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WAP - Wireless Application ProtocolWAP steht für Wireless Application Protocol. Es ist ein Sammlung von Protokollen und Spezifikationen, die die Übertragung und Darstellung von speziellen Inhalten auf kleinen mobilen Endgeräten übernimmt. Im Gegensatz zu Computern haben mobile Endgeräte nur eine knappe Ausstattung:
Das für die Entwicklung von WAP verantwortliche WAP-Forum hat besonderen Wert darauf gelegt, dass auch Geräte mit knappen Ressourcen und geringen Hardware-Voraussetzungen über WAP Zugang zu Diensten und Informationen haben können. WML - Wireless Markup LanguageAufgrund der kleinen Displays mobiler Endgeräte ist WML, die Wireless Markup
Language, für die Darstellung der Informationen und Dienste verantwortlich.
Diese Seitenbeschreibungssprache ist das Gegenstück von HTML (Hypertext Markup
Language) im Internet-Bereich. WML hat mit HTML allerdings nur eine geringfügige Ähnlichkeit.
WML ist von der Struktur so aufgebaut, dass es die Bedienung mobiler Engeräte
erleichtert. Eine WML-Informationsseite wird als Deck (Kartenstapel) bezeichnet.
Innerhalb eines Decks befinden sich eine oder mehrere Cards (Karten). Zum mobilen
Endgerät wird immer das Deck übertragen. Im Display wird aber nur eine Card
angezeigt.
Mit WML lassen sich durchaus interaktive Anwendungen erstellen. In Kombination mit WTA (Wireless Telephony Applications) steht eine programmierbare Schnittstelle zur Realisierung von Telefondiensten zu Verfügung. Beispielsweise um auf ein entfernt abgelegtes Telefonbuch zuzugreifen oder eine Telefonauskunft abzurufen. WML-Beispiel
WML wird zwar im ASCII-Format geschrieben und gespeichert allerdings in einem kompakteren Binärformat an das mobile Endgerät geschickt. WAP-NetzarchitekturAuf dem mobilen Endgerät befindet sich eine Software, die WML darstellen kann
und in der Lage ist über URLs adressierte Daten abzurufen. WAP ist nicht an einen bestimmten Mobilfunk-Standard gebunden. Als Trägerdienst
oder Übertragungsnetzwerk kann GSM mit SMS, CSD, HSCSD oder GPRS dienen. Ebenso
UMTS oder sogar DECT und andere zukünftige Netze sind möglich. WAP ist an dieser
Stelle flexibel spezifiziert. Typische WAP-Anwendungen
MarktentwicklungAls WAP aufkam, gab es noch keine farbigen Displays in den Handys. Für WAP wurde ein Endgerät mit einem WML-fähigen Browser benötigt. Lange Zeit wurde die Parole ausgerufen, dass speziell aufbereitete Inhalte abrufbar gemacht werden müssen. Statt, wie gewohnt Vollformat-Webseiten nur speziell für WAP aufbereitete Seiten. Damals erlebte man Datenübertragung im Mobilfunknetz im Schneckentempo, als teuer und mit kaum lieferbaren Endgeräten. Letztlich hat das den Markt in seiner Entwicklung behindert. In Japan dagegen hat i-mode einen ungeahnten Boom erlebt. Dort wurde der Service auch nur mit einer geringen monatlichen Gebühr belegt. i-mode i-mode ist im Gegensatz zu WAP ein geschlossenes System, bei dem die Inhalte über die i-mode-Zentrale abgerufen werden müssen. Da die Netzstruktur und die Inhalte durch den Netzbetreiber vorgegeben sind, handelt es sich dabei um ein qualitativ hochwertiges System.
i-mode stammt ursprünglich aus Japan. Aufgrund bestimmter kultureller Begebenheiten ist i-mode dort ein Renner. Aus mangelndem Interesse wurde i-mode von E-Plus in Deutschland wieder eingestellt. Weitere verwandte Themen:
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