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Wasserstandsanzeige (Elektronik)
Hallo
"Mit Ablagerungen rechne ich nicht, aber das Sensorkabel müsste noch wasserabweisend imprägniert werden, damit das Wasser nicht daran haftet."
Aber genau das ist das Problem, das durch Ablagerungen entsteht. Die hast Du nur dann nicht, wenn Du mit demineralisiertem Wasser unter Sterilbedingungen arbeitest.
Den Link zu ELV habe ich angegeben, weil der Sensor genau so konzipiert ist, daß sich die beschriebenen Nachteile weniger stark bemerkbar machen.
Mit dem Manometer:
Du nimmst einen dünnen Schlauch (z. B. 4mm), mit einem Gewicht beschwert sollte die Öffnung am Grund des Behälters sein, aber auf jeden Fall frei. Alternativ geht auch ein Rohr, das senkrecht bis eben über den Grund des Behälters reicht. Der Schlauch wird jetzt einfach weitergeführt (direkt oder luftdicht oben an das Rohr angeschlossen) - bis zum Manometer. Zwischen Schlauch und Manometer habe ich dann noch nahe des Manometers ein T-Stück im Schlauch - der so entstehende freie Anschluß ist durch ein Drehventil verschließbar. Der Anzeigebereich des Manometers muß auf die max. Füllhöhe abgestimmt sein (100mBar / mWs). Jetzt nehme ich eine mit Luft gefüllte größere Einmalspritze und Drücke die Luft in den Seitenanschlußnschluß unterhalb des Manometers. Dies muß so lange geschehen, bis die Luft aus dem unter Wasser befindlichen Ende des Schlauches Austritt. Am Manometer erkennt man, daß bei Druckaufbau durch das Einspritzen der Druck zunächst steigt. Steigt der Druck nicht mehr weiter obwohl man Luf injiziert, ist der Schlauch vollkommen "belüftet" und das System kalibriert. Seitenanschluß schließen und Spritze abziehen. - Das Manometer zeigt jetzt den Wasserstand in 100mBar/mWs über dem Schlauchende an. Durch Luftdruckschwankungen, Temperatureinfluß und Kondensation steigt zuweilen der Wasserstand geringfügig im Schlauch - dann einfach wieder belüften. 20m zwischen Schacht und Manometer sind kein Problem (Schacht ist mit Erde überdeckt, Schlauch liegt in einem Kanalrohr, Umgebungstemperatur ist also recht konstant). Manometer gibt's z. B. von Norgren zum Preis so knapp über 10€, Googeln, da findet man Händler. Elektronisches Manometer wird im Selbstbau deutlich teurer (MPX-Drucksensor, ADC, Display).
Viel Grüße
Hartwig
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