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Mic

E-Mail

12.01.2008,
12:01
 

"Spitzenwertschaltung"? (Elektronik)

Hallo zusammen!

Ich möchte gern eine handelsübliche 12V-5W-Lampe durch LEDs ersetzen. Diese Lampe besitzt allerdinge ein vorgeschaltetes Steuergerät mit so genannter Kaltfadenbrucherkennung, d.h. wenn man anstelle der Glühlampe einfach eine LED anschließt, wird diese Beleuchtungsstelle als defekt erkannt und abgeschalten.

Ich hatte vor geraumer Zeit hier schon einmal nach etwas Ähnlichem gesucht. Da wurde mir empfohlen eine Art "Spitzenwertschaltung" vor die LEDs zu schalten. Eine Schaltung, die im Einschaltmoment (ca. 1%) einen sehr hohen Strom und folgend (ca. 99%) gar keinen Strom mehr fließen lässt. Dies wiederholt sie in sehr kurzen Abständen, sodass ähnlich einer PWM-Dimmerschaltung eine Rechteckwechselspannung entsteht, die die LEDs aber nicht "finsterer" leuchten lässt.

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Leider weiß ich nicht mehr, wie sich eine solche Schaltung genau nennt und finde sie deshalb in den DSE-FAQ nicht wieder. Kann mir daher bitte jemand weiterhelfen? Auch für weitere Tipps bin ich natürlich dankbar. Vielen Dank im Voraus!

Grüße,
Mic.

erikl(R)

E-Mail

Prien,
12.01.2008,
16:41

@ Mic

"Spitzenwertschaltung"?

» ... und finde sie deshalb in den
» DSE-FAQ nicht wieder. Kann mir daher bitte jemand weiterhelfen?

"Kaltfadenbrucherkennung" war Dein Thread-Thema damals, Mic:
http://www.elektronik-kompendium.de/forum/forum_entry.php?id=53393
Was hast Du inzwischen ausprobiert?

--
Gruß, erikl

Mic

E-Mail

12.01.2008,
18:51

@ erikl

"Spitzenwertschaltung"?

Hallo an "erkil" und alle anderen Helfenden!

Zunächst einmal danke für deine schnelle Antwort. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass ich bisher noch gar nichts ausprobiert habe. Mir fehlte leider absolut die Zeit für meine "Hobbybastelei". Erst jetzt möchte ich mich mit einer neuen Idee wieder an dieser Thematik versuchen.

Aus meinem alten Thread - den ich leider nicht wieder gefunden hatte - entnehme ich die von dir gepostete Idee namens DutyCycle (Spitzenstrom-Schaltung). Leider finde ich nun wider erwarten in den DSE-FAQ doch nichts dazu. Kannst du mir evtl. eine solche Schaltung posten?

Um meine Idee mal noch etwas zu konkretisieren. Es geht mir nicht wie damals darum käufliche LED-Lampen als Ersatz für handelsübliche 12V/21W-Lampen einzusetzen. Ich möchte mir dieses Mal eine Art LED-Platine bauen, die gleichzeitig Rücklicht und Stopplicht ist. Aussehen soll das am Ende prinzipiell wie beim aktuellen Audi A6 Avant. Ich denke, diese tollen LED-Rücklichter kennt jeder.

Ich möchte aber auch gleich die Kritiker im Forum besänftigen. Ich weiß, dass solch ein Umbau im Rahmen der StVZO nicht erlaubt ist. Dafür ist der Spaß aber auch nicht gedacht. Mich interessiert erst einmal nur, ob und wie das möglich ist.

Für diese Sache bin ich auch noch auf der Suche nach geeigneten Leuchtdioden. Welche Lichtleistung (mcd) ist wirklich notwendig dafür? Welcher Abstrahlwinkel ist mindestens erforderlich? Sollte man hinter einem roten Glas wirklich lieber rote LEDs oder doch weiße einsetzen? Woher bekomme ich günstig passende LEDs?

Also schon mal danke für alle hilfreichen Tipps.

Grüße,
Michael.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

13.01.2008,
11:30

@ Mic

LEDs für KFZ-Anwendungen.

» Für diese Sache bin ich auch noch auf der Suche nach geeigneten
» Leuchtdioden.

Das beste wäre, Du würdest die gleichen LEDs nehmen, die auch im Audi verwendet werden.

» Welche Lichtleistung (mcd) ist wirklich notwendig dafür?

