Hallo,
Elektronix hat es ja schon gesagt - Du brauchst diese Widerstände R1 und R3 und somit die "Spannungsteiler". Nur würde ich die Widerstände weniger als Spannungsteiler betrachten: Der Eingang des OPV ist - wie bereits gesagt - ein virtueller Nullpunkt, hat also Masse-Potential. Somit sind R1 und R3 als Eingangswiderstände zu sehen, die auf 0 Ohm zu setzen w äre keine gute Idee.
Andersrum erklärt: Der OPV versucht an seinen Eingängen das Potenzial des virtuellen Nullpunktes zu erhalten - also in diesem Fall Massepotential. Nehmen wir an, das sei als Ausgangssituation gegeben. Legst du jetzt an einen der Einganswiderstände eine Einspannung, so fließt ein proportionaler Strom in den virtuellen Nullpunkt, der vom OPV sofort als Spannungsdifferenz erkannt. Der OPV erzeugt jetzt an seinem Ausgang eine Spannung, die einen Strom durch R2 zur folge hat, der den durch die Eingangsspannung hervorgerufenen Strom exakt ausgleicht. Das bedeutet, daß bei einem OPV in Verstärkerschaltung die Summe der Ströme in den virtuellen Nullpunkt immer "0" ist - daher wird der virtuelle Nullpunkt auch zuweilen als Summenpunkt bezeichnet. Ganz Ohne Eingangswiderstände müsstest Du also mit unendlich hohen Strömen arbeiten . Hie sei noch angemerkt, daß man für die grundlegende Betrachtung den Widerstand R4 weglassen kann. Wenn die Spannung am virtuellen Nullpunkt wirklkich der Schaltungsmasse entspricht, würde durch ihn ja kein Strom fließen. Daher halte ich die "Spannungsteilerbetrachtung" für sehr unglücklich. Die Eingangswiderstände sind eigentlich eher zusammen mit der Eingangsspannung als Stromquellen zu betrachten.
Viele Grüße
Hartwig |