Forum
Analoger Saegezahn-Generator mit IVC102 (Elektronik)
» deine Antwort hat mir auf jeden Fall schon weiter geholfen. Ich habe jetzt
» eine kleine Schaltung entworfen und bin damit beschaeftigt, das
» Rauschverhalten auszurechnen.
» Leider stosse ich da auch schon wieder an meine praktischen
» Erfahrungsgrenzen bzw. vll. auch Verstaendnisprobleme.
»
» Im Datenblatt des IVC102 ist leider nur ein Diagramm zur "Total output
» noise vs. C_in" bzgl. der Spannung.
Okay, eigentlich wollte ich nicht explizit auf das IC eingehen und lieber nur allgemeine Aussagen machen. Da ich aber trotzdem etwas über das IC wissen mussen, werfe ich also einen Blick drauf:
http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/ivc102.pdf
» I_n kann ich leider nicht direkt finden.
Weil es FET-Eingänge sind, ist der Rauschstrom derart klein, dass er kaum verifizierbar ist.
Dazu muss man folgendes wissen: Der Rauschstrom (bedeutend bei bipolaren Eingängen) multipliziert sich mit dem Quellwiderstand zur Rauschspannung. Darum kann man bei der Anwendung von besonders niederrrauschendem Opamp nur niederohmige Quellen anschliessen, wie z.B. niederohmige dynamische Audioquellen (Mikrophon, Moving-Coil etc.).
Die Rauschspannung ist mit 10 nV / Hz^-2 (Quadratwurzel aus Hz) angegeben und das bei 1 kHz. Die genaue Bezeichnung für diesen Wert nent sich Rauschspannungsdichte.
Leider fehlt ein Diagramm zum Eingangsrauschen. Schade, weil da haette man leicht erklären können, warum diese Definition bei 1 kHz.
Wie auch immer, unterhalb von einer gewissen, relativ niedrgen Frequenz, so bei etwa 100 Hz oder weniger, nimmt die Rauschspannungsdichte zu. Oberhalb dieser Frequenz bleibt sie ziemlich konstant.
Zur Berechnung der Rauschspannung betreffs einer Frequenzbandbreite, die wesentlichlich grösser sein kann, als dieser untere Rest wo die Rauschdichte zu nimmt, spielt dieser nichtlineare Abschnitt oft untergeordnete Rolle. In Deinem Fall, wo die Bandbreite 1 MHz beträgt, trifft dies zu.
Es gibt von mir bezüglich Rauschspannung einen Elektronik-Minikurs:
"Rauschdämpfung mit Tiefpassfilter"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/noise1.htm
Lies das alles mal ganz genau durch. Dann verstehst Du worum es geht. Als "Prpband" dient ein CMOS-Opamp der LinCMOS-Opamp-Familie, - auch von TI.
Im Minikurs geht es genau um das Thema, einfach in der speziellen Anwendung zur Messung elektromyographischer Signale EMG, dass man die Frequenzbandbreite soweit reduziert, wie es zur Anwendung gerade noetig ist. Damit kann man logischerweise Rauschen reduzieren.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter.
Und dann noch etwas, unterschätze die Schnellsuch-Funktion des ELKO nicht. Sie ist ganz oben. Wenn Du dort 'rauschen' eingibst, zeigt das Resultat meinen Minikurs sogleich en erster Stelle. Mach mal einen Versuch mit der Eingabe von 'slewrate' und 'slew-rate'. Es lohnt sich stets beides auszuprobieren, mit und und ohne Bindestrich.
--
Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9
Gesamter Thread:
