Forum
Umrüstpflicht für Uralt-Steckdosen? (Bauelemente)
Beruflich komme ich in letzter Zeit wieder öfter in Wohnungen in denen mehr oder weniger große Teile der Elektroinstallation "original von damals" sind. Unter anderem sind auch noch Uralt-Steckdosen in Benutzung, flache Platten auf der Wand mit zwei Löchern und darin schlabbert lose der Stecker von einer Mehrfach-Steckdosenleiste.
Auch wenn ich kein Elektroinstallateur bin ist es für mich trotzdem offensichtlich daß diese hochgefährlich sind:
-kein Schutzleiter
-seitlich kann man an die stromführenden Stifte kommen wenn der Stecker nur halb drin ist
-Brandgefahr durch Lichtbögen (wenn man nur leicht wackelt spratzelt es schon deutlich)
Nun habe ich mich mal durch ein paar alte Bücher gewühlt und festgestellt daß diese Steckdosen vor dem letzten Weltkrieg einmal üblich waren wenn der Raum trocken ist und keine leitfähigen Teile enthält. Damals vertraute man anscheinend darauf daß Wände und Fußboden gut genug von der Erde isolieren daß es damit nicht so schlimm ist wenn man eine gewischt bekommt.
In den vergangenen Jahrzehnten haben diese Häuser aber oft eine Zentralheizung bekommen und wenn nicht dann ist spätestens mit dem Kabel-TV trotzdem eine gute Erdung im Wohnzimmer.
Wenn ich diese Probleme so anspreche dann