Woto

11.07.2009, 11:24 |
Simulation von elktronischen Schaltungen (Elektronik) |
Hallo zusammen,
ich hatte mir vor 4 Jahren mal das Programm Elektronik-Design-Labor von Electronics Workbench gekauft. Nun wollte ich eine Schaltung mit einem XR2206 aufbauen und testen. Leider gibt es diesen Baustein nicht in der Bibliothek.
Gibt es ein einfaches und kostenloses Simulationsprogramm für meine Zwecke (z.B. als Open Source) ?
Gruss,
Woto |
Elektronix
11.07.2009, 12:26
@ Woto
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Simulation von elktronischen Schaltungen |
» Hallo zusammen,
» ich hatte mir vor 4 Jahren mal das Programm Elektronik-Design-Labor von
» Electronics Workbench gekauft. Nun wollte ich eine Schaltung mit einem
» XR2206 aufbauen und testen. Leider gibt es diesen Baustein nicht in der
» Bibliothek.
» Gibt es ein einfaches und kostenloses Simulationsprogramm für meine Zwecke
» (z.B. als Open Source) ?
»
» Gruss,
» Woto
Für gewöhnlich halten die Hersteller Spice-Modelle für ihre Bausteine auf der Homepage bereit, die kannst Du runterlagen und in die Bibliothek eintragen. Ich nehme an, daß der XR2206 in anderen Programmen auch nicht drin ist.
Open Source gibt es nix, LTSpice oder Target3001-for-PCB-Pool sind Freeware, mit gewissen Einschränkungen. -- Und die Grundgebihr is aa scho drin. DOS is jo nett.. |
klausthal
11.07.2009, 14:00
@ Elektronix
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Simulation von elktronischen Schaltungen |
wenn es dir nicht um eine simulation als selbstzweck geht: das xr2206 ist äußerst einfach u elegant zu beschalten, man kann alles aus dem datenblatt ablesen. für höhere frequenzen bis 10Mhz ist das max038 zu empfehlen. hier ist allerdings eine amplitudenmodulation nicht vorgesehen; b. kainka hat auf seiner HP einen schönen amplitudenmodulator vorgestellt.
klausthal |
hws

59425 Unna, 11.07.2009, 14:33
@ Woto
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Simulation von elktronischen Schaltungen |
» XR2206
sowas simuliert man "mit dem Lötkolben"
Der Baustein erzeugt doch nur Signale für die folgenden Stufen, man kann ihn also durch eine entsprechende Wechselspannungsquelle (auch komplexerer Art) ersetzen und den Rest simulieren. Habe z.B. gerade eine sinusförmige PWM Erzeugung mit 1kHz Grundfrequenz und 20 kHz Takt gemacht.
Nur "aus Spass" mal nen nackten 2206 zu simulieren ist irgendwie sinnfrei und kann nur nem Bastelanfänger einfallen. Daher wirds das Programm wohl nicht geben -
Als Simulator auf Halbleiterebene gibts das sicher. Der Hersteller EXAR hat das - bevor er das IC produzierte - sicher erstmal simuliert, weil "Fehlversuche" in dem Stadium teuer sind.
Aber an das Modell und das Programm wirst du schwerlich rankommen bzw nicht bezahlen wollen.
hws |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 12.07.2009, 10:22 (editiert von schaerer am 12.07.2009 um 10:23)
@ hws
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Hardware Pseudo-Simulation mit Testboards |
» » XR2206
»
» sowas simuliert man "mit dem Lötkolben"
Es braucht dazu keinen Lötkolben, ein Steckboard (Testboard, Steckplatine, Testplatine) eignet sich dafür besser und ist flexibler. Damit verstanden wird, was ich meine, hier das Bild eines Produktes von CONRAD:

Der Link dazu ist leider viel zu gross, um ihn hier einzusetzen.
526851-LN ist die Nummer des abgebildeten Produkts.
Es gibt auch solche Produkte bei FARNELL. 'testplatine' eingeben.
Es gibt Einschränkungen der Anwendung. Fuer HF-Anwendungen ungeeignet, weil der dazu notwenige GND-Plane ist zu schlecht möglich und die "luftigen" Drahtverbindungen haben zuviel parasitäre Induktivität. Das gilt nach meinen Erfahrungen mit solchen Boards weit oben im 10-und sogar 100-MHz-Bereich oder bei Logikschaltungen mit sehr hohen Flankensteilheiten. Advanced-CMOS-Logic geht bestimmt nicht mehr, jedoch HC-MOS, wenn man gewisse Kriterien, wie nicht zu lange Leitungen berücksichtigt.
Man kann mit etwas Geschick auch einen Pseudo-GND-Plane machen: Man schneidet duenne Kupferfolienstreifen aus. Diese positioniert man zwischen den Löchli-Reihen, also zwischen den IC-Anschluessen. An mehreren Stellen, lötet man kleine Drahtstücke in die Löchli-Längszeilen, die man für GND-Verbindungen benutzen will.
Zurück zum XR2206, da sind solche Massnahmen ganz sicher nicht nötig, weil der mit etwa 500 kHz am Ende der Fahnenstange ist.
Als Verbindungsdrähte eignen sich solche mit einem Durchmesser von 0.6 mm. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
greehnorh25