Die Helligkeit von Lichtquellen (genauer gesagt, den
Lichtstrom) misst man in Lumen und nicht in cd. Die cd
geben nur an, wie stark das Licht gebündelt wird.
Für vergleichbare Helligkeit brauchst Du also ca. 300lm.
Den Lumenwert findet man in besseren Datenblättern für
LEDs. Je nach dort angegebenen Wert musst Du dann eine
entsprechende Anzahl von LEDs nehmen. Bei Standard-LEDs
dürften das einige Hundert sein.

» Welcher Abstrahlwinkel ist mindestens erforderlich?

Das siehst Du am besten in der StVZO nach. Zu stark
gebündelt hat wohl keinen Sinn, da man die Leuchten
auch von der Seite sehen können muss. Das gilt insbe-
sondere für die Rückleuchten. Da muss auch bei 90 Grad noch eine recht hohe Helligkeit vorhanden sein.

» Sollte man hinter
» einem roten Glas wirklich lieber rote LEDs oder doch weiße einsetzen?

Weisse LEDs erzeugen so gut wie kein rotes Licht.
Deshalb sind sie hier unbrauchbar.

» Woher bekomme ich günstig passende LEDs?

Bei google wirst Du mit Angeboten von LEDs regelrecht
erschlagen. "Günstig" werden entsprechen helle LEDs allerdings nicht sein.
Gruss
Harald

hws(R)

E-Mail

59425 Unna,
13.01.2008,
17:33

@ Mic

"Spitzenwertschaltung"?

» .. Es geht mir nicht wie
» damals darum käufliche LED-Lampen als Ersatz für handelsübliche
» 12V/21W-Lampen einzusetzen. Ich möchte mir dieses Mal eine Art LED-Platine
» bauen, die gleichzeitig Rücklicht und Stopplicht ist.

Und wo ist der Unterschied? Bis darauf, dass du das mechanisch anders lösen willst (alles auf einer Platine) und statt käuflicher Led-Lampen jetzt die LED's mit den Vorwiderständen selbst zusammenlöten möchtest ..

Es ist dasselbe Vorhaben (wenn ich's richtig verstanden habe?)

hws

Mic

E-Mail

13.01.2008,
18:09

@ Harald Wilhelms

LEDs für KFZ-Anwendungen.

Hallo Harald Wilhelms!

Zunächst einmal danke für deine Antworte.

1.) Leider habe ich noch niemand gefunden, der Rücklichter herstellt, und der mir freiwillig sagt, was er für LEDs verbaut. Ich glaube sogar die originalen kann ich nicht verwenden. Ich möchte eine Art Platine bauen, in die ich die LEDs (normale runde Bauform) von hinten einstecke. Die LEDs, die z.B. Audi im Original verwendet sind in einer Art SMD-Bauform und strahlen von hinten in einen entsprechenden verchromten Reflektor ein. Solch ein Teil herzustellen, ist mir aber nicht möglich. Daher möchte ich es ähnlich den käuflich erhältlichen Tuning-LED-Rücklichtern machen, wo normale runde LEDs eingesetzt werden.

2.) Diese Problematik mit dem Lichtstrom (Lumen) habe ich mir auch schon im Internet angelesen. Das Problem ist nur, dass 90% aller Händler von LEDs einen Wert in mcd angeben. Die Umrechnung in Lumen ist, wie ich gelesen habe, aber wohl nur näherungsweise unter idealisierten Bedingungen möglich. Kann man eigentlich ausgehen, dass sich der Lichtstrom in Abhängigkeit der Anzahl der LEDs linear verhält, dass mal also bei Verwendung von zwei LEDs auch den doppelten Lichtstrom erhält? Somit würde das die Berechnung der Anzahl erleichtern.

Zu dieser Problematik kommt noch folgendes. LEDs mit einem hohen Abstrahlwinkel, haben eher eine geringe Lichtleistung und umgekehrt. Weiterhin erreichen angebotene weiße LEDs i.d.R. eine weit höhere Lichtleistung als rote.

3.) Was den Abstrahlwinkel angeht, so habe ich im Internet verschiedene Werte gefunden. Manch einer geht davon aus, dass man LEDs mit einem Abstrahlwinkel mindestens 15° benötigt. An anderer Stelle habe ich aber gefunden, dass man LEDs mit Winkeln zwischen 60° und 90° verwenden soll. (Sehr schwer zu beschaffen, oder?) Die seitliche Abstrahlung wollte ich evtl. nach dem Prinzip von Volvo lösen. Da wurden einfach an der Seite noch vier rote LEDs ähnlich Seitenbegrenzungsleuchten angebracht.

