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IPsec - Security Architecture for IPIPsec ist eine Erweiterung des Internet-Protokolls (IP) um Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmechanismen. Damit erhält das Internet-Protokoll die Fähigkeit IP-Pakete kryptografisch gesichert über öffentliche unsichere Netze zu transportieren. IPsec wurde von der Internet Engineering Task Force (IETF) als integraler Bestandteil von IPv6 entwickelt. Weil das Internet-Protokoll der Version 4 keine Sicherheitsmechanismen hat, wurde IPsec für IPv4 nachträglich spezifiziert. Bestandteile von IPsec-VPNs
Hinter diesen Bestandteilen stehen Verfahren, die miteinander kombiniert eine zuverlässige Sicherheit für die Datenübertragung über öffentliche Netze bieten. VPN-Sicherheitslösungen mit hohen Sicherheitsanforderungen setzen generell auf IPsec. Einsatz-Szenarien
Prinzipiell eignet sich IPsec für Gateway-zu-Gateway-Szenarien. Also die Verbindung von Netzen über ein unsicheres Netz. Ebenso denkbar ist das Host-zu-Gateway-Szenario, dass dem Remote-Access-Szenario entspricht. Wobei die Komplexität von IPsec und einige Unzulänglichkeiten von TCP/IP hier gelegentlich Probleme bereiten können. Eher untypisch ist das Host-zu-Host-Szenario, aber ebenso möglich. IPsec hat den Nachteil, dass es nur IP-Pakete tunneln kann. Außerdem ist es ohne zusätzliche Protokolle eher ungeeignet für Remote Access, da die Funktionen zur Konfiguration von IP-Adresse, Subnetzmaske und DNS fehlen. Deshalb macht es Sinn, zur Realisierung eines VPNs außer IPsec auch L2TP (Layer 2 Tunneling Protocol), PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol) oder SSL-VPN in Betracht zu ziehen. IPsec Vertrauensstellungen - Security Association
Um eine gesicherte Verbindung zwischen zwei Stationen aufbauen zu können, müssen auf beiden Seiten einige Parameter ausgetauscht werden:
Vertrauensstellungen werden durch den Austausch vorab definierter Schlüssel hergestellt. Eine andere Form ist die Vergabe von Zertifikaten durch ein Trust-Center oder einen installierten Zertifikate-Server. Schlüssel und Zertifikate sollen sicherstellen, dass derjenige welcher einen Schlüssel oder ein Zertifikat besitzt, auch derjenige ist, für den er sich ausgibt. Ähnlich wie bei einem Personalausweis, mit dem sich eine Person gegenüber einer anderen Person ausweist.
Schlüssel oder Zertifikate, ganz egal, beide Methoden benötigen viel Zeit und Sorgfalt bei der Einrichtung. Die einfachere Variante ist der geheime Schlüssel. Wichtig ist, dass die beiden Endpunkte über IP-Adresse, Subnetzmaske, Tunnelname und den geheimen Schlüssel informiert sind. Zusätzlich gibt es Parameter, die die Details der Authentifizierung, Verschlüsselung und die Länge des Schlüssels festlegen. Tunneling und VerschlüsselungDie zentralen Funktionen in der IPsec-Architektur sind das AH-Protokoll (Authentification Header), das ESP-Protokoll (Encapsulating Security Payload) und die Schlüsselverwaltung (Key Management). Authentizität, Vertraulichkeit und Integrität erfüllt IPsec durch AH und ESP. IPsec setzt kein bestimmtes Verschlüsselungs- und Authentifizierungsverfahren voraus. Gängige Verfahren sind DES, Triple-DES (3DES) und SHA-1. Weil IPsec-Implementierungen kein bestimmtes Verfahren beherrschen müssen, entstehen häufig Probleme, wenn unterschiedliche VPN-Produkte zusammenarbeiten müssen. Schlüsselverwaltung mit IKE - Internet Key Exchange ProtocolEs gibt zwei Wege für die Verwaltung und Verteilung der Schlüssel innerhalb eines VPNs. Neben der reinen manuellen Schlüsselverwaltung, kann auch das Internet Key Exchange Protocol (IKE) eingesetzt werden. Version 2 des Internet-Key-Exchange-Protokolls (IKEv2) vereinfacht die Einrichtung eines VPNs. Es ist wesentlich einfacher, flexibler und weniger fehleranfällig. Insbesondere soll das Mobility and Multihoming Protocol (MOBIKE) dafür sorgen, dass IPSec-Tunnel in mobilen Anwendungen erheblich zuverlässiger funktionieren. Probleme mit NATHat man sichergestellt, dass die VPN-Gegenstellen die gleichen Verschlüsselungsverfahren unterstützen und die IKE-Implementierung fehlerfrei ist, dann kann der Schlüsselaustausch mit IKE noch an den beteiligten NAT-Routern scheitern. IPsec-PassthroughNAT-Router scheitern bei der Zuordnung der Tunnelpakete zu den Clients. Die dafür erforderliche Information wird während des gesicherten Schlüsselaustauschs übertragen. Und da hat der NAT-Router keinen Einblick. Die Information wird im SPI-Wert (Security Parameters Index) mitgegeben. Damit kann der Tunnel einem Host zugeordnet werden. Wegen der verschlüsselten Übertragung des SPIs kann der NAT-Router diesen Wert nicht mitlesen. IPsec-NAT-TraversalWeil das ursprüngliche IPsec kaum funktioniert setzt man es in der Regel mit der IPsec-Erweiterung NAT-Traversal ein. In diesem Szenario tauschen beide Kommunikationspartner über das NAT-Traversal-Protokoll verschiedene Informationen aus. Im Anschluss werden die ESP-Pakete in UDP-Pakete verpackt und über Port 4500 verschickt. Dann können die NAT-Router ohne Probleme IP-Adressen und Ports umschreiben. NAT-Traversal ist im IKE-Protokoll integriert (Negotiation of NAT-Traversal in the IKE). Während des Aufbaus einer IKE Security Association, wird versucht zu erkennen, ob sich ein NAT-System zwischen den Gegenstellen befindet. Wenn ja, dann wird die Einkapselung der IPsec-Pakete in UDP-Pakete ausgehandelt. Das bedeutet, das zwischen IP-Header und ESP-Header ein UDP-Header eingefügt wird. Die vollständige Bezeichnung dafür ist UDP Encapsulation of IPsec ESP Packets. In der Regel bezeichnet man diesen Vorgang als IPsec-NAT-Traversal. IPsec wird in der Regel immer mit der Erweiterung NAT-Traversal verwendet. Es funktioniert praktisch mit jedem NAT-Router. Die können die IP-Adresse und Ports nach belieben umschreiben. Ablauf zum Aufbau eines VPNs mit IPsec-NAT-Traversal
Danach beginnt die Aushandlung Vertrauensstellungen. Dazu generiert das eine Ende von zwei VPN-Endpunkten eine Anfrage an das Zielsystem. Das Zielsystem antwortet und leitet den Schlüsselaustausch per Internet Key Exchange (IKE) ein. Beide Endpunkte handeln dabei Verschlüsselungs- und Authentifizierungsverfahren aus. Über einen Schlüssel oder ein Zertifikat, das beide System kennen, wird eine Vertrauensstellung zueinander hergestellt. Für beide Seiten wird dann der digitale Master-Schlüssel erzeugt. Übersicht: VPN-Technik und - Protokolle
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