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Franz

E-Mail

21.01.2008,
23:13
 

Verständnisprobleme mit Rückkopplung (Elektronik)

Ich bin mir nicht ganz schlüssig, wie ein gegengekoppelter OP (nicht-invertierender Eingang auf Masse) am invertierenden Eingang auf Masse gezogen wird.
So weit versteh ichs noch:
Eine Eingangsspannung bewirkt eine Ausgangsspannung mit anderem Vorzeichen, die der Eingangsspannung entgegenwirkt.
Jetzt schauts mit dem Verständnis nicht mehr so gut aus: Wird dann die Eingangsspannung kurzzeitig negativ oder nicht? Wie läuft das dann weiter?
Gruß, Franz

Marius

22.01.2008,
00:46

@ Franz

Verständnisprobleme mit Rückkopplung

Also das alles zu erklären dauert leider zu lange. Aber google mal unter OPV und versuche mal eine "innere" Verschaltung eines OPV´s herauszubekommen. Das sind 2 Verstärkerstufen(manchmal auch mehr)mit quasi 2x Basisanschlüssen. Je nach dem welche interne Transistorschaltung welches Potential bekommt, ändert sich die Ausgangsspannung am OPV. Rückkopplung heißt ja in dem Sinne, ich führe die Ausgangsspannung zurück auf den Eingang. Mache ich das nicht, hat der OPV eine Eigenverstärkung nahezu unendlich groß (unendlich heißt hier..geht bis zur Höhe der Betriebsspannung). Legst Du einen Anschluss direkt auf Masse, hast Du schon ein Potential vorgegeben und die andere interne Transistorstufe bildet Dein Eingang, dessen Verstärkung oder Dämpfung Du mit einer Rückkopplung festlegen kannst.

Ich hab doch mal gegoogelt: Das ist ein handelsüblicher OPV, gut zu erkennen sind die 2 Eingänge der J-FET-Stufe

http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/9333/NSC/TL082.html

erikl(R)

E-Mail

Prien,
22.01.2008,
12:25

@ Franz

Verständnisprobleme mit Rückkopplung

» Ich bin mir nicht ganz schlüssig, wie ein gegengekoppelter OP
» (nicht-invertierender Eingang auf Masse) ...

Ich nehme an, Du meinst diese Schaltung
(Bild aus dem Elko-Schaltungstechnik-Thema):
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210141.htm

» ... am invertierenden Eingang auf Masse gezogen wird.
» So weit versteh ichs noch:
» Eine Eingangsspannung bewirkt eine Ausgangsspannung mit anderem Vorzeichen,
» die der Eingangsspannung entgegenwirkt.

Richtig.

» Jetzt schauts mit dem Verständnis nicht mehr so gut aus: Wird dann die
» Eingangsspannung kurzzeitig negativ oder nicht? Wie läuft das dann
» weiter?

Angenommen, die beiden Widerstände R2 & R1 seien gleich groß (Spannungsverstärkung Vu = -1), dann ist bei einer Eingangsspannung Ue=-1V die Ausgangsspannung Ua=+1V , und bei Ue=-1mV ist Ua=+1mV (bei einem idealen OpAmp mit Offsetspannung=0), und dementsprechend wäre dann bei Ue=(-)0mV die Ausgangsspannung Ua=(+)0mV.

Für positive Eingangsspannungen Ue funktioniert das natürlich nur, wenn der OpAmp mit einer zusätzlichen negativen Betriebsspannung versorgt wird (z.B. 2 symmetrische Versorgungsspannungen), sonst kann die Ausgangsspannung Ua selbstverständlich nicht negativ werden.

--
Gruß, erikl