PXE - Preboot Execution Environment

PXE ist ein Verfahren von Intel, um Computer einen netzwerkbasierten Startvorgang zu ermöglichen. Damit ist gemeint, dass ein Computer nicht das Betriebssystem von der Festplatte lädt, sondern aus dem Netzwerk.
PXE fasst verschiedene Verfahren zusammen, um einen Computer übers Netzwerk zu Booten. Früher brauchte man noch für jede Netzwerkkarte einen eigenen Treiber, damit das gelang. PXE bringt die notwendigen Funktionen mit. Es ist eine Erweiterung für eine normierte Schnittstelle für Netzwerkzugriffe. PXE ist im BIOS der Netzwerkkarte integriert. So ist das Booten übers Netzwerk bei allen Netzwerkkarten identisch.
PXE nutzt die Protokolle TCP/IP, UDP, DHCP und TFTP. Das PXE-BIOS kann mit dem DHCP- und dem PXE-Server kommunizieren. Vom DHCP-Server bekommt der Computer die IP-Konfiguration und vom PXE-Server das Betriebssystem.

Bootvorgang übers Netzwerk

Am Bootvorgang sind jeweils ein DHCP-Client und -Server und ein PXE-Client und -Server beteiligt.
Zuerst fragt der startende Computer per DHCP nach einer IP-Adresse. Der DHCP-Server antwortet mit einer IP-Adresse, weiteren Informationen und der Adresse, wo die Startdatei für den Bootvorgang heruntergeladen werden kann. In der Regel handelt es sich bei diesem PXE-Boot-Server um einen TFTP-Server. Die Startdatei ist noch nicht das zu ladende Betriebssystem, sondern meist nur ein Auswahlmenü. Dort stehen dann mehrere Betriebssysteme zur Auswahl.

Hinweis: Der DHCP-Server muss zwingend die Adresse mit der Startdatei liefern. Wenn ein vorhandener DHCP-Server, zum Beispiel ein Router, nicht entsprechend konfiguriert werden kann, dann muss ein zusätzlicher DHCP-Server installiert und konfiguriert werden, der die notwendigen Informationen ausliefern kann.

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