4.) Google und Co. habe ich schon befragt. Das Problem ist da aber eben die Überschüttung mit Angeboten. Ich tue mich da eben schwer zu sagen: Das ist eine gute und das ist eine ungeeignete LED.

Grüße und Danke,
Michael.

Mic

E-Mail

13.01.2008,
18:16

@ hws

"Spitzenwertschaltung"?

Hallo „hws“!

Du hast natürlich Recht, die Problematik ist dieselbe aber es ist sozusagen nicht dasselbe „Projekt“. Damals ging es um Blinkerlämpchen und dieses Mal um Rücklichter.

Ich habe mittlerweile auch den entsprechenden Eintrag im ElKo gefunden. Leider habe ich mit meinen Anfängerkenntnissen noch ein paar Denkprobleme über die Funktion dieser DutyCycle-Schaltung. Für mich schaut das zunächst erst einmal wie eine Art PWM-Dimmerschaltung aus. Ich kann da nicht erkennen, wie da im Einschaltmoment (1%) 1,75 Ampere Strom durch LEDs geboxt wird, die von sich aus weit geringere Ströme abnehmen, sodass die Elektronik denkt, es sei eine normale 21-Watt-Glühlampe mit 6,7 Ohm Widerstand angeschlossen (bzw. 28,8 Ohm bei 5 Watt).

Die LEDs sollen ja durch diese Schaltung nicht dunkler leuchten, sondern mit voller Helligkeit.

Ich hoffe, mir kann da noch auf die Sprünge geholfen werden.

Grüße und Danke,
Michael.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

14.01.2008,
08:28
(editiert von Harald Wilhelms
am 14.01.2008 um 08:32)


@ Mic

LEDs für KFZ-Anwendungen.

» Ich möchte eine Art Platine bauen, in
» die ich die LEDs (normale runde Bauform) von hinten einstecke.

Du meinst also normale Standard-LEDs? Da wirst Du, wie
bereits gesagt, einige Hundert brauchen. Besser geeignet
wären Luxeon-LEDs mit 1...5W.

» Die LEDs, die z.B. Audi im Original verwendet sind in einer Art SMD-Bauform und
» strahlen von hinten in einen entsprechenden verchromten Reflektor ein.

Damit erreichen die die richtige Lichtverteilung.

» Solch ein Teil herzustellen, ist mir aber nicht möglich. Daher möchte ich
» es ähnlich den käuflich erhältlichen Tuning-LED-Rücklichtern machen, wo
» normale runde LEDs eingesetzt werden.

» 2.) Diese Problematik mit dem Lichtstrom (Lumen) habe ich mir auch schon
» im Internet angelesen. Das Problem ist nur, dass 90% aller Händler von
» LEDs einen Wert in mcd angeben.

Dann würde ich da kaufen, wo es für die LEDs auch
vernünftige Datenblätter gibt.

» Die Umrechnung in Lumen ist, wie ich
» gelesen habe, aber wohl nur näherungsweise unter idealisierten Bedingungen
» möglich. Kann man eigentlich ausgehen, dass sich der Lichtstrom in
» Abhängigkeit der Anzahl der LEDs linear verhält, dass mal also bei
» Verwendung von zwei LEDs auch den doppelten Lichtstrom erhält?

Ja.

» Somit würde das die Berechnung der Anzahl erleichtern.
»
» Zu dieser Problematik kommt noch folgendes. LEDs mit einem hohen
» Abstrahlwinkel, haben eher eine geringe Lichtleistung und umgekehrt.

Nein. Die "Lichtleistung" bzw. der Lichtstrom ist bei
beiden gleich. Natürlich erscheint beim direkten Hinein-
sehen die stärker gebündelte LED heller. Ein 60W Auto-
Scheinwerfer erscheint einem ja auch wesentlich heller
als eine 60W Wohnzimmerlampe.

» Weiterhin erreichen angebotene weiße LEDs i.d.R. eine weit höhere
» Lichtleistung als rote.

Das stimmt nicht. Zur Ermittlung des Lichtstroms spielt
auch die Farbe eine Rolle. Bei "Rot" ist nun mal das
Auge wesentlich unempfindlicher als bei "Grün".

» 3.) Was den Abstrahlwinkel angeht, so habe ich im Internet verschiedene
» Werte gefunden. Manch einer geht davon aus, dass man LEDs mit einem
» Abstrahlwinkel mindestens 15° benötigt. An anderer Stelle habe ich aber
» gefunden, dass man LEDs mit Winkeln zwischen 60° und 90° verwenden soll.
» (Sehr schwer zu beschaffen, oder?)

