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Vorwiderstand im Einsatz mit dem 78xx ! (Elektronik)
Hallo Hanns und alle sonst Interessierte!
Ein Hanns mit zwei 'n' erinnert mich doch gleich an die Hoerbiger-Schauspielerdynastie, wobei dieser langbaertige Dynastie-Opa etwas ganz anderes war - er erfand die sogenannte Welteislehre (Glacialcosmogony), die zum groessten Teil aber laengst ueberholt ist.
Nun aber zum bodenstaendigen 78xx-Thema!
» » Hallo
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» » Erst ein 7812 und dann der 7805.
» »
» » Theo
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» Theo:
» Das hatte ich mit 7815 und 7805 versucht.
» Hat aber irgendwie nicht richtig geklappt:
» der 7815 hat nach kurzer Zeit ( beim 3ten Einschalten )
Immer auch daran denken, dass beim Ausschalten u.U. von den Ladeelkos am Ausgang des Spannungsreglers (und von den Elkos aus der angeschlossenen Schaltung/Geraet) kurzzeitig ein Strom zurueckfliessen kann. Geht dieser durch den Spannungsregler, verbschiedet der sich in die ewigen Jagdgruenden der Elektronen.
Abhilfe: Eine Rueckfluss-Diode ueber dem Spannungsregler in Sperrrichtung. Meist genuegt dafuer eine Kleinleistungsdiode des Typs 1N4004 o.ae.
Siehe dazu fast alle Schaltungen in:
"Integrierte fixe und einstellbare 3-pin-Spannungsregler
und eine einfache Akku-Ladeschaltung mit LM317LZ"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ureg3pin.htm
Man beachte, diese Sache mit der Schutzdiode wird intensiv thematisiert, sogar beim Einsatz des LM317 als Stromquelle im Abschnitt "LM317 als Konstantstromquelle mit Schutzdioden". Siehe Bild 6:

Nochmals, ich weiss aus eigener praktischen Erfahrung, dass es besser ist diese Schutzdioden einmal zuviel als einmal zuwenig einzubauen!!!
» Theo:
» Das hatte ich mit 7815 und 7805 versucht.
Das Zwischenschalten mit einem 7815 oder 7812 macht nur dann Sinn, wenn man diese stabilen 15 VDC oder 12 VDC auch wirklich braucht.
Wenn nicht, kann man in Serie zum 78xx-Eingang (hier: 7805) ein entsprechend dimensionierter Leistungswiderstand vorschalten, der ein Grossteil der Verlustleistung uebernimmt. Es muss darauf geachtet werden, dass mit diesem Vorwiderstand beim maximalen Strom noch sicher die minimale Dropoutspannung des 78xx eingehalten wird. Es gilt dieser "gerippelten" Gleichrichter-ELko-DC-Spannung der untere Wert der Rippelspannung!
Besonders wichtig beim Einsatz eines Vorwiderstand ist es, dass der im Datenblatt empfohlene Kondensator am Eingang des 780x, nahe zwischen Eingang und GND angeloetet wird. Es werden 330 nF angegeben. Besser ist es einen kleinen Elko (um Himmelswillen KEIN Tantal-Elko!!!) von 10 µF oder höher zu wählen und ein Multilayer-Chipkondensator von 100 nF parallel zu schalten. Das erzeugt am Eingang des Spannungsreglers eine niedrige Eingangsimpdanz in einem relativ grossen Frequenzbereich, der viel zur Stabilitaet beitraegt. Lies dazu das Kapitel "Kondensator C1".
Falls die Eingangsspannung bei zu kleinem Strom oder Ausfall der Last am Ausgang zu hoch wird, kann man auch einige 1N4004-Dioden in Serie zum Vorwiderstand schalten. Die sind dreckbillig.
Ich werde den genannten Elektronikminikurs gelegentlich mit dem Thema des Vorwiderstandes updaten!
Gruss
Thomas
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instrumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker
(Instrumentations-Verstaerker = echter Differenzverstaerker)
--
Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9
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