Kali Linux und Raspberry Pi

Wenn es um IT-Security und ganz speziell um Netzwerk-Sicherheit geht, empfiehlt es sich die Distribution Kali Linux zu verwenden, die alles mitbringt was man braucht, um die Sicherheit von Netzwerken zu testen oder auch um Daten zu retten. Kali Linux ist ein Werkzeugkoffer für Hacker, Pentester und IT-Security-Spezialisten, die Netzwerke auf den Zahn fühlen wollen.

Kali Linux auf dem Raspberry Pi?

Kali Linux für den Raspberry Pi installieren

Für einen Security-Experten oder Pentester ist Kali Linux auf einem Raspberry Pi grober Unfug. Denn der Raspberry Pi ist für ernsthaftes Pentesting und Hacking ungeeignet. Dafür hat er einfach zu wenig Rechenleistung.

Aber auch der oft empfohlene Einsatz von Kali Linux in einer virtuellen Maschine ist ebenfalls für ernsthaftes Pentesting und Hacking ungeeignet. Viele Anwendungen benötigen den direkten Zugriff auf die Hardware, was in einer virtuellen Maschine schwierig ist. Hier wird die Hardware nur virtuell durch ein Wirtssystem durchgereicht. Und genau da kann ein Raspberry Pi eine Alternative sein. Mit rund 40 Euro ist er günstiger als wenn man sich extra eine Notebook anschafft, auf dem man ausschließlich mit Kali Linux arbeiten will. Obwohl das der einzig richtige Weg wäre.

Typischerweise nimmt man für die ersten Schritte mit dem Raspberry Pi die Linux-Distribution Raspbian, die auf Debian basiert. Das ist aber nicht immer die bevorzugte Distribution. Spezielle Aufgaben haben immer bestimmte Anforderungen, die eine Standard-Distribution nicht erfüllen kann.

Neben den üblichen Live-CD und -USB-Versionen gibt es auch Images für Mini-Computer, wie den Raspberry Pi. Einschränkend muss man sagen, dass das Image für den Raspberry Pi eine abgespeckte Version ist, die weniger Tools mitbringt. Allerdings ist das für den Anfang ausreichend. Was fehlt, lässt sich in der Regel per "apt-get" leicht nachinstallieren.

Rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Kali Linux

Das Ausspähen und Abfangen von Daten, die nicht für einen selber bestimmt sind, ist nach Paragraf 202a und 202b Strafgesetzbuch verboten. Im Angebot wären eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei bzw. zwei Jahren.

StGB § 202a - Ausspähen von Daten

(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.

StGB § 202b - Abfangen von Daten

Wer unbefugt sich oder einem anderen unter Anwendung von technischen Mitteln nicht für ihn bestimmte Daten (§ 202a Abs. 2) aus einer nichtöffentlichen Datenübermittlung oder aus der elektromagnetischen Abstrahlung einer Datenverarbeitungsanlage verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.

Welches Betriebssystem für den Raspberry Pi?

Wer die Wahl hat, der hat die Qual. Welches Betriebssystem oder Linux-Distribution sollte man verwenden? Das ist hier die Frage. Die Antwort, es kommt darauf an. Im Folgenden eine Empfehlung.

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