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Stev

29.01.2008,
12:19
 

Bau eines Umschalters für Gitarreneffekte (Elektronik)

Hi!
Vielleicht könnt Ihr mir ja weiter helfen. Wollte gern wissen, ob die nachstehende Schaltung überhaupt eine Chance hat zu funktionieren, bevor ich sie bau.
Kurze Erläuterung:
Sinn der Schaltung. Ich besitzt 2 Git.-Effekte. Eins ist ein Multieffekt, das andere éin hochwertiger Verzerrer. Beim in Reihe schalten der beiden Effekte geht leider sehr viel Qualität des eigentlichen Signals der Gitarre verloren. Da ich aber das Multieffekt nur zum Solo spielen benötige, nimmt es mir also sinnlos den Sound wenn ich sonst die meiste Zeit Rhythmus spiele.
Die zu sehende Schaltung habe ich bisher mit einem 2-Wechsler Relais realisiert. Von dem knallen und knacken beim Umschalten brauch ich wohl nichts groß erzählen.
Jetzt möchte ich das selbe mit 2 FETs und 2 SperrFETs erreichen. Ich weiß halt nicht, ob ich das Signal zum fließen bekomme wegen dem nötigen Potential. Angenommen ich nehm vielleicht das + von einem Netzteil der Effektgeräte. Sämtliche Masse ist ja miteinander verbunden. Laßt Euch einfach mal die Schaltung durch den Kpof gehen, vielleicht habt Ihe ja ne Idee! Danke !!!

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
29.01.2008,
13:19

@ Stev

Dafür gibts doch Analogschalter ...

Aber auch da muss man was gegen das "Knacken" tun.

Hartes Umschalten - egal ob elektronisch oder mechanisch per Relais - erzeugt meistens Knacken.

Sanft umschalten wäre die Maßnahme.

hws

Thomas Schaerer

Homepage E-Mail

30.01.2008,
07:39

@ hws

Dafür gibts doch Analogschalter ...

» Aber auch da muss man was gegen das "Knacken" tun.
»
» Hartes Umschalten - egal ob elektronisch oder mechanisch per Relais -
» erzeugt meistens Knacken.
»
» Sanft umschalten wäre die Maßnahme.

Richtig, aber einfach nur das Einsetzen von Analog-Switches loest dieses Problem auch noch nicht. Nicht einmal dann wenn man dafuer sorgt, dass im Signal-Nulldurchgang geschaltet wird.

Ich habe dazu mal eine halt leider etwas aufwaendige Schaltung realisiert, die man fuer die vorliegende Anwendung abaendern muesste. Siehe dazu in:

"Der analoge Schalter I (der JFET)"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/anasw1.htm
Siehe Kapitel "Knackfreie Audio-Umschaltung für ein Lautsprecherdemogerät" (Bild 12).

Gruss
Thomas :-D :-D :-D
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker

Stev

30.01.2008,
08:45

@ Thomas Schaerer

Dafür gibts doch Analogschalter ...

Stimmt, die ist wirklich aufwendiger! Trotzdem vielen Dank für die Antworten!
Das mit den Analogschaltern sollte auf jeden Fall ne bessere Lösung sein als mein Relais. Wenn das knacken beim Analogschalter nicht ganz so schlimm ist wie beim Relais, langt mir das schon.
Mal noch Zeichnung. Meine Fragen dazu:
Komme ich mit dem Git.-Signal in den "OUT 1" ?
Da sind doch sicherlich Transistoren drin, die in diese Richtung nicht funktionieren, oder?
2. Wenn doch, kann ich dies Masse genau so schalten?
Habe gehört, daß es gut ist, wenn man die bei Audioanwendungen auch mit schaltet?!

Thomas Schaerer

Homepage E-Mail

30.01.2008,
09:41

@ Stev

Dafür gibts doch Analogschalter ...

» Komme ich mit dem Git.-Signal in den "OUT 1" ?

Das ist okay. Es waere besser wenn "IN/OUT 1" stehen wuerde, weil diese Analogschalter sind immer bidirektional, wie uebrigens auch ein einzelner JFET, dessen Drain und Source vertauschbar sind.

In Analogschaltern hat es MOSFETs und die haben dummerweise zwischen Drain und Source sperrende Dioden. Diese Dioden entstehen bei der Herstellung parasitaer. Sie lassen sich nicht vermeiden. Darum muessen zwei MOSFETs pro Schalter im Einsatz integriert sein. Dazu kannst Du sehr praxisbezogen in meinem folgenden Elektronik-Minikurs lesen wie das funktioniert:

"Der analoge Schalter II"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/anasw2.htm

Starte mit dem Kapitel "Das Transmissions-Gate des MC14066/CD4066 im Detail"

» 2. Wenn doch, kann ich dies Masse genau so schalten?
» Habe gehört, daß es gut ist, wenn man die bei Audioanwendungen auch mit
» schaltet?!

Ich verstehe nicht genau was Du hier meinst. Soviel zur Masse: Wenn diese der Referenzspannung dient, also die Schaltung mit +Ub und -Ub gespiesen wird. Sorge dafuer, dass bei ein- und ausgeschaltetem Analogschalter beide Seiten des Schalters immer moeglichst genau mit GND referenziert sind. So vermeidest Du Knackgeraeusche im leisen oder ganz stillen Betriebszustand beim Schalten.

Wenn Du jetzt an dieser Schaltung baust, und es laeuft nicht, ist es wichtig, dass Du auch das genaue Schaltbild postest.

Gruss
Thomas :-D :-D :-D
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker

Stev

30.01.2008,
10:08

@ Thomas Schaerer

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

Finde das echt gut, das Du hier so schnell, ausführlich und anständig antwortest !:-)
Werde mir auf jeden Fall mal Deine Minikurse durchlesen!

Das klingt ja schonmal super, mit der Schaltung!

Mit der Masse meinte ich: Das ich das selbe Schaltbild dann ein zweites Mal baue und da aber die ganzen "Massen"(-) schalte. So wie ich hörte, sollen auch zuviel, von Netzteilen zusammen geschaltete "Massen" Störgeräusch verursachen. Weiß nicht, ob da was dran ist. Bin da leider nicht so fit, da ich jetzt erst auf Elektroniker für Autom. umgeschult habe.

Du meintest sicherlich, das immer erst die Masse geschalten sein sollte, bevor man das Signal dazu schaltet, oder?

Stev

30.01.2008,
10:19

@ Stev

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

Zusatz:

Mit den ganzen "Massen" von den ich hier rede, meine ich das Referenzpotenzial vom Signal. Also den Schaft vom 6,3 mm Klinkenstecker. Es sind ja in diesem Fall die von der Git., Verstärker, Effekt 1, Effekt 2.

Hoffe das gibt bisschen mehr Aufschluß... :-|

Thomas Schaerer

Homepage E-Mail

30.01.2008,
10:19

@ Stev

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

» Mit der Masse meinte ich: Das ich das selbe Schaltbild dann ein zweites
» Mal baue und da aber die ganzen "Massen"(-) schalte. So wie ich hörte,
» sollen auch zuviel, von Netzteilen zusammen geschaltete "Massen"
» Störgeräusch verursachen.

Die beste Loesung ist natuerlich immer ein GND-Plane, also die obere Printseite moeglichst vollstaendig mit Kupfer abdecken. So ist die GND-Impedanz immer auf sehr niedrigem Niveau.

Bei mehreren Netzteilen und den Anschluss des Leistungsverstaerker sollte man beim Print an der GND-Flaeche einen gemeinsamen Punkt ausmachen wo alle GND-Anschluesse hinkommen. So vermeidet man stoerende Stromschlaufen.

» Du meintest sicherlich, das immer erst die Masse geschalten sein sollte,
» bevor man das Signal dazu schaltet, oder?

Bei einem Analogschalter mag das gehen ohne hoerbare Knacker, weil die Umschalttzeiten extrem kurzzeitig sind. Besser ist es jedoch, wenn der Eingang im aus- und eingeschalten Zustand mit einem relativ hochohmigen Widerstand (nicht zu hoch, vielleicht etwa 100 k-Ohm) referenziert ist.

Gruss
Thomas :-D :-D :-D
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp und Instumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/index.htm#my_literatur
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Stev

30.01.2008,
10:35

@ Thomas Schaerer

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

» Die beste Loesung ist natuerlich immer ein GND-Plane, also die obere
» Printseite moeglichst vollstaendig mit Kupfer abdecken. So ist die
» GND-Impedanz immer auf sehr niedrigem Niveau.
Hab ich das jetzt richtig verstanden, das ich einfach auf die Chipoberseite ein Kupferblech klebe?

Geh jetzt erstmal in die Kandine Frühstücken und zeichne dann mal mein selbst gebautes Edelstahlgehäuse mit Buchsen. Dann werd ich das mal posten. Wäre mir wichtig zu wissen, welche Masseanschlußart Du für besser befindest. Bis gleich..:-)

Thomas Schaerer

Homepage E-Mail

30.01.2008,
11:19

@ Stev

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

» » Die beste Loesung ist natuerlich immer ein GND-Plane, also die obere
» » Printseite moeglichst vollstaendig mit Kupfer abdecken. So ist die
» » GND-Impedanz immer auf sehr niedrigem Niveau.
» Hab ich das jetzt richtig verstanden, das ich einfach auf die
» Chipoberseite ein Kupferblech klebe?

Himmel! Gopf! Neiiiiiiiin! :surprised: :no: :confused: :lookaround:

Da nimmt man doch einen Print mit Kupferflaeche auf beiden Seiten. Sorry, aber das mit dem Kupferblech hat mich jetzt aus den Socken gehauen. :ok: :ok: :ok:

» Geh jetzt erstmal in die Kandine Frühstücken

Mein Tipp fuer die Zukunft: Beginn den Tag erstmal mit dem Fruehstueck.

> und zeichne dann mal mein
» selbst gebautes Edelstahlgehäuse mit Buchsen.

Ein Alugehaeuse tut es laengst auch! Ist leichter zum bearbeiten. Wichtig ist dann, dass das Gehaeuse mit GND, zwecks Abschirmung, verbunden ist.

> Dann werd ich das mal
» posten. Wäre mir wichtig zu wissen, welche Masseanschlußart Du für besser
» befindest. Bis gleich..:-)

Jaja, aber ich habe jetzt auch nicht immer nur dafuer Zeit. Pausen sind angesagt... :-D :-P :-) :-P :-D

Gruss
Thomas :-D :-D :-D
--
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Stev

30.01.2008,
11:32

@ Thomas Schaerer

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

Ups...hab mich mich schön blamiert. Naja. :-)

Natürlich nur wenn Du Zeit hast... :-D

Die Buchsen sind mit dem Gehäuse verschraubt, also auch elek. verbundnen. Innen sind alle Massen nochmal verdrahted. Sinnlos ,was ? Oder vielleicht sogar falsch?!
Hab bei der letzten Probe festgestellt, daß wenn ich das Gehäuse anhebe und z.B. auf meinen Gitarrenkoffer stelle und es auch wieder los lasse, die bisherigen kontinuierlichen Brummgeräusche weg gehen. Vermute mal, daß Netzgabel im Boden verlaufen. Ich denke, ich sollte die Buchsen vom Gehäuse elekt. trennen. Und das Gehäuse vielleicht gar erden.

(Buchse unten rechts ist für den Amp...habsch vergessen, sorry)

Stev

30.01.2008,
12:19

@ Stev

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

Die Sache hat sich, glaub ich gerade in Wohlgefallen aufgelöst. Mein Elektronikhändler will 30 € für einen AD7512DIKN. Kennt jemand einen günstigen Anbieter dieses Bauteils? :-(

Jogi(R)

Da,
30.01.2008,
15:47

@ Stev

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

» Die Sache hat sich, glaub ich gerade in Wohlgefallen aufgelöst. Mein
» Elektronikhändler will 30 € für einen AD7512DIKN. Kennt jemand einen
» günstigen Anbieter dieses Bauteils? :-(

Die 30€ würde ich mir ganz sparen.
Was soll denn bei so einem Dings-Schalt-Krachz Apparat rauskommen, wenn man einen hochgradig brummgefährdeten Gitarrenabnehmer, nicht vernünftig abgeschlossen, nicht vernünftig impedanzgewandelt, auf einen Schalterchip legt?

Maximal eine Brummorgel.

Knacken wird es außerdem weiter, es sei denn man legt alle Ein- und Ausgänge nett über 47k-Widerstände auf Mittenpotential, entkoppelt schön über Kondensatoren richtiger Zeitkonstante, und schaltet mit einem Nulldurchgangsdetektor, und was hat man dann immer noch?

Ebent, einen Tonabnehmer der gerne 1MOhm oder mehr sehen würde und statt dessen auf 47k//47k runtergewürgt, nur flaues höhenlastiges Gekrächze abgibt.

Btw. Ob das Grundproblem überhaupt eines ist (mehrere Effektgeräte, nur wie), oder eine ungeschickte Anhäufung falscher Gerätschaften, bzw. wie Gitarristen sowas handhaben, kann am Besten jemand sagen der selber Erfahrungen auf dem Gebiet hat, einfach mal den Carsten Wallner hier@elko fragen!

--
Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.

Stev

30.01.2008,
16:04

@ Jogi

Dafür gibts doch Analogschalter ...ein Glück !!!!

» Ebent, einen Tonabnehmer der gerne 1MOhm oder mehr sehen würde und statt
» dessen auf 47k//47k runtergewürgt, nur flaues höhenlastiges Gekrächze
» abgibt.

Soviel ich nachlesen kann, hat mein DiMario Blaze 20 KOhm...

Ich bau die Sache jetzt einfach mal mit JFETs. Mal sehn was rauskommt...