Basisschaltung

Basisschaltung
Die Basisschaltung besteht aus einem Transistor, dem Kollektorwiderstand RC, dem Basis-Vorwiderstand RV und der Betriebsspannung UB. Der Kollektor ist der Ausgang. Der Emitter ist der Eingang. Die Basis ist der gemeinsame Bezugspunkt. Deshalb wird die Schaltung Basisschaltung genannt.

Strom- und Spannungsverteilung

Basisschaltung
Diese Schaltung ist etwas anders gezeichnet, als man es kennt. Diese Art der Darstellung zeigt die Ähnlichkeit zur Emitterschaltung. Gleichstrommäßig entspricht die Basisschaltung einer Emitterschaltung mit Stromgegenkopplung. Die Basisschaltung hat immer eine Signal-Stromgegenkopplung. Mit allen Vor- und Nachteilen einer Gegenkopplung.
Die Koppelkondensatoren CK trennen das Signal von der Gleichspannung. Der Spannungsteiler R1 und R2 dient zur Begrenzung des Basisstroms IB bei Übersteuerung.
Die Arbeitspunkteinstellung entspricht grundsätzlich der Emitterschaltung. Hierbei muss man folgende Besonderheiten beachten:

  • Die Basis muss immer wechselstrommäßig auf Signal-Null-Potential liegen. Über den Kondensator CB liegt der Basisanschluss des Transistors auf 0 V.
  • Wenn auf Gleichstromgegenkopplung mit RE verzichtet wird, dann muss RE durch eine Spule mit ausreichendem induktivem Widerstand XL ersetzt werden.
  • Basisschaltungen neigen zum Schwingen. Häufig bei hohen Frequenzen.
  • Bei der Basisschaltung sind Eingangsspannung Ue und Ausgangsspannung Ua phasengleich.

Eingangswiderstand re

Eingangswiderstand
Der Eingangswiderstand re der Basisschaltung ist sehr klein.

Ausgangswiderstand ra

Ausgangswiderstand
Der Ausgangswiderstand ra der Basisschaltung ist hoch. Bei niederen Frequenzen wird der Ausgangswiderstand durch den Kollektorwiderstand RC bestimmt.

Verstärkung Vu

Die Basisschaltung hat eine hohe Spannungsverstärkung Vu von ca. 100 bis 1000. Das entspricht der Emitterschaltung.
Die Gleichstromverstärkung B beträgt ungefähr 1.

Anwendungen

Wegen der sehr starken Stromgegenkopplung kann die Basisschaltung bei hohen Frequenzen (HF) als Spannungs- und Leistungsverstärker eingesetzt werden.
Eine andere Anwendung ist das Erzeugen von Sinusschwingungen mit hoher Frequenz.

Übersicht: Die Basisschaltung im Vergleich

Schaltung Emitterschaltung Basisschaltung Kollektorschaltung
Eingangswiderstand re 100 Ω ... 10 kΩ 10 Ω ... 100 Ω 10 kΩ ... 100 kΩ
Ausgangswiderstand ra 1 kΩ ... 10 kΩ 10 kΩ ... 100 kΩ 10 Ω ... 100 Ω
Spannungsverstärkung Vu 20 ... 100 fach 100 ... 1000 fach <=1
Gleichstromverstärkung B 10 ... 50 fach <=1 10 ... 4000 fach
Phasendrehung 180°
Temperaturabhängigkeit groß klein klein
Leistungsverstärkung Vp sehr groß mittel klein
Grenzfrequenz fg niedrig hoch niedrig
Anwendungen NF- und HF-Verstärker
Leistungsverstärker
Schalter
HF-Verstärker Anpassungsstufen
Impedanzwandler

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