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stelor(R)

06.11.2010,
10:15
 

Kontroll LED an 230V (Elektronik)

Hallo liebe Forumsgemeinde,
die folgende Schaltung ist ein Nachbau eines kommerziell vertriebenen Bausatzes. Nun habe ich dazu mal einige Fragen.
In meinem Simulator (und auch auf dem Steckbrett) fließt durch die LED (rot) ein Strom von nur 8,5mA. Um die optimale Leuchtkraft zu erreichen, können doch eigentlich 20mA dimensioniert werden.
1. Frage: Warum wurde die Schaltung so dimensioniert
2. Frage: Der Folienkondensator hat einen kapazitiven Widerstand und begrenzt den Strom für die LED. Verstehe ich. Der Widerstand R1 begrenzt den Einschaltstrom, wenn der Kondensator ungeladen ist.Verstehe ich. Die antiparallel geschaltete Si-Diode nimmt die negative Halbwelle weg um die Sperrspannung der LED nicht zu überschreiten. Verstehe ich auch. Aber wozu ist denn noch der Widerstand R2 da. Durch C1 und R1 wird doch der Strom schon begrenzt.
3. Frage: Wenn ich den C1 auf 470nF erhöhe, erhöht sich der Strom durch die LED auf 17mA. Und auch in der Spannungsspitze von 332V (230V * 1,4) bleibt der Strom mit 23mA noch im Limit. Kann man das so machen oder habe ich einen Denkfehler.

Vielen Dank

Harald Wilhelms(R)

E-Mail

06.11.2010,
10:42

@ stelor

Kontroll LED an 230V

» 3. Frage: Wenn ich den C1 auf 470nF erhöhe, erhöht sich der Strom durch
» die LED auf 17mA. Und auch in der Spannungsspitze von 332V (230V * 1,4)
» bleibt der Strom mit 23mA noch im Limit. Kann man das so machen oder habe
» ich einen Denkfehler.

Das kann man so machen. Meist ist es aber billiger,
stattdessen einen Brückengleichrichter aus 4 Universal-
dioden zu nehmen. Dann hast Du auch ca. 17mA.
Gruss
Harald

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
06.11.2010,
11:41
(editiert von geralds
am 06.11.2010 um 11:44)


@ stelor

Kontroll LED an 230V

----
Hallo stelor,

Der R2 begrenzt den Strom lediglich für die LED.
Wobei das Eingangs-RC Glied für ihre gesamte nachfolgende Schaltung begrenzt.

Zufällig ists hier einfach, weil nur 3 Bauteile ihnen nachgeschaltet sind.

Wäre nun der C1 um einige Kleinigkeit anders, bzw. eine Spur anders bespannt,
weil Spannungsschwankung 230V +-10% oder gar mehr,
dann sieht die Sache schon komplexer aus.

Rechne mal die 230V mit 15% Schwankungen, mit Spikes am Eingang...
Spikes zB so ein paar 100V mit 1µs, 100µA mittleren Strom.
(ist nur mal pi-Daumen,,, als Gedankenstütze... weil der Spike Flankenstrom je nach
U-Höhe und Dauer auf den Scheinwiderstand wirkt, unvorhersehbar, jedoch einschätzbar ist).
-- ist etwas komplexer, habe jetzt mal zur Erklärung nur R_schein genommen,
R-real und Frequenz sind auch noch da.

Und schon hast Scheinleistungsverschiebungen, die auch die LED spürt.

So gesehen ist ein eigener LED-Vorwiderstand nützlich.

Das R-C Glied kann ja als "Kondi-Netzteil" auch andere Verbraucher versorgen.

Zusätzlicher Gedanke:
Eventuell könntest einen parallelen R zum Kondensator schalten,
damit der Kondi entladen wird, nach Abschalten.
Er wirkt auch am Realteil U bzw. I begrenzend.
Zudem wirkt der Parallel-R mit seinem Real-Anteil am Eingang Richtung Verbraucher.
aufpassen. Er sollte daher sehr hochohmig sein.
Der R muss eine hohe Spannung aushalten >350Vs (pi-D. ) (minus Vs R1 ginge zwar) wäre anzusetzen.

Im folgenden Minikurs wird auf diesen R mit Namen Rcr genauer eingegangen. - zB Vor-Nachteile

Hier hast einen Mini-Kurs von einem Kondi-Netzteil:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/cpowsup.htm

Das sind mal meine Gedanken hievon.

Grüße
Gerald
---

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

MN

E-Mail

22.10.2012,
11:43

@ stelor

Kontroll LED an 230V

Hallo zusammen,

kann mir vielleicht jemand sagen was das für eine Simulationssoftware ist und wo diese evt. erhältlich ist?

Viele Grüße
MN