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UWB - Ultra-Wideband / IEEE 802.15.3aUltra-Wideband, kurz UWB, ist eine Nahbereichs-Funktechnik. Die Reichweite ist auf wenige Meter beschränkt und macht nur als Kabelersatz Sinn. Allein aus diesem Grund konkurrieren WLAN, Bluetooth und andere Funktechnik nicht mit UWB. Das UWB-DesasterNach der Zulassung von UWB durch die FCC (USA) für ein Frequenzspektrum, entstand im IEEE die Arbeitsgruppe für ein Wireless Personal Area Network (WPAN) mit mindestens 100 MBit/s. UWB sollte offiziell als IEEE-Standard 802.15.3a verabschiedet werden. Am Standardisierungsprozess beteiligten sich viele neue Firmen mit Impulsfunk-Know-how und einige große etablierte IT-Unternehmen. Vor der Standardisierung gab es zwei unterschiedliche Fassungen. Ultrabreitband-FunktechnikBei jeder Funktechnik geht es darum, die Sendeleistung auf einen Punkt im Frequenzspektrum zu konzentrieren. UWB unterscheidet sich an genau diesem Punkt von anderen Funktechniken. Bei UWB wird das Sendesignal möglichst breit im Frequenzspektrum mit einer sehr geringen Sendeleistung verteilt. Für normale Empfänger geht das UWB-Signal im Rauschen unter. Sie empfangen nur einen kleinen Teil des Frequenzspektrums. Der UWB-Empfänger dagegen, kann das UWB-Signal erkennen. Frequenzbereich und LeistungUWB verspricht die störungsfreie Nutzung bereits belegter Frequenzbereiche. Damit könnte die Frequenzknappheit umgangen werden. Momentan sind Betreiber von Funksystemen nicht begeistert, wenn eine Ultrabreitband-Funktechnik auch mit geringer Sendeleistung ihre lizensierten Frequenzbereiche unterwandert. Und aufgrund geringer Erkenntnisse über die Störungen konventioneller Funktechniken durch UWB, möchte niemand das Risiko eingehen, dass UWB ein konventionelles Funksystem stört. Deshalb braucht es Frequenzbänder, die für die Mehrfachnutzung vorgesehen sind. Die sind momentan sehr schmal. Doch UWB braucht ein möglichst breites Frequenzspektrum. //Diagramm: Frequenzbereich von 3,1 bis 10,6 GHz mit eingezeichneten Funktechniken, die sich dort mit UWB überschneiden würden// Vorgesehen ist der Frequenzbereich zwischen 3,1 und 10,6 GHz (Ultrawideband). Da dort bereits andere Funksysteme arbeiten, muss UWB wegen Störungsvermeidung mit einer extrem kleinen Sendeleistung arbeiten. Erlaubt ist eine Sendeleistung von -41,3 dBm/MHz. Für die schnelle Datenübertragung auf wenigen Metern reicht das vollkommen aus. Bei UWB geht es nur darum, kurze Distanzen, für die eigentlich ein Anschlusskabel verwendet wird, zu überbrücken. UWB und BluetoothEine Zusammenarbeit zwischen UWB und Bluetooth ist bereits angedacht. Der Ultrabreitbandfunk soll die Übertragungsgeschwindigkeit von Bluetooth erhöhen. Da die Standardisierung von UWB nur die physikalische Schicht und die Adressierung betrifft, bleiben die Protokolle auf der Anwendungsebene noch offen. Damit keine propritären Anwendungen entstehen, soll UWB als Träger für die bereits entwickelten und ausgereiften Bluetooth-Protokolle und -Profile verwendet werden. Das wäre ein unschlagbarer Vorteil für Anwendungen, die bereits Bluetooth als Übertragungssystem benutzen. Die Anwendungen könnten vom Geschwindigkeitsvorteil profitieren. Für neue Anwendungen muss auch keine neue Schnittstelle entwickelt werden. Im ungünstigsten Fall muss nur ein neues Profil her, das sich per Treiber-Update einspielen lässt. AnwendungenVor allem auf kurzer Strecke sollen die noch vorhandenen Kabel zwischen Computer und Peripherie wegfallen. Aber auch als Alternative zu den Verbindungen zwischen Audio- und Videogeräten in der Unterhaltungselektronik ist UWB angedacht.
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