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RAS - Remote Access Service

Remote Access Service ist ein Dienst für den Zugriff auf einen Computer oder ein Netzwerk aus der Ferne. In der Regel findet eine Einwahl über eine Wählleitung via analogem Modem oder ISDN statt.
Das analoge, wie auch das ISDN-Wählnetz haben den Nachteil, dass die Bandbreite auf wenige kByte beschränkt sind. Analog ist mit maximal 56 kBit/s (7 kByte/s) und ISDN mit 64 kBit/s (8 kByte/s) bzw. 128 kBit/s (16 kByte/s) möglich. Auf Dauer und bei weit entfernten Stationen kann das teuer werden. Denn Wählverbindungen werden in der Regel minutenweise abgerechnet.
VPN-Technik (Remote-Access-VPN) löst zunehmend leitungsgebundene WAN- und Remote-Access-Lösungen ab.

RAS-Architektur

RAS - Remote Access Service
Ein klassischer Remote Access Service besteht aus einem System, dass am öffentlichen Telefonnetz angeschlossen ist. Es wird als Remote Access Concentrator (RAC) bezeichnet. Der RAC ist mit dem Telefonnetz über einen oder mehr Primärmultiplexanschlüsse verbunden. Ein Primärmultiplexanschluss hat eine Bandbreite von 2,048 MBit/s oder 30 Nutzdatenkanäle mit jeweils 64 kBit/s. Die Anzahl der Einwahlports ist praktisch nur in 30er Schritten skalierbar.
Beim Primärmultiplexer kommen die Einwahlen über das Telefon- und Mobilfunknetz an. Das können ISDN-Verbindungen oder Anrufe von analogen Modems und GSM-Modems sein.
Im einfachsten Fall ist der RAC ein RAS-Server, der über mehreren Modems oder ISDN-Karten an einer Telefonanlage angeschlossen ist.

Nach der Einwahl kann neben den Protokollen TCP/IP auch IPX/SPX oder NetBEUI genutzt werden, um z. B. die Datei- und Druckerfreigabe im entfernten Netzwerk zu nutzen. In der Regel werden folgende Protokolle unterstützt:

  • V.34
  • V.90/V.92
  • V.120 (asynchrones ISDN)
  • V.110 (Mobilfunk)

Die Unterstützung aller möglichen Modemprotokolle, Telefonsignalisierung und Übertragungssysteme macht RACs technisch sehr komplex und in der Regel sehr teuer.

RAS ist sehr leicht einzurichten. Jedoch darf der Sicherheitsgedanke keine große Rolle spielen. Die Authentifizierung wird über einfache Benutzerzugänge mit Benutzername und Passwort erreicht. Die Einwahlnummer für den RAS-Server sollte nur den Personen bekannt sein, die den RAS-Zugang benützen müssen.

Remote-Access-VPN

Remote-Access-VPN
Die Weiterentwicklung von RAS ist Remote-Access-VPN. VPN bietet Verfahren und Protokolle, um sich in ein entferntes Netzwerk einzuwählen. Hier muss sich der User zuerst ins Internet einwählen. Das hat den Vorteil, dass es überhaupt keine Rolle spielt, auf welche Weise der Zugang erfolgt. Egal ob analoges Modem, ISDN, DSL, TV-Kabel, Mobilfunk oder WLAN-Hotspots.
Als VPN-Gegenstellen dient ein Software-Client und ein VPN-Gateway bzw. VPN-Router der am Internet angebunden ist. Einen RAC, wie bei RAS kann man sich sparen.

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