon-Akku zu laden.
Ich denke, das dazu die Genauigkeit der Schaltung nicht
ausreicht. Es ist besser, ein Spezial-IC für LI-Lader
zu benutzen. Sowas gibts z.B. bei Maxim.
» Ich brauche dazu eine
» Spannungsbegrenzung auf 8,4 Volt (2 Zellen in Reihe)
Du brauchst zusätzlich einen Balancer, der die Spannung
der einzelnen Zelle auf 4,2V begrenzt.
» und eine
» Strombegrenzung, weil ich den LM317 nicht überlasten will.
Der schützt sich schon selbst, ist aber für Li-Lader
nicht präzise genug.
» Ich habe probehalber mal den in den Datenblättern des LM317 aufgeführten
» 6V Charger aufgebaut. Die Spannung einfach durch einen anderen Widerstand
» auf 8,4 Volt hochdrehen und den Widerstand für die Strombegrenzung ein
» wenig anpassen, und es klappt ganz hervorragend.
Für Blei- oder Ni-Akkus reicht das. Bei Li-Akkus
riskierst Du eine Explosion.
» Jetzt noch ein passendes Gehäuse mit ein wenig Kühlung und das war's
Das nötige Kühlblech solltest Du schon etwas genauer
berechnen. Typische Li-Lader-ICs arbeiten eher im
ASchaltbetrieb und brauchen deshalb nur wenig Kühlung.
Gruss
Harald |
highspeedkiller
Herne, 23.04.2010, 21:18
@ Harald Wilhelms
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Strombegrenzung |
» ausreicht. Es ist besser, ein Spezial-IC für LI-Lader
» zu benutzen. Sowas gibts z.B. bei Maxim.
Erfahrungsgemäß reicht es die Spannung auf knapp unter 8,4 Volt zu haltn. So lange ich die Ladeschlußspannung nicht überschreite ist alles ok.
» Du brauchst zusätzlich einen Balancer, der die Spannung
» der einzelnen Zelle auf 4,2V begrenzt.
Die Zellen sind in Reihe geschaltet, und das schon länger, mehrfach geladen und entladen, da sollte es mit der Balance keine Probelem mehr geben.
»
» Der schützt sich schon selbst, ist aber für Li-Lader
» nicht präzise genug.
Ich juss nur dann auf 4,2 Volt pro Zelle hoch, wen ich sie wirklich zu 100% laden will. Wenn ich irgendwo bei etwas über 4 Volt pro Zelle schluß mache, ist das voll genug und der LM317 sicherlich noch innerhalb seiner Toleranzen.
» Für Blei- oder Ni-Akkus reicht das. Bei Li-Akkus
» riskierst Du eine Explosion.
Ja, wenn ich die Ladeschlußspannung nicht beachte, ansonsten sind die Akkus problemlos.
»
» » Jetzt noch ein passendes Gehäuse mit ein wenig Kühlung und das war's
»
» Das nötige Kühlblech solltest Du schon etwas genauer
» berechnen. Typische Li-Lader-ICs arbeiten
Wird schon passen 
Danke für Deine "Sorgen". Sollte ich die Sache nicht überleben, werde ich berichten.
Gruß
Highspeedkiller |
highspeedkiller
Herne, 23.04.2010, 21:18
@ highspeedkiller
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Strombegrenzung |
» ausreicht. Es ist besser, ein Spezial-IC für LI-Lader
» zu benutzen. Sowas gibts z.B. bei Maxim.
Erfahrungsgemäß reicht es die Spannung auf knapp unter 8,4 Volt zu haltn. So lange ich die Ladeschlußspannung nicht überschreite ist alles ok.
» Du brauchst zusätzlich einen Balancer, der die Spannung
» der einzelnen Zelle auf 4,2V begrenzt.
Die Zellen sind in Reihe geschaltet, und das schon länger, mehrfach geladen und entladen, da sollte es mit der Balance keine Probelem mehr geben.
»
» Der schützt sich schon selbst, ist aber für Li-Lader
» nicht präzise genug.
Ich juss nur dann auf 4,2 Volt pro Zelle hoch, wen ich sie wirklich zu 100% laden will. Wenn ich irgendwo bei etwas über 4 Volt pro Zelle schluß mache, ist das voll genug und der LM317 sicherlich noch innerhalb seiner Toleranzen.
» Für Blei- oder Ni-Akkus reicht das. Bei Li-Akkus
» riskierst Du eine Explosion.
Ja, wenn ich die Ladeschlußspannung nicht beachte, ansonsten sind die Akkus problemlos.
»
» » Jetzt noch ein passendes Gehäuse mit ein wenig Kühlung und das war's
»
» Das nötige Kühlblech solltest Du schon etwas genauer
» berechnen. Typische Li-Lader-ICs arbeiten
Wird schon passen 
Danke für Deine "Sorgen". Sollte ich die Sache nicht überleben, werde ich berichten.
Gruß
Highspeedkiller |