Raspberry Pi Pico: Programmieren mit PicoMite und BASIC

PicoMite ist ein MMBasic-Interpreter, der auf einem Raspberry Pi Pico läuft. MMBasic ist eine Microsoft-BASIC-kompatible Implementierung der Programmiersprache BASIC.
Wer den Raspberry Pi Pico in BASIC bzw. MMBasic programmieren will, der muss nur die PicoMite-Firmware auf den Pico laden und kann danach gleich loslegen.
Es gibt für PicoMite eine englische und deutsche ausführliche Dokumentation als PDF-Datei und den Download der Firmware.

Leisungsmerkmale und Hardware-Unterstützung

PicoMite und MMBasic unterstützen an allen IO-Pins die Pico-spezifischen Leistungsmerkmale:

  • GPIO
  • PWM
  • ADC
  • I2C
  • SPI
  • UART

PicoMite bietet eine umfangreiche Hardware-Unterstützung:

  • Tastaturen und Touchscreens
  • LCD, OLED und eInk Displays von 0,96 bis 3,5 Zoll Diagonale mit einer Auflösung bis zu 480 x 320 Pixeln.
  • SD-Karten mit FAT16 oder FAT32 formatiert bis 32 GByte
  • Protokolle wie USB, I2C, SPI, PWM, 1-Wire
  • Keypads bzw. numerische Tastaturen im Format 4x3 und 4x4.

Direkte Unterstützung und Ansteuerung von:

  • Temperatursensoren DS18B20, DHT11 und DHT22
  • Ultraschallsensor HC-SR04
  • WS2812-RGB-LEDs
  • Echtzeituhren mit PCF8563, DS1307, DS3231 und DS3232

PicoMite installieren

Die Installation funktioniert wie bei jeder anderen Firmware für den Raspberry Pi Pico auch. Beim Einstecken in den USB muss auf dem Pico der BOOTSEL-Taster ein paar Sekunden gedrückt werden, bis der Raspberry Pi Pico als Laufwerk erscheint. Danach muss die PicoMite-Firmware in dieses Laufwerk kopiert werden. Danach bootet der Raspberry Pi Pico mit dem PicoMite-Firmware und die Onboard-LED blinkt langsam.

Programmieren mit PicoMite und MMBasic

Zur Programmierung des Raspberry Pi Pico mit PicoMite und MMBasic dient der integrierte Full-Screen-Editor in Verbindung mit einem VT100-Terminal.
Für Windows-Betriebssysteme wird das Programm „Tera Term“ empfohlen, dass ein VT100-Terminal emulieren kann. Alternativ kann auch der MMEdit verwendet werden.
Für Linux- und macOS-Betriebssysteme empfiehlt sich das integrierte Terminal-Programm zu nutzen.

MicroPython vs. PicoMite

MicroPython ist schon recht einfach zu programmieren. Python macht es gerade Anfängern relativ einfach. MMBasic macht es Anfängern teilweise noch einfacher. So wird auf die Unterscheidung der Groß- und Kleinschreibung verzichtet. Kommandos und Variablen können groß, klein oder sogar gemischt geschrieben werden. MMBasic verwendet ähnliche Kommandos mit einer noch einfacheren Syntax als MicroPython.
MicroPython mag für viele Dinge universeller sein. Außerdem ist es viel populärer, weshalb es viele Bibliotheken gibt, auf die man zurückgreifen kann. Manche Dinge lassen sich mit PicoMite und MMBasic einfacher realisieren, als mit MicroPython. Insbesondere ist die Hardware-Unterstützung etwas umfangreicher. Allerdings kann sich MicroPython hier mit der Zeit weiterentwickeln.

Bei der Frage, ob MicroPython oder PicoMite, ist keine eindeutige Antwort möglich. Wer in MicroPython programmiert und damit klarkommt, der wird aus PicoMite keine Vorteile ziehen können. Im Gegenteil, das Programmieren mit dem integrierten Editor über ein VT100-Terminal macht es eher komplizierter. Das Entfernen von Zeichen und Zeilen erfordert ein anderes Vorgehen. Das vollständige Hineinkopieren eines fertigen Programmcodes ist praktisch nicht möglich. Das ist also nichts für ungeduldige Naturen. Ein Editor mit integrierter Terminal-Emulation (z. B. MMEdit nur für Windows) ist zum ernsthaften Programmieren von PicoMite zwingend erforderlich.

Wem das Bedienen eines VT100-Terminals geläufig ist und wer rudimentäre Erfahrung mit BASIC hat, der wird mit PicoMite sicherlich seine Freude haben.

Alternativen zu PicoMite und MMBasic

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