Duplexing / Duplex
Jede Übertragungstechnik, außer den Broadcast-Techniken für Rundfunk und Fernsehen, beherrschen zwei Übertragungsrichtungen. Jeder Teilnehmer kann sowohl Empfänger als auch Sender sein. Dabei muss technisch geklärt sein, wie die unterschiedlichen Übertragungsrichtungen gehandhabt werden.
Simplex
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Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Simplex und Duplex. Bei Simplex ist die Übertragung nur in eine Richtung möglich. Einen Rückweg bzw. Rückkanal gibt es nicht. Typische Übertragungstechniken für Simplex ist Rundfunk, Fernsehen aber auch die Audioübertragung vom Audio-Verstärker zum Lautsprecher.
Halbduplex

Vollduplex

Unter Duplexing versteht man die Anordnung von Down- und Uplink. Man unterschiedet zwischen Halbduplex und Vollduplex. Bei beiden ist die Übertragung in beide Richtungen möglich. Bei Vollduplex erfolgt die Übertragung zur gleichen Zeit in beide Richtungen. Bei Halbduplex allerdings zeitlich (hintereinander) oder räumlich (nebeneinander) verschachtelt. Es ist deshalb eine Umschaltvorrichtung nötig, die zeitgesteuert immer hin und her schaltet oder die die Signale räumlich voneinander trennt.
Typische Anwendungen für Halbduplex sind Amateurfunk oder Wechselsprechanlagen. ISDN wird auch Halbduplex betrieben. Die Umschaltung erfolgt jedoch mikroprozessorgesteuert und so schnell, dass man davon nichts merkt. Auf diese Weise wird Vollduplex erreicht bzw. simuliert.
TDD - Time Division Duplexing

Bei TDD werden die Up- und Downlink-Kanäle zeitlich zueinander versetzt (hintereinander) auf einer einzigen Frequenz übertragen. Deshalb ist auch nur eine RF-Einheit für Sende- und Empfangsrichtung notwendig. Dadurch werden die Übertragungssysteme auch günstiger.
TDD eignet sich für asymmetrische, flexible und kostengünstige Systeme. Bevorzugt kommen sie in lizenzfreien Frequenzbereichen zum Einsatz.
FDD - Frequency Division Duplexing

Bei FDD werden Up- und Downlink-Kanäle gleichzeitig auf zwei unterschiedlichen Frequenzen übertragen. Jeder Übertragungskanal stellt eine unidirektionale Verbindung dar. Dafür braucht jeder Kanal seine eigene RF-Einheit.
FDD eignet sich für symmetrische Systeme und Anwendungen mit geringer Latenzzeit. Typischerweise kommt es in lizenzbehaftete Frequenzbereichen zum Einsatz.
Bei H-FDD wird die Frequenz für die Downlink-Richtung fest gewählt. Die RF-Einheit der Endgeräte lässt sich sehr einfach gestalten.
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