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Vergesst den NE555 zugunsten des LMC/TLC555 ! (Schaltungstechnik)

verfasst von schaerer(R)  E-Mail, Kanton Zürich (Schweiz), 06.11.2008, 12:14 Uhr
(editiert von schaerer am 06.11.2008 um 12:20)

Hallo NoName :-D

» Hallo Peter, okinaltext Schnabel

Super! :-P :-P :-P Was ist ein Okinaltext? :-P :-P :-P


» Beschaltung des Pin 5 (Control Voltage, CV)

Z.B. für VCO-, FM- oder FSK-Anwendung innerhalb gewisser Grenzen.

» Pin 5 (Control Voltage) ist ein Steuereingang. Er muss nicht beschaltet
» werden. Das bedeutet, er bleibt offen. Allerdings muss er bei schlechter
» Stabilisierung der Versorgungsspannung (+VCC) mit einem kleinen
» Kondensator (10 nF) gegen GND geschaltet werden. Unter anderem wird dabei
» auch verhindert, dass der NE555 anfängt zu schwingen. Das merkt man daran,
» dass die Schaltung sehr seltsame Verhaltensweisen aufzeigt, obwohl die
» Schaltung plausibel dimensioniert und richtig aufgebaut ist. Deshalb hat
» fast jede noch so kleine Schaltung mit dem NE555 einen Kondensator an Pin
» 5 gegen GND vorgesehen. Damit hält man sich den Ärger schon von Anfang an
» fern.:allesgut:

Allerdings schreibst Du jetzt vom Urgrossvater des 555-Timer-IC. Dieser Thread begann aber nicht mit dieser Steinzeit-Bipolar- sondern mit der CMOS-Version. Also nicht der NE555, sondern der LMC555 oder TLC555.

Der NE555 hat die traurige Eigenschaft, dass er beim Umschalten des Logikpegels am Ausgang einen relativ hohe Stromimpuls erzeugt. Bei dem muss man unbedingt einen Elko mit gut 10 uF ode besser mehr parallel zur Speisung schalten. Nicht so beim LMC555, da reicht ein Multilayer-Keramik-Kondensator von 100 nF. Ich schreibe jetzt grad von der Abblockung der Speisung und nicht vom Abblocken zwischen Pin 5 und GND. Dort gehört der 10 nF-Typ auf jedenfall auch hin, wenn ungenutzt. Auch 100 nF schaden nicht. Wenn zu gross, gibt es eine auffällige Verzögerung beim Einschalten, bis sich die internen Triggerspannungen eingestellt haben.

» www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0206115.htm

Das ist die Steinzeit-Version! Ich meine das Schaltbild, das sich auf den NE555 bezieht. Es ist aber gut wenn man wirklich diesen Link liest, weil es steht auch einiges zur CMOS-Version dem LMC555.

Hier der Ausschnitt:

"NE555 oder LMC555/TLC555 / Bipolar- oder CMOS-Version
Es empfiehlt sich die CMOS-Version zu verwenden, weil die bipolare Version beim Umschalten des Ausgangverstärkers einen hohen Impulsstrom aus der Spannungsquelle zieht. Deshalb muss die bipolare Version (NE555) immer mit einem Stützkondensator mit relativ großer Kapazität betrieben werden (zwischen den IC-Anschlüssen 1 und 8).
Allerdings lassen die CMOS-Versionen keinen großen Ausgangsstrom zu. Der liegt bei max. 10 mA. Bei Betriebsspannungen unter 15V sogar noch weniger. Deshalb braucht der CMOS-555 immer eine Transistorstufe am Ausgang."

Anmerkung von mir: Es lohnt sich auf jedenfall den winzigen Nachteil eines zusätzlichen Transistors in Kauf zu nehmen, falls man Leistungen schalten will.

» 555, IC des Teufels, o.ä. ...

PROTEST!!! Die CMOS-Version ist nicht des Teufels! :angry: :cool:

Wer jetzt Lust hat den LMC/TLC555 genau kennen zu lernen, empfehle ich meinen speziellen Elektronik-Minikurs:

"555-CMOS-Timer, auch für lange Zeiten"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/timer555.htm

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9



Gesamter Thread:

LMC555 triggert beim Anlegen der Betriebsspannung - PF, 05.11.2008, 22:02 (Schaltungstechnik)
LMC555 triggert beim Anlegen der Betriebsspannung - Björn(R), 05.11.2008, 22:35
LMC555 triggert beim Anlegen der Betriebsspannung - PF, 06.11.2008, 08:04
LMC555 triggert beim Anlegen der Betriebsspannung - Namenloser, 06.11.2008, 08:28
Vergesst den NE555 zugunsten des LMC/TLC555 ! - schaerer(R), 06.11.2008, 12:14