Thyristortetrode

Thyristortetrode Die Thyristortetrode ist eine Weiterentwicklung des Thyristors bzw. der Thyristortriode. Sie hat neben den Anschlüssen für die Anode (A) und Kathode (K) auch zwei Steueranschlüsse G1 und G2.
Die Steuerelektrode des Thyristors verliert nach erfolgter Zündung ihre Wirkdung. Der Thyristor kann mit der Steuerelektrode nicht in den hochohmigen Zustand geschaltet werden. Anders bei der Thyristortetrode. Über den Steueranschluss G1 kann die Thyristortetrode mit einem positiven Strom oder mit dem Steueranschluss G2 mit einem negativen Strom in den niederohmigen Zustand geschaltet werden.
Zum Zurückschalten in den hochohmigen Zustand müssen die Steuerströme an den Steueranschlüssen umgekehrt gepolt werden.
Das Schalten in den niederohmigen bzw. hochohmigen Zustand ist über einen Steueranschluss oder über beide gleichzeitig möglich.
Thyristortetroden haben die negative Eigenschaft schon ohne Steuerstrom in den niederohmigen Zustand zu schalten. Steigt die Spannung UAK an den Anschlüssen A und K zu schnell an, schaltet die Thyristortetrode gelegentlich vor dem Erreichen der Nullspannung in den niederohmigen Zustand. Dieses Verhalten wird mit schaltungstechnischen Maßnahmen vorgebeugt.

Schaltzeichen

Schaltzeichen der Thyristortetrode oder Schaltzeichen der Thyristortetrode

Anwendungen

  • Steuerschaltungen mit kleinen Stromstärken bis etwa 5 A
  • Digitaltechnik (Speicher, Zähler, ...)

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