Du kannst die Lichtverteilung natürlich auch dadurch
beeinflussen, indem Du die LEDs gezielt in verschiedene
Winkel biegst. (Und anschliessend mit Kleber fixierst.)

» 4.) Google und Co. habe ich schon befragt. Das Problem ist da aber eben
» die Überschüttung mit Angeboten. Ich tue mich da eben schwer zu sagen: Das
» ist eine gute und das ist eine ungeeignete LED.

Nun, der Wirkungsgrad in Lumen pro Watt ist schon ein
gutes Merkmal. Vergleichen kann man da aber nur LEDs
mit gleicher Lichtfarbe. Ob nun wenige helle LEDs oder
viele dunkle preislich günstiger sind, musst Du selbst
ausrechnen. Der Vergleichswert sind aber die Lumen
und nicht die Candela.
Gruss
Harald

Mic

E-Mail

14.01.2008,
11:12

@ Harald Wilhelms

LEDs für KFZ-Anwendungen.

Hallo Harald Wilhelms!

Ja, ich hatte von der Bauform her an normale LEDs gedacht. Die gibt es ja nun auch schon mit einer ansprechenden Lichtstromstärke. Da ist es nur schwierig welche zu finden, wo der Strahl nicht zu stark gebündelt ist. Beispielsweise bei folgendem zugegeben recht teurem Modell liegt der Winkel aber bei 85°:

http://www.leds.de/p49/Standard_LEDs/LEDs_5mm/Power_LEDs/05Watt_LED_rot_18000mcd_85_5mm_21V.html

Hier ist zwar auch (wie leider meistens) der Wert von 18000mcd angegeben, rechnet man das aber mal um, kommt man auf einen Lichtstrom von 29.7 Lumen. Das wiederum würde bedeuten, man benötigt gerade mal 12 Leuchtdioden dieser Sorte, um eine Glühlampe 12V 21W zu ersetzen und nur sechs um eine Glühlampe 12V 10W zu ersetzen (vorausgesetzt eine 10W-Lampe hat etwa die halbe Lichtleistung, wie eine 21W-Lampe). Der Lichtwirkungsgrad läge bei diesen LEDs übrigens bei 59,4 lu/W.

Im Internet habe ich auch weiterhin gelesen, dass gerade beim hellen Stopplicht keine Streuung zur Seite erforderlich ist. Da normale Glühlampen aber eben doch streuen, spricht man davon, dass die Lichtstärke, die von der 21W-Lampe (350 Lumen) tatsächlich Signalwirkung hat, etwa 280 bis 300 Lumen beträgt.

Alternativ hatte ich auch schon an diese vierbeinigen Superflux-oder Luxeon-LEDs gedacht. Da habe ich aber keine echt gute Idee, wie ich sie ordentlich hinter einem Klarglas verbauen kann. Warum haben diese LEDs eigentlich vier Beinchen? Was macht sie so besonders?

Kann man bei LEDs eigentlich davon ausgehen, dass wenn man den Vorwiderstand (bei 12V-Anlage) verdoppelt, sich ihre Helligkeit halbiert? Oder wie müsste man das berechnen? Ich würde eben gern einen Teil der LEDs als Stopp- und Rücklicht nutzen und einen Teil bei Stopplicht noch dazu schalten. Grob abgeschätzt und je nach Größe und Bauform der LEDs rechne ich damit, dass ich wohl ca. 15 LEDs für das Rücklicht gebrauchen werde und ca. weitere 10 (Summe 25) für das Stopplicht.

Ich habe auch gelesen, dass es besser ist LEDs parallel und alle mit einem eigenen Vorwiderstand anzuschließen. Abgesehen von der Sicherheit (wenn eine ausfällt, leuchten die anderen weiter), was spricht gegen eine Reihenschaltung oder gemeinsame Vorwiderstände? Vielleicht könnte man ja mit geschickten Zusammenschaltungen (in Reihe, parallel) Widerstands- und Leistungsaufnahmewerte so beeinflussen, dass die Bordelektronik gar nicht merkt, dass es keine Glühlampe sondern LEDs sind?

Was die DutyCycle-Schaltung angeht, bin ich aber immer noch nicht schlauer geworden. Mir kam aber eine andere Idee. Wenn die Bordelektronik den Widerstand der Glühlampen nur im Einschaltmoment überprüft, könnte man doch nur in diesem Moment eine Glühlampe vorgaukeln. Vielleicht gibt es irgendein elektronisches Bauteil, was nur im Einschaltmoment für – sagen wir mal – eine Sekunde Strom fließen lässt und dann ganz abschaltet. Dann könnte man zu der gesamten LED-Konstruktion einen einfachen 1W-Widerstand der entsprechenden Stärke (6,7 Ohm bzw. 28,8 Ohm) parallel schalten. Einen kurzen Moment hält der die Überbelastung von 21 Watt (bzw. 10 Watt) sicher aus ohne sehr heiß zu werden oder sich zu zerstören. Oder was denkst du?

Grüße,
Michael.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

14.01.2008,
13:33
(editiert von Harald Wilhelms
am 14.01.2008 um 13:34)


@ Mic

LEDs für KFZ-Anwendungen.

» Hallo Harald Wilhelms!
»
» Ja, ich hatte von der Bauform her an normale LEDs gedacht. Die gibt es ja
» nun auch schon mit einer ansprechenden Lichtstromstärke. Da ist es nur
» schwierig welche zu finden, wo der Strahl nicht zu stark gebündelt ist.
» Beispielsweise bei folgendem zugegeben recht teurem Modell liegt der
» Winkel aber bei 85°:
»
» http://www.leds.de/p49/Standard_LEDs/LEDs_5mm/Power_LEDs/05Watt_LED_rot_18000mcd_85_5mm_21V.html
»
» Hier ist zwar auch (wie leider meistens) der Wert von 18000mcd angegeben,
» rechnet man das aber mal um, kommt man auf einen Lichtstrom von 29.7
» Lumen. Das wiederum würde bedeuten, man benötigt gerade mal 12
» Leuchtdioden dieser Sorte, um eine Glühlampe 12V 21W zu ersetzen und nur
» sechs um eine Glühlampe 12V 10W zu ersetzen (vorausgesetzt eine 10W-Lampe
» hat etwa die halbe Lichtleistung, wie eine 21W-Lampe). Der
» Lichtwirkungsgrad läge bei diesen LEDs übrigens bei 59,4 lu/W.

Ein derart hoher Wirkungsgrad erscheint mir unwahrschein-
lich. Bislang bin ich davon ausgegangen, das sich solche
LEDs noch im Laborstadium befinden. Irgendwie erscheint
mir das Datenblatt auch etwas widersprüchlich. Einerseits
wird von 0,5W gesprochen, andererseits wir der typ. Strom
mit 60mA angegeben, was mal gerade 126mW ergibt. Selbst
der zulässige max. Strom ergibt nur ein Viertel Watt.

» Kann man bei LEDs eigentlich davon ausgehen, dass wenn man den
» Vorwiderstand (bei 12V-Anlage) verdoppelt, sich ihre Helligkeit halbiert?

Ja.

» Oder wie müsste man das berechnen?

Dafür gibts hier im ElKo einen Vorwiderstandsrechner.
Ansonsten reicht dafür auch das Ohmsche Gesetz.

» Ich würde eben gern einen Teil der LEDs
» als Stopp- und Rücklicht nutzen und einen Teil bei Stopplicht noch dazu
» schalten. Grob abgeschätzt und je nach Größe und Bauform der LEDs rechne
» ich damit, dass ich wohl ca. 15 LEDs für das Rücklicht gebrauchen werde
» und ca. weitere 10 (Summe 25) für das Stopplicht.

Hmm ein Problem dabei ist noch, das für beide eine
unterschiedliche Streuung benötigt wird

» Ich habe auch gelesen, dass es besser ist LEDs parallel und alle mit einem
» eigenen Vorwiderstand anzuschließen. Abgesehen von der Sicherheit (wenn
» eine ausfällt, leuchten die anderen weiter), was spricht gegen eine
» Reihenschaltung oder gemeinsame Vorwiderstände? Vielleicht könnte man ja
» mit geschickten Zusammenschaltungen (in Reihe, parallel)

Die sog. gemischte Schaltung, also ca. 4LEDs in Reihe
und so viele Stränge parallel wie nötig dürfte hier das
Beste sein.
Gruss
Harald

x y

14.01.2008,
13:49

@ Harald Wilhelms

LEDs für KFZ-Anwendungen.

» » Lichtwirkungsgrad läge bei diesen LEDs übrigens bei 59,4 lu/W.
»
» Ein derart hoher Wirkungsgrad erscheint mir unwahrschein-
» lich. Bislang bin ich davon ausgegangen, das sich solche
» LEDs noch im Laborstadium befinden.

60lm/W gibts, und ist durchaus bezahlbar. Auch 100lm/W ist schon Serie, allerdings deutlich teuerer. Mittlerweile gibts auch mehrere Hersteller, die das hinbekommen.

