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Netztrafo (Theorie) (Elektronik)

verfasst von JBE(R), bei mir zu hause, 03.01.2018, 18:06 Uhr

» Hallo,
»
» betreibe ich einen Netztrafo im Leerlauf, so ist der ja im Prinzip nichts
» weiter als eine kräftige Induktivität mit Eisenkern bei 50Hz AC-Spannung.
» Wenn ich mich richtig an Physik in der Schule erinnere (ist ja Jahrzehnte
» her!), so ist der entstehende Primärstrom eine Folge der Verluste des
» Eisenkerns (also dessen Ummagnetisierungen). Belaste ich den Trafo
» sekundärseitig, so sinken die Eisenverluste. Der nun ansteigende
» Primärstrom ist eine direkte Folge der Leistungsentnahme aus der
» Sekundärspule, zzgl. der Kupferverluste. Alles natürlich innerhalb der
» Betriebsparameter des Trafos.
»
» Bei meinem großen Trafo (knapp 800VA, LL-Eisenblechkern) machen sich im
» Leerlauf diese Eisenverluste durch Wärme bemerkbar. Ab 200V etwa erwärmt
» sich der Trafokern fast unmerklich, ab 220V wird der Kern deutlich wärmer.
» Höhere Spannungen kann ich nur testweise kurz anlegen, ich will den Trafo
» nicht zerstören. Ausgelegt ist der Trafo für 220V Netzspannung. Ja, er ist
» ein betagtes Modell.
»
» Ich habe mal meine Meßwerte grafisch dargestellt:
»
» Sieht schon richtig lehrbuchmäßig aus diese Kurve. Wenn ich die Kurve
» betrachte, so schließe ich daraus, das der Trafokern im Leerlauf bereits in
» die Sättigung getrieben wird. Also ab dem Punkt, wo der Strom deutlich
» nichtlinear nach oben geht. Sehe ich das richtig?
»
» Mir fehlts noch an einer guten Last (schließlich kann der Trafo 16A
» liefern), bin da immer noch am Bauen. Mir stellt sich nämlich eine Frage.
» Wenn ich den Trafo mit konstantem Strom sekundärseitig belaste, wird dann
» der Primärstromanstieg ein wenig linearer (natürlich mit wesentlich höheren
» Strömen als beim Diagramm)?
»
» Ist ein wenig theoretisches Rumdenken, aber so ganz unnütz stelle ich mir
» das nicht vor. Auch wenn man heute mit Netztrafos eher weniger zu tun hat,
» seitdem es Schaltnetzteile für fast jede Anwendung gibt.
»
» LG Sel


Beispiel


Die Nennspannung liegt meist am Übergang zur Sättigung.

Eine anfängliche Sättigung kann man auch daran erkennen, wenn die Sinusform allmählich nicht Sinusförmig wird also verzerrt

--
Für Gramm-atik, Schreibrechtslinksfehler, Interp(f)unktion, KLEIN und groß Schreibwaren, fragen Sie irren Leerrehr und oder Duden.
:erregt:



Gesamter Thread:

Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 03.01.2018, 17:29 (Elektronik)
Netztrafo (Theorie) - xy(R), 03.01.2018, 17:46
Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 03.01.2018, 18:16
Netztrafo (Theorie) - xy not at home, 03.01.2018, 18:49
Netztrafo (Theorie) - JBE(R), 03.01.2018, 18:06
Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 03.01.2018, 19:26
Netztrafo (Theorie) - JBE(R), 03.01.2018, 19:49
Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 04.01.2018, 17:24
Netztrafo (Theorie) - xy(R), 04.01.2018, 17:47
Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 04.01.2018, 18:14
Netztrafo (Theorie) - xy(R), 04.01.2018, 18:26
Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 04.01.2018, 18:45
Netztrafo (Theorie) - JBE(R), 04.01.2018, 21:17
Netztrafo (Theorie) - xy(R), 04.01.2018, 21:22
Netztrafo (Theorie) - JBE(R), 04.01.2018, 21:45
Netztrafo (Theorie) - xy(R), 04.01.2018, 22:06
Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 05.01.2018, 09:46
Netztrafo (Theorie) - Sel(R), 05.01.2018, 10:03