VDSL - Very High Speed Digital Subscriber Line

VDSL ist wie ADSL ein asymmetrisches Übertragungsverfahren, um auf kurzen Strecken Übertragungsraten zu erreichen, die deutlich höher sind als bei ADSL.
Wird VDSL in einem Telefonkabelnetz eingesetzt, dann ist die Voraussetzung ein Hybrid-Netz, bestehend aus Glasfaser- und Kupferleitungen. Die Glasfaserleitungen müssen möglichst nahe an den Kundenanschluss herangeführt werden, um auf den letzten hundert Metern über die Kupferleitung eine sehr hohe Übertragungsrate zu erzielen.
Für VDSL gibt es verschiedene Bezeichnungen:
- Very High Data Rate DSL
- Very High Bitrate DSL
- ...und noch viele weitere.
Doch "Very High Speed Digital Subscriber Line" ist die einzig richtige Bezeichnung. Sie ist in den VDSL-Standards der ITU so definiert.
Man unterscheidet prinzipiell zwischen zwei verschiedenen VDSL-Standards. Die wurden von der ITU (Internationale Fernmeldeunion) bereits festgelegt:

Unterschiede von VDSL1 und VDSL2
| Eigenschaft | VDSL1 | VDSL2 |
|---|---|---|
| Spektrale Bandbreite | 12 MHz | 30 MHz |
| Reichweite | bis 1 km | bis 3 km |
| Echokompensation | nein | ja |
| ADSL-Kompatibilität | nein | ja |
| Downstream-Sendeleistung | 14,5 dBm | max. 20 dBm |
| Quality of Service | nein | ja |
| Diagnostik-Modus | nein | ja |
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