Mic

E-Mail

14.01.2008,
13:59

@ Harald Wilhelms

LEDs für KFZ-Anwendungen.

Hallo Harald!

Danke für deine erneut schnelle Antwort.

Was diese besagte LED angeht, so ist ja auch zu lesen, dass sie neuartig ist. Die Werte hatte ich bisher noch gar nicht so genau angesehen. Mein Taschenrechner stimmt dir aber nun zu. Das ist etwas widersprüchlich. Jetzt weiß ich bloß nicht, wie Leistung und Lichtstärke von einander abhängen. Rechnet man mal linear von 0,5W/18000mcd auf 0,126W runter, kommt man gerade mal noch auf 4500mcd, was etwa 7,5lu entsprechen würde. Dann wäre es wieder eine normale LED, würde ich sagen und deren notwendige Anzahl wäre mit 47 (bei 21W) bzw. 23 (bei 10W) wieder zu hoch.

Es muss aber leistungsstarke LEDs in Standardbauform geben, von denen man nur moderate Anzahlen benötigt, um eine 21W-Lampe zu ersetzen. Beispielsweise die Firma InPro bietet LED-Tuning-Rücklichter (mit ABE) an, die für das Stopplicht lediglich 11 rote LEDs in normaler Bauform benötigen. Dabei haben diese nicht mal einen Reflektor (schwarzes Kunststoffgehäuse).

Was die Streuung angeht, so finde ich das nicht als allzu großes Problem. Wenn man LEDs mit einem Abstrahlwinkel von 85° verwendet, denke ich, dass das ausreicht. Selbst moderne Rücklichter mit Klarglasscheiben und Glühlampen streuen gar nicht mehr so stark zur Seite ab. Mithilfe des Reflektors wird das Licht durch recht „zielstrebig“ nach hinten gebündelt, sodass diese i.d.R. auch heller erscheinen als klassische Streuscheiben-Rücklichter. Hier kann ich auch wieder auf die besagten InPro-Rücklichter oder die Rücklichter am Audi A6 verweisen. Bei beiden werden Teile der LEDs als Rück- und Stopplicht verwendet. Und wie gesagt, notfalls kann man seitlich noch drei oder vier „Seitenmarkierungs-LEDs“ anbringen. Auf der anderen Seite denke ich, dass Stopplichter, die doch etwas mehr streuen nicht problematisch sind.

Genau das meinte ich, eine gemischte Schaltung. Du hättest also keine Bedenken LEDs in Reihe zu schalten und mehrere an einen Vorwiderstand zu hängen? Ich bin mir nur noch unsicher, ob man mit LEDs, egal wie geschickt man sie verschaltet, wirklich die Werte einer Glühlampe (z.B. 10W/14,4Ohm) erreicht, dass das Steuergerät besänftigt ist. Ideal wäre es aber, da somit die Überwachung erhalten bleibt und ich weniger Elektronik im engen Rücklicht unterbringen müsste.

Grüße,
Michael.

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

14.01.2008,
14:17

@ Mic

LEDs für KFZ-Anwendungen.

» Was diese besagte LED angeht, so ist ja auch zu lesen, dass sie neuartig
» ist. Die Werte hatte ich bisher noch gar nicht so genau angesehen. Mein
» Taschenrechner stimmt dir aber nun zu. Das ist etwas widersprüchlich.
» Jetzt weiß ich bloß nicht, wie Leistung und Lichtstärke von einander
» abhängen. Rechnet man mal linear von 0,5W/18000mcd auf 0,126W runter,
» kommt man gerade mal noch auf 4500mcd, was etwa 7,5lu entsprechen würde.

Ja, das wird wohl so etwa hinkommen. Anscheinend kannst
Du sie ja auch noch mit dem doppelten Strom (120mA)
betreiben.

» Dann wäre es wieder eine normale LED, würde ich sagen und deren notwendige
» Anzahl wäre mit 47 (bei 21W) bzw. 23 (bei 10W) wieder zu hoch.

» Es muss aber leistungsstarke LEDs in Standardbauform geben, von denen man
» nur moderate Anzahlen benötigt, um eine 21W-Lampe zu ersetzen.
» Beispielsweise die Firma InPro bietet LED-Tuning-Rücklichter (mit ABE) an,
» die für das Stopplicht lediglich 11 rote LEDs in normaler Bauform
» benötigen. Dabei haben diese nicht mal einen Reflektor (schwarzes
» Kunststoffgehäuse).

Manchmal werden dann aber die LEDs stark überlastet,
sodas auch die Lebensdauer kaum noch grösser als bei
einer Glühlampe ist.

