AMD Epyc

AMD Epyc ist die Bezeichnung für eine Server-CPU, die speziell für den Bereich des High Performance Computings (HPC). Ein Epyc-Prozessor (Codename Naples) basiert auf der Zen-Architektur und löst die Opteron-Prozessoren von AMD ab. Er tritt in Konkurrenz zu Intels Xeon-Prozessor und ist eine lang ersehnte Alternative im Servermarkt.

Besondere Leistungsmerkmale

  • mit 8, 16, 24 und 32 Kernen und Multi-Threading
  • acht Speicherkanäle mit je einem oder zwei DDR4-Modulen mit jeweils bis zu 128 GByte Kapazität
  • bei einem Zwei-Prozessor-System sind das bis zu 4 TByte RAM
  • 128 PCIe-3.0-Lanes
  • im Vergleich zu Ryzen zahlreiche Server-Erweiterungen

Der größte Epyc mit 32 Kernen (64 Threads) besteht nicht aus einem großen Die, sondern aus vier einzelnen Multichip-Modul (MCM), die jeweils über 8 freigeschaltete Kerne verfügen, die über Infinty Fabric miteinander kommunizieren. Durch die Freischaltung einzelner Kerne, kann AMD auch Dies verwenden, die über einen oder mehrere defekte Kerne verfügen und somit dem Ausbeute-Problem entgegenwirken.

Anwendungen

Vorgesehen ist der AMD Epyc für Server mit einer oder zwei CPU-Fassungen und bis zu 4 TByte Arbeitsspeicher (bei zwei Prozessoren). Bei DDR4-2666-RAM ist theoretisch eine Speicherbandbreite von 170 GByte/s möglich.
Bei diesem Ausbau kommt es nicht so sehr auf die Rechenleistung an, sondern auf die Speicherperformance und die I/O-Geschwindigkeit für Supercomputing-Anwendungen mit Erweiterungskarten und Rechenbeschleuniger für Künstliche Intelligenz (KI) und Deep Learning (DL).
Gleichzeitig sind optimale Voraussetzungen für typische Serveraufgaben im Bereich Cloud, Mail und Webanwendungen geschaffen.

Weitere verwandte Themen:

Teilen:

Produktempfehlungen

Computertechnik-Fibel

Die Computertechnik-Fibel, das Computer-Buch

Das will ich haben!