PEG - PCI Express for Graphics

Hinter PEG steckt ein PCIe-x16-Steckplatz, der eine höhere Stromversorgung über den Steckplatz ermöglicht. PCIe-Karten dürfen maximal 25 Watt verbrauchen. Low-Profile-Karten sogar nur 10 Watt. Ein PEG-Slot liefert bis zu 75 Watt. Über eine zusätzliche Verbindung vom Netzteil lassen sich weitere 75 Watt (6-poliger Steckverbinder) oder 225 Watt (6- und 8-poliger Steckverbinder) ziehen. Bei solchen Grafikkarten muss zu einer benachbarten Karte ein bis zwei Steckplätze frei bleiben, um für eine ausreichende Kühlung zu sorgen. Deshalb liegen auf einem Motherboard zwei PCIe-x16-Steckplätze nie direkt nebeneinander. Dazwischen befinden sich immer zwei PCIe-x1-Steckplätze.

Ein PEG-Slot ist immer ein PCIe-x16-Steckplatz. Die darin gesteckte Grafikkarte muss allerdings nicht alle 16 Lanes belegen. Es gibt Grafikkarten, die auch mit 4 oder 8 Lanes auskommen. Beim Betrieb von zwei Grafikkarten kommt häufig eine x8-x8- oder x4-x16-Kombination vor.

Grafikkarten waren lange Zeit der Treiber für neue PCIe-Spezifikationen mit schnelleren Geschwindigkeiten. Für normale Grafikkarten reicht PCIe-3.0 vollkommen aus. Anders sieht es bei professionellen Grafik- beziehungsweise Rechenkarten aus, bei denen es in Server- und Supercomputer-Systemen auf den schnellen Datenaustausch zwischen mehreren GPUs ankommt.

Weitere verwandte Themen:

Teilen:

Computertechnik-Fibel

Die Computertechnik-Fibel, das Computer-Buch

Das will ich haben!