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VDSL - Very High Speed Digital Subscriber Line

VDSL ist eine asymmetrische Übertragungstechnik, um im Festnetz einen breitbandigen Internet-Zugang mit hohen Übertragungsraten zu erreichen. In Deutschland wird ein VDSL-Zugang mit Übertragungsraten von 50 bis 100 MBit/s im Downlink (asymmetrisch) angestrebt.
VDSL basiert auf ADSL, ADSL2 und ADSL2+, was man allgemein als DSL bezeichnet. Allerdings wird die Geschwindigkeit von VDSL nur auf einer kurzen Distanz und nur in einem Hybridnetz erreicht. Hier besteht der Leitungsweg einer Kombination aus Glasfaser- und Kupferkabel.

Für VDSL gibt es verschiedene Bezeichnungen. Beispielsweise "Very High Data Rate DSL" oder "Very High Bitrate DSL". Doch "Very High Speed Digital Subscriber Line" ist die einzig richtige Bezeichnung. Sie ist im VDSL-Standard der ITU definiert.
Man unterscheidet prinzipiell zwischen zwei verschiedenen VDSL-Standards. Die wurden von der ITU (Internationale Fernmeldeunion) festgelegt:

ITU-Standard VDSL1 VDSL2
ITU-T G.993.1 ITU-T G.993.2
Spektrale Bandbreite 12 MHz 30 MHz
Reichweite bis 1 km bis 3 km
Echokompensation nein ja
ADSL-Kompatibilität nein ja
Downstream-Sendeleistung 14,5 dBm max. 20 dBm
Quality of Service nein ja
Diagnostik-Modus nein ja

Der erste VDSL-Standard (G.993.1) hat sich in Deutschland nicht durchgesetzt. Statt dessen kommt in Deutschland der zweite VDSL-Standard (G.993.2) zum Einsatz. Prinzipiell gibt es einige Gemeinsamkeiten. Doch beide Verfahren sind nicht kompatibel miteinander.
Weil es in Deutschland kein VDSL1 gab, wird VDSL2 in in der Öffentlichkeit in der Regel als VDSL bezeichnet. Fachleute unterscheiden bei VDSL sehr wohl zwischen VDSL1 und VDSL2. Wenn wir von VDSL sprechen, dann meinen wir eigentlich VDSL2 (G.993.2).

VDSL1 / ITU-T G.993.1

VDSL2, VDSL1, ADSL2+
VDSL1 ist eine breitbandige asymmetrische Übertragungstechnik, die sich in Deutschland nicht durchgesetzt hat. Das lag vor allem daran, weil die Reichweite zu kurz war.

VDSL2 / ITU-T G.993.2

ADSL2+, VDSL2, VDSL Vectoring und G.fast
Ein besonderes Merkmal von VDSL2 ist die Abwärtskompatibilität zu ADSL, ADSL2 und ADSL2+. Es bietet sogar einen Fallback-Modus nach ADSL/ADSL2/ADSL2+. Das macht VDSL2 so interessant für die Netzbetreiber, die bereits ADSL2 und ADSL2+ einsetzen. VDSL2 gilt technisch als der direkte Nachfolger von ADSL2+.
In VDSL2 wurde die Unterstützung paralleler virtueller Verbindungen über eine physikalische Verbindung implementiert. So ist es möglich bestimmte Datenverbindungen zu priorisieren. Zum Beispiel für Telefonie oder TV. VDSL2 bietet Funktionen für Quality of Service, was für Triple Play (Internet, Telefonie, TV) wichtig ist.
Nachdem VDSL1 weltweit nur auf wenig Interesse gestoßen ist, gewann VDSL2 immer mehr an Bedeutung und wird allgemein als VDSL bezeichnet. Eine Unterscheidung zwischen VDSL1 und VDSL2 ist eigentlich nicht mehr notwendig.

VDSL-Netzarchitektur

Hybrid-Netz, FTTN
Wird VDSL in einem Telefonnetz eingesetzt, dann ist die Voraussetzung ein Hybrid-Netz, bestehend aus Glasfaser- und Kupferleitungen. Die Glasfaserleitungen müssen möglichst nahe an den Teilnehmeranschluss herangeführt werden, um auf den letzten hundert Metern über die Kupferleitung eine sehr hohe Übertragungsrate zu erreichen.

VDSL-Übertragungstechnik

Die VDSL-Übertragungstechnik basiert auf ADSL und DSM. Die Höhe der tatsächlich möglichen Übertragungsrate hängt in der Praxis sehr stark von der Länge und Qualität des Kupferkabels zwischen Kabelverzweiger und Teilnehmeranschluss (DSL-Modem) ab.

VDSL-Vectoring / ITU-T G.993.5

Bei VDSL-Vectoring handelt es sich um eine Erweiterung von VDSL, um auf der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) eine höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit zu erreichen.
Mit VDSL-Vectoring verdoppelt ein Netzbetreiber die Übertragungsgeschwindigkeit der VDSL-Anschlüsse beispielsweise von 50 auf 100 MBit/s.

G.fast / ITU-T G.9700 und 9701

G.fast ist eine DSL-Variante, die 1 GBit/s auf einer maximal 100 Meter langen Kupferdoppelader (Teilnehmeranschlussleitung) verspricht. Je nach Entscheidung des Netzbetreibers liegt die maximale Distanz zwischen einem Verteilpunkt (Outdor-DSLAM) und dem Hausanschluss bei 250 Meter.

VDSL in der Praxis

Nachdem VDSL1 weltweit nur wenig Interessenten gefunden hat, gewinnt VDSL(2) immer mehr an internationaler Bedeutung. Auch in anderen Ländern setzt man auf die Kombination aus Glasfaserkabel und Kupferleitungen. Zum Beispiel Belgacom, KPN, AT&T, Telenor, Swisscom und France Telecom.
In Deutschland wird VDSL hauptsächlich von der Deutschen Telekom bereitgestellt. Mit der Einführung von VDSL-Vectoring kommen auch andere Netzbetreiber zum Zug, weil seit 2015 jeder Netzbetreiber jeden Kabelverzweiger mit VDSL ausbauen darf.

VDSL vs. TV-Kabel

VDSL konkurriert in Deutschland hauptsächlich mit der TV-Kabelmodemtechnik. Hier erreicht das TV-Kabelnetz bereits bis zu 200 MBit/s. Das TV-Kabel ist hinsichtlich des geringeren Upstreams leicht im Nachteil. Hier ist die Geschwindigkeit auf 12 MBit/s festgefahren. Das liegt am Frequenzbereich unterhalb von 87,5 MHz, der sich nicht ohne großen Aufwand erweitern lässt. Die Aufteilung in Sende- und Empfangsrichtung erfolgt mit Frequenzweichen, die festgelegt sind. Weitere Geschwindigkeitssteigerungen im TV-Kabelnetz sind nur mit umfangreichen Arbeiten in den Kopfstationen verbunden.

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