Kundenmeinung: Die Computertechnik-Fibel ist wirklich verständlich geschrieben, frei von Ballast und ein tolles Nachschlagewerk. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch.
Mit der Einführung des Athlon XP hat AMD für die Typenbezeichnung ein sogenanntes Performance-Rating eingeführt. Statt der tatsächlichen internen Taktfrequenz wird der Athlon XP mit der vergleichbaren Taktfrequenz des Athlon Thunderbird beschriftet. Einige Benchmarks haben gezeigt, dass das P-Rating dem Athlon XP durchaus angemessen ist.
Die wirklich nutzbare CPU-Performance ergibt sich eher aus dem Produkt von Taktrate und den verarbeitenden Instruktionen pro Taktschritt (Instructions per Cycle, IPC). Reine MHz- oder GHz-Zahlen eignen sich eher für Marketingzwecke, aber nicht für den direkten Vergleich zwischen den verschiedenen Prozessoren.
Im Athlon XP steckt der Palomino-Kern, der bereits in den mobilen Athlons, dem Athlon MP und dem Duron ab 1 GHz zum Einsatz kam. Im Vergleich zum Thunderbird-Athlon ist der Athlon XP bei gleicher Taktfrequenz bis zu 20 Prozent schneller und verbraucht etwa 20 Prozent weniger Energie.
Unter dem Marketing-Begriff Quanti-Speed sind einige Verbesserungen zu finden:
erweiteter Translation-Look-aside-Buffer (TLB)
Hardware-Data-Prefetching
SSE-Befehlseinheit von Intel
Thoroughbred-Kern
Um den Athlon XP auf höhere Taktraten zu bringen, führte AMD den Thoroughbred-Kern ein. Dieser Prozessorkern wurde in 0,13 µm-Technik hergestellt und erreichte weit über 1,733 GHz (2100+) echter Taktfrequenz.
Im Gegensatz zum Palomino-Kern ist die Platine des Organic-Pin-Grid-Array-Gehäuses (OPGA) meist grün gefärbt. Durch die Größenänderung um 38% konnten ca. 300.000 Transistoren eingespart werden. Damit hat der Prozessor 37,2 Millionen Transistoren in seinem Silizium-Die. Aufgrund der kleineren Die-Oberfläche ist die Wärmeleistung pro Quadratzentimeter gestiegen. Der Athlon XP mit Thoroughbred-Kern benötigt deshalb einen speziellen Kühler mit Kupferbodenplatte.
Im Vergleich zu seinem Vorgänger bietet der Thoroughbred-Kern nur dann mehr Rechenleistung, wenn er mit einer höheren Taktgeschwindigkeit läuft. Er ist vor allem auf günstige Herstellungskosten optimiert. Leistungsverbessernde Neuerungen, wie ein größerer Cache oder ein schnellerer Front-Side-Bus und auch der Heat-Spreader sind einer Kostenreduzierung zum Opfer gefallen.
Barton-Kern
AMD hat für den Barton den Kern weiterentwickelt. Dadurch ist bei gleicher Taktfrequenz eine höhere Prozessorleistung möglich. Der L2-Cache ist von 256 auf 512 kByte angewachsen. Dadurch sind 17,1 Millionen zusätzliche Transistoren in den Kern eingebaut worden. Das führte zu einer Die-Vergrößerung von 84 auf 101 mm2. Der Front-Side-Bus bleibt bei 166 MHz (FSB333) und ändert sich erst bei der 3200+-Variante und neuen Chipsätzen auf 200 MHz. Der Herstellungsprozeß (0,13-Micron-Kupferprozess) und das Sockel-Format (Sockel A) blieben unverändert.
Der Thorton-Kern ist eine abgespeckte Variante, die nur an Großkunden für Komplettrechner ausgeliefert wurde. Im Einzelhandel sind diese Typen nie erhältlich gewesen.
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Kundenmeinung: Die Kommunikationstechnik-Fibel ist sehr informativ und verständlich. Genau das habe ich schon seit langem gesucht. Endlich mal ein Buch, das kurz und bündig die moderne Informationstechnik beleuchtet.