Intel Itanium
Im Jahr 1994 haben sich Intel und Hewlett-Packard zusammengesetzt, um die IA64-Architektur eines 64-Bit-Prozessors zu entwickeln. Intel hat aus diesem Ergebnis den Itanium, vormals als Merced bekannt, herausgebracht.
Aufgrund einer Performanceschlacht, die sich Intel und AMD einige Monate zuvor geliefert hatten, sind die ersten Taktraten des Itanium nicht besonders hoch (733 und 800 MHz).
Der Itanium ist ein reiner Server-Prozessor, der seine Stärke im Gleitkommabereich hat und dort alles abhängt, was bisher da gewesen ist. Ein Itanium-System lässt sich auf bis zu 512 Prozessoren skalieren.
Architektur den Intel Itanium (Merced)

Das Innere der IA64-Architektur ist mit einem L3-Cache von 2 oder 4 MByte, einem L2-Cache mit 96 kByte und einem L1-Cache mit insgesamt 32 kByte ausgestattet. Intern laufen die Caches mit dem vollen Prozessortakt. Außerhalb des Gehäuses werden sie mit 2 x 133 MHz und 64 Bit angesprochen.
Der L1-Cache ist mit je 16 kByte für Instruktionen und Daten aufgeteilt. Die Instruktionen werden in reinen IA-64 und IA-32 Code aufgeteilt und an die unterschiedlichen Ausführungseinheiten verteilt.
Die IA-64-Architektur hat 4 Integer-Einheiten (I und M), 4 Multimedia- und zwei Gleitkommaeinheiten. Die Gleitkommaeinheiten greifen direkt auf den L2-Cache zu, so dass der L1-Cache etwas entlastet wird.
Der L3-Cache befindet sich auf einem externen Modul, das aber mit 128 Bit und vollem Prozessortakt angesteuert wird.
Nachdem der Itanium in der Version 1 nicht so der Bringer war, hat Intel die Version 2 herausgebracht. Mit höheren Taktraten, einen Systembus mit 2 x 200 MHz (400 MHz) und 256 kByte L2-Cache.
EPIC - Exlici Parallel Instruction Computing
Nach EPIC muss der Compiler mit allen Mitteln versuchen den Code in parallel ausführbare Häppchen zu zerlegen. Dabei müssen einige Regeln beachtet werden.
In der IA-64-Architektur besteht ein Häppchen aus drei Befehlen zu je 41 Bit. Dazu kommen noch 5 Bit, die Auskunft über die Befehle geben und Informationen über das Ende der Parallelität enthalten.
Zwischen den parallelausgeführten Befehlen darf keine Abhängigkeit bestehen. Ist das doch der Fall, unterbricht der Prozessor den Programmablauf.
Itanium 2
Der Itanium 2 mit dem Prozessorkern Madison ist 30 bis 60 Prozent schneller als sein Vorgänger McKinley.
Um die höheren Taktraten bis 1,5 GHz zu erreichen hat Intel den Herstellungsprozess von 0,18 µm auf 0,13 µm umgestellt. Außerdem hilft ein L3-Cache bis 6 MByte dem Prozessor auf die Sprünge.
Doppelkern-Itanium
Der Itanium mit dem Kern Montecito hat bereits zwei Kerne und ist eine komplette Neuentwicklung. Dank seinem auf Doppelkern ausgelegten Design erreicht er die besten Benchmark-Ergebnisse. Allerdings ist er kein x86-Prozessor.
Prozessor-Übersicht: Intel Itanium / Intel Itanium 2
Stand: 20.08.2003
| Prozessor-Kern | Taktrate / L3-Cache | L2-Cache | L1-Cache |
|---|---|---|---|
| Merced (Itanium V1) | 733 MHz / 2 MByte 800 MHz / 4 MByte |
96 kByte | 32 kByte |
| McKinley (Itanium V2) | 900 MHz / 1,5 MByte 1000 MHz / 3 MByte |
256 kByte | 32 kByte |
| Madison (Itanium 2) | 1,3 GHz / 3 MByte 1,4 GHz / 4 MByte 1,5 GHz / 6 MByte |
256 kByte | 32 kByte |
Weitere verwandte Themen:
- Intel Prozessoren
- Parallelisierung
- Virtualisierung
- Multi-Core / Mehrkern-Prozessoren
- Prozessor-Architektur
- 64-Bit-Prozessor
| Dieser Text ist mir was wert: | [ ? ] |






