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mein Netzteil (irgendwie die fünfte Frage dazu...) (Elektronik)

verfasst von Sel(R) E-Mail, 02.08.2017, 18:07 Uhr
(editiert von Sel am 02.08.2017 um 18:18)

Hallo,

der Gesamtschaltplan hält sich grob an diese Schaltung: https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/kdarl2.htm

Ich habe den Strom umschaltbar gemacht mittels Drehschalter, klappt auch bestens. Der Drehschalter hebt (ist schon richtig und gut so) bei Betätigung den Schaltkontakt ab, damit kein Kurzschluß zwischen zwei Schaltstellungen passieren kann. Speziell geht es um R15, hier ein Schaltungsausschnitt:



Wenn ich die Strombegrenzung nun umschalte, dann wird die Ausgangsspannung kurz unterbrochen, der OPV der Schaltung bemerkt sinkende Ausgangsspannung und regelt natürlich nach, also bis maximal mögliche Ausgangsspannung. Über R6 wird ja der IST-Wert der Ausgangsspannung abgegriffen, R6 hängt direkt an den Ausgangsbuchsen. Habe ich dann umgeschalten, liegt für sehr kurze Zeit die maximale Spannung an, bis der OPV wieder nachregelt. Diese Spannung killt unter Umständen meine angeschlossene Schaltung.

Ich könnte nun, um dieses Verhalten zu unterdrücken, alle Widerstände zur Strombegrenzung in Reihe schalten. Der Schalter brückt die nicht benötigten Werte. Dieses Verfahren hat den Nachteil, das ziemlich krumme Widerstandswerte rauskommen, die durch mehrere Widerstände "erzeugt" werden müssen. Ich kann auch (ist sicher die eleganteste Lösung) den Schalter fest mit einem größeren Widerstandswert brücken, der im Umschaltmoment zwar die Strombegrenzung aktiviert, jedoch nicht die Spannung ansteigen läßt. Jetzt habe ich aber das Problem, das dieser Widerstand parallel zu den Shuntwiderständen liegt. Bei hohen Strömen kein Problem, bei Abschaltströmen unter 250mA aber schon. Denn dann muß ich die Parallelschaltung beachten, was wiederum diese krummen Widerstandswerte ergibt.

Ich kann den Widerstand auch nicht beliebig groß machen. Die Leistungstransistoren brauchen ja nach Datenblatt einen Minimalstrom, sonst sperren diese einfach. Dieser Strom beträgt minimal 100µA, dazu kommt noch ein Sicherheitsaufschlag. Wähle ich 1kOhm für den "Schutzwiderstand" (was schon sehr hoch ist), so darf die Ausgangsspannung nicht unter ca. 0,6V fallen, dann sperren die Transistoren. Dann habe ich dasselbe Problem: die Ausgangsspannung saust nach oben,im ersten ganz kurzen Moment.

Von solchen Überlegungen ausgehend, ist es da nicht wirklich besser bei solchen Netzteilen eine negative Hilfsspannung bereitzustellen? Dann hat man nicht dieses Minimalstromproblem und die eingebaute Überlastanzeige funktioniert auch ohne Probleme. Diese Hilfsspannung muß allerdings genauso extrem stabil sein wie die Referenzspannung des Netzteiles. Die beiden Fehler der Referenzspannungen addieren sich im schlechtesten Fall und dann? Alternativ kann ich die minimale Ausgangsspannung begrenzen. Also beispielsweise 1V, weniger braucht man eh seltenst.

Fragen über Fragen...

LG Sel

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Ich bin ein Elektronik-Laie, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.



Gesamter Thread:

mein Netzteil (irgendwie die fünfte Frage dazu...) - Sel(R), 02.08.2017, 18:07 (Elektronik)