Schweiz, Zürich, 12.07.2009, 11:13
@ schaerer
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Hardware Pseudo-Simulation mit Testboards |

Ausserdem sind die Dinger sehr viel Praxisnaher, als eine Simulation. Bei mir ist es sogar soweit gegangen, dass Pspice etwas anderes angezeigt hatte als Tina industrial-
desswegen, lieber Praxis.-
gruss
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schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 12.07.2009, 11:34
@ greehnorh25
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Hardware Pseudo-Simulation mit Testboards |
» 
»
» Ausserdem sind die Dinger sehr viel Praxisnaher, als eine Simulation. Bei
» mir ist es sogar soweit gegangen, dass Pspice etwas anderes angezeigt
» hatte als Tina industrial-
» desswegen, lieber Praxis.-
Ich selbst habe mit Simulation üeberhaupt keine Erfahrung (altersbedingt, Elektronik-Grufti) und kann im Prinzip nicht mitreden. Trotzdem leuchtet mit ein, wenn man mir begründet erklärt, dass es heute bei komplexen System nicht ohne geht. Wobei, die richtige Einstellung ist auch hier nicht das veraltete Dogma des Entweder-Oder sondern die Haltung des Sowohl-als-auch. Eine Haltung die auch einleuchtet.
Dazu ein Vorwort zu meinen Elektronik-Minikursen:
"Simulieren und Experimentieren, ein Vorwort von Jochen Zilg"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/vorwort.htm -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
Woto

12.07.2009, 12:06
@ schaerer
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Hardware Pseudo-Simulation mit Testboards |
Hallo zusammen,
vielen vielen Dank für eure zahlreichen Antworten zum Thema.
Kurz zu meiner Person: Ich bin blutiger Anfänger auf diesem Gebiet und daher ist es für mich nicht so einfach etwas zusammen zulöten, was dann auch noch funktioniert. Ihr seit alle Profis auf diesem Gebiet, was ich wahrscheinlich nie sein werde.
Der Tip mit dem Testboard ist sehr gut, ich werde mir eins zulegen. Da ich von der Software-Seite komme, dachte ich natürlich als erstes an ein Simulationsprogramm.
Wenn ich erste Ergebnisse habe, werde ich diese hier posten.
Bis denne, Woto |
schaerer

Kanton Zürich (Schweiz), 12.07.2009, 12:40
@ Woto
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Hardware Pseudo-Simulation mit Testboards |
» vielen vielen Dank für eure zahlreichen Antworten zum Thema.
» Kurz zu meiner Person: Ich bin blutiger Anfänger auf diesem Gebiet und
» daher ist es für mich nicht so einfach etwas zusammen zulöten, was dann
» auch noch funktioniert. Ihr seit alle Profis auf diesem Gebiet, was ich
» wahrscheinlich nie sein werde.
Noch nie den James Bond "never say never again" gesehen?
» Der Tip mit dem Testboard ist sehr gut, ich werde mir eins zulegen.
» Da ich von der Software-Seite komme, dachte ich natürlich als erstes an
» ein Simulationsprogramm.
Das ist verständlich. Du wirst später wenn Du mit komplexeren Systemen zu tun hast, dass Beides notwendig ist.
» Wenn ich erste Ergebnisse habe, werde ich diese hier posten.
Gern. Mach es aber bitte so, dass Du dann einen neuen Thread eröffnest und im ersten Posting ein Hinweis mit einem Link zu diesem Thread setzt, damit man sogleich erkennt, worauf der Inhalt aufbaut.
Man muss es deshalb so machen, weil oft schon nach einem Tag ein Thread durch die aktuelle Forumseite durchgelaufen ist. Und wenn man dann im alten Thread erneut postet, erkennen Leute die neu ins Forum einsteigen nicht, was beim aktuellen Thema läuft. -- Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
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Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9 |
klausthal
12.07.2009, 13:41
@ schaerer
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Hardware Pseudo-Simulation mit Testboards |
ich habe mit pspice einen nf-generator auf basis der wienbrücke mit OpAmp simulieren wollen; amplitudenstabilisierung mittels zweier antiparallel geschalteter dioden. das programm raffte aber nicht, dass dioden einen differentiellen widerstand haben, und so schwang der generator entweder nicht an, oder er fuhr nach wenigen zyklen in die begrenzung. da war mein enthusiasmus so ziemlich gestört. vllt hat ein spezialist vor ort mehr fortune?
klausthal |