» Genau das meinte ich, eine gemischte Schaltung. Du hättest also keine
» Bedenken LEDs in Reihe zu schalten und mehrere an einen Vorwiderstand zu hängen?

Nein, nur jeder Strang braucht seinen eigenen Vorwider-
stand.

» Ich bin mir nur noch unsicher, ob man mit LEDs, egal wie geschickt
» man sie verschaltet, wirklich die Werte einer Glühlampe (z.B. 10W/14,4Ohm)
» erreicht, dass das Steuergerät besänftigt ist.

Tja, das musst Du wohl schon selbst ausprobieren.

» Ideal wäre es aber, da
» somit die Überwachung erhalten bleibt und ich weniger Elektronik im engen
» Rücklicht unterbringen müsste.

Hast Du Dir denn schon überlegt, wie Du die LEDs kühlen
willst? Bei zu hohen Temperaturen geht sowohl deie Lebens-
dauer wie auch die Helligkeit zurück.
Gruss
Harald

Mic

E-Mail

14.01.2008,
14:51

@ Harald Wilhelms

LEDs für KFZ-Anwendungen.

Hallo nochmal!

Wenn man auf der Webseite schaut, wo diese 0,5W-LEDs angeboten werden, findet man Forenbeiträge von Leuten, die diese ausprobiert haben. Es ist zu lesen, dass diese LED dennoch um einiges heller ist, als herkömmliche LEDs dieser Größe und Bauform.

Ich kann mich eben von dieser Bauform noch nicht so recht lösen. Ich glaube auch nicht, dass LEDs in käuflichen LED-Rücklichtern überlastet werden. LEDs werden ja jetzt überall eingesetzt. Es gibt ja nun schon LED-Blinker, LED-Tagfahrlicht und LED-Nebelscheinwerfer sind in den Startlöchern.

Was das „Austricksen“ des Steuergeräts angeht, ob man davon ausgehen kann, wenn man rein rechnerisch LEDs so verschaltet, dass deren gemeinsamer Widerstand und deren gemeinsame Stromaufnahme einer Glühlampe ähnelt, diese auch als funktionierende Glühlampe detektiert wird?

Die Problematik mit dem Kühlen war mir bisher noch gar nicht so bewusst geworden. Da habe ich leider noch keine so echt gute Idee, wie man das lösen könnte. Kennst du da auf Anhieb gute Lösungen?

Um noch einmal alle Fragen, die so bisher im Raum standen, in einen Topf zu werfen. Was für eine LED und was für „Zubehör“ würdest du mir denn evtl. empfehlen?

Ich habe jetzt auch schon Empfehlungen gelesen, wo man lieber solch eine LED Luxeon K2 gefunden.
http://www.leds.de/p497/High-Power_LEDs/LUXEON_K2/LUXEON_K2_LXK2-PD12-R00_rot_75lm.html
Sie leistet 75 Lumen und strahlt 140° ab. Da bräuchte man dann nur noch wenige LEDs (5 Stück bei 21W und 3 Stück bei 10W). Dafür werden die Dinger scheinbar relativ heiß und lassen sich eben nicht so verbauen, wie ich es vor hatte. (und sind recht teuer). Diese LEDs wären auch das andere Extrem. Nur 3 LEDs zu verwenden wäre mir viel zu wenig. Das würde die Fläche meines Rücklichts nie ausnutzen und sähe sicher – sagen wir mal – unschön aus.

Grüße,
Michael.

So sehen übrigens die LEDs auf Glühlampenersatz-LED-Lämpchen aus (siehe Bild):

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

14.01.2008,
15:14

@ Mic

LEDs für KFZ-Anwendungen.

» Wenn man auf der Webseite schaut, wo diese 0,5W-LEDs angeboten werden,
» findet man Forenbeiträge von Leuten, die diese ausprobiert haben. Es ist
» zu lesen, dass diese LED dennoch um einiges heller ist, als herkömmliche
» LEDs dieser Größe und Bauform.

Das denke ich auch. Schliesslich werden Standard LEDs
mit 20 und nicht mit 120mA betrieben

» Ich kann mich eben von dieser Bauform noch nicht so recht lösen. Ich
» glaube auch nicht, dass LEDs in käuflichen LED-Rücklichtern überlastet
» werden.

Kann man bei den "dritten Bremslichtern" zum Nachrüsten
ständig auf den Strassen beobachten.

LEDs werden ja jetzt überall eingesetzt. Es gibt ja nun schon
» LED-Blinker, LED-Tagfahrlicht und LED-Nebelscheinwerfer sind in den
» Startlöchern.

Sofern die direkt vom Auto-Hersteller kommen, sehe ich
da auch kein Problem. Bei Nachrüstern dagegen wird da
gern mal gefuscht.

» Was das „Austricksen“ des Steuergeräts angeht, ob man davon ausgehen kann,
» wenn man rein rechnerisch LEDs so verschaltet, dass deren gemeinsamer
» Widerstand und deren gemeinsame Stromaufnahme einer Glühlampe ähnelt,
» diese auch als funktionierende Glühlampe detektiert wird?
»
» Die Problematik mit dem Kühlen war mir bisher noch gar nicht so bewusst
» geworden. Da habe ich leider noch keine so echt gute Idee, wie man das
» lösen könnte. Kennst du da auf Anhieb gute Lösungen?

Du könntest z.B. eine ALu-Grundplatte vorsehen, in der
Du passende Löcher für die LEDs bohrst. Falls die ALU-
Platte dann noch zu heiss wird, könnte man rückwärtig
Kühlkörper an ihr festschrauben.

» Um noch einmal alle Fragen, die so bisher im Raum standen, in einen Topf
» zu werfen. Was für eine LED und was für „Zubehör“ würdest du mir denn
» evtl. empfehlen?

Da ich den Ersatz von Glühlampen durch LEDs z.Z. noch
als nicht sinnvoll ansehe, konnte ich da auch noch keine
Erfahrungen sammeln.

» Ich habe jetzt auch schon Empfehlungen gelesen, wo man lieber solch eine
» LED Luxeon K2 gefunden.
» http://www.leds.de/p497/High-Power_LEDs/LUXEON_K2/LUXEON_K2_LXK2-PD12-R00_rot_75lm.html
» Sie leistet 75 Lumen und strahlt 140° ab. Da bräuchte man dann nur noch
» wenige LEDs (5 Stück bei 21W und 3 Stück bei 10W). Dafür werden die Dinger
» scheinbar relativ heiß und lassen sich eben nicht so verbauen, wie ich es
» vor hatte. (und sind recht teuer).

Die werden auch nicht viel heisser als andere LEDs.
Die meiste Leistung bei der Lichterzeugung wird eben
nach wie vor in Wärme umgewandelt. Entscheidend ist
also nur, wie hoch die gesamte elektrische Eingangs-
leistung ist.
Gruss
Harald

Mic

E-Mail

14.01.2008,
15:44

@ Harald Wilhelms

LEDs für KFZ-Anwendungen.

Hallo!

Mensch, du antwortest schnell. Da kommt man kaum nach.

Ja das mit dem Strom (120mA) stimmt schon. Man weiß nur nicht, ob diese LEDs, dann auch standfest genug sind. Sie haben aber eben eine so leicht zu verbauende Form.

Wie meinst du das aber mit der dritten Bremsleuchte? Meinst du die Tatsache, dass da schon mal die eine oder andere LED durchbrennt?

Das mit der Alu-Grundplatte ist natürlich eine gute Idee. Da könnte man die LEDs von hinten einkleben und diese Platte könnte man notfalls sogar noch mit Chrom-Spray überziehen und hätte so gleich noch eine Art Reflektor geschaffen. Ursprünglich wollte ich die Trägerplatte aus Kunststoff machen aber ein dünnes Alu-Blech (0,5 - 1,0 mm) dürfte es auch gehen.

Was wären denn typische Kühlkörper? Echt „zu viel“ Platz ist ja im Rücklicht auch nicht.

Die Luxeon-LEDs werden trotz der hohen Lichtstärke echt nicht heißer? Auch nicht, wenn man sie dicht an dich drängt? Diese sind ja relativ groß und somit müsste man sie recht eng plazieren. Was man aber tun könnte, ist die Spannung noch zu reduzieren, statt der angegebenen 2,95V nur 2V (z.B. sechs Stück in Reihe) anschließen, da ich ja 75lm eh nicht bräuchte. (Wie ist eigentlich der mathematische Zusammenhang zwischen Lichtstrom und Versorgungsspannung - linear? Anzunehmen, oder?)

Hältst du eigentlich ein Vorschalten eines Strom-Konstanteres sinnvoll? Es werden diverse Schaltungen angeboten, die den Versorgungsstrom z.B. auf 350mA konstant halten. Oder reicht ein einfacher Spannungsregler, der dafür sorgt, dass immer genau 12V anliegen?

Warum haben diese LEDs eigentlich vier Beinchen? Wie werden diese vier Beinchen angeschlossen? Wozu dienen sie?

Grüße,
Michael.