FAQ: Was ist der elektrische Strom?

Kurz erklärt ist der elektrische Strom die Bewegung von beweglichen Ladungsträgern.
In einem Metall sind Elektronen die beweglichen Ladungsträger. Sie werden bewegt, wenn ein elektrisches Feld sie antreibt. Der elektrische Strom entspricht also den fließenden Elektronen. Das Maß für die Intensität des Stromes ist die elektrische Stromstärke.

Was treibt die Elektronen an?

Eine elektrische Spannung an einem metallischen Leiter führt dazu, dass sich die Elektronen bewegen.

Was ist die elektrische Stromstärke?

Die elektrische Stromstärke ist das Maß für die Intensität des elektrischen Stroms. Die elektrische Stromstärke wird in Ampere, kurz A, gemessen. Das Formelzeichen der Stromstärke ist große I.

Wenn ein Strom von 1 Ampere fließt, dann bedeutet das, dass zahlenmäßig 6,242 x 10 hoch 18 Elektronen in einer Sekunde durch die Leitung fließt.

Wo kommt der Strom her?

Der Strom kommt von einer Stromquelle. Das kann ein Stromspeicher oder ein Stromerzeuger sein.

  • Ein Stromspeicher kann ein Akku oder eine Batterie sein.
  • Ein Stromerzeuger ist ein Generator, in dem Strom erzeugt wird.

Wie entsteht Strom?

Strom entsteht, in dem man irgendeine Energie in elektrische Energie, also Strom umgewandelt wird.

Beispiele:

  • Generator: Bewegungsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt.
  • Batterie: Chemische Energie wird in elektrische Energie umgewandelt.
  • Thermoelement: Wärmeenergie wird in elektrische Energie umgewandelt.

Was sind Ladungsträger?

Ladungsträger sind für den elektrischen Strom sehr wichtig. Ein elektrischer Strom kann nur fließen, wenn genug freie Ladungsträger vorhanden sind.
Ladungsträger können Elektronen (metallische Ladungsträger) und Ionen (flüssige Ladungsträger) sein.

Worin unterscheiden sich Elektronen und Ionen?

Elektronen kommen in Metallen vor und Ionen in Flüssigkeiten. Allerdings ist der wesentliche Unterschied der, dass Elektronen eine negative Ladung und Ionen eine positive Ladung aufweisen.

Wo kommen die freien Elektronen her?

Wenn man sich das Bohrsche Atommodell anschaut, dann ist die Atomhülle eines Elements aus Elektronen aufgebaut. Die Elektronen auf dem äußersten Ring des Atoms werden Valenzelektronen genannt. Das Fließen des elektrischen Stroms in leitendem Material entspricht der Bewegung der Valenzelektronen.

Was haben die freien Elektronen mit der Leitfähigkeit zu tun?

Je mehr Valenzelektronen, also freie Elektronen, ein Atom aufweist, desto leitfähiger ist das daraus bestehende Material.

Was ist eine Stromquelle?

Meist meint man mit Stromquelle eine Spannungsquelle, die einen Strom liefert. Bei der theoretischen Betrachtung unterscheidet man zwischen Stromquelle und Spannungsquelle.

Weil in der Praxis keine Stromquelle ideal, also nicht verlustfrei ist, spricht man von einer Ersatzstromquelle.
Eine Ersatzstromquelle besteht aus einer idealen Stromquelle und einem parallelen Innenwiderstand. Je nach Belastung fließt eben nicht der gesamte Strom durch die Last, sondern ein Teil durch den Innenwiderstand.

Was ist Gleichstrom?

Bleibt die Polarität einer Spannungsquelle immer gleich, dann handelt es sich um eine Gleichspannungsquelle. Fließt von dieser Spannungsquelle ausgehend ein Strom, sprechen wir umgangssprachlich von Gleichstrom.
Aus einer Gleichstromquelle mit unveränderlichen Polen und einer parallel angeschlossene Glühlampe fließt ein Gleichstrom.

Was ist Wechselstrom?

Ändert eine Spannungsquelle ihre Polarität periodisch, dann handelt es sich um eine Wechselspannungsquelle. Fließt von einer Wechselspannungsquelle ausgehend ein Strom, dann handelt es sich um Wechselstrom, der periodisch seine Polarität und seinen Wert (Stromstärke) ändert.

Was ist Stromverbrauch?

Im Zusammenhang mit Stromrechnung und Strompreis ist vom Stromverbrauch die Rede, der bezahlt werden muss. Aber eigentlich wird kein Strom verbraucht. Jeder Elektroniker weiß, wenn auch nicht bewusst, dass in einem Stromkreis genau so viel Strom rausfließt wie reinfließt. Das besagen auch die Kirchhoffschen Regeln.

Wer Strom durch eine Reihe von Lampen mit den selben elektrischen Werten fließen lässt, der wird feststellen, dass alle Lampen gleich hell leuchten. Würde in der Theorie auch nur eine Lampe Strom verbrauchen, dann müsste jede weitere Lampe weniger hell leuchten. Nur, so funktioniert das mit dem Strom nicht. Und trotzdem hat sich in unserer Alltagssprache der Begriff „Stromverbrauch“ manifestiert.

Nett sind auch die Begriffe Strompreis und Stromrechnung. Dabei
wird überhaupt gar kein Strom abgerechnet. Auf der Stromrechnung steht etwas von kWh, also Kilowattstunde, was der umgesetzten Leistung mal Stunde entspricht. Alternativ könnte man vom Energieverbrauch sprechen, doch auch das trifft es nicht. Weder lässt sich Energie verbrauchen, noch erschaffen. Der Begriff "Erneuerbare Energie" klingt ganz so, als ob sich verbrauchte Energie recyceln lässt.
Dumm nur, dass Energie nicht verbraucht wird, sondern nur in eine andere Energieform umgewandelt wird.
Oft ist es so, dass neben dem eigentlichen Nutzen eines elektronischen Geräts die elektrische Energie in Wärme umgesetzt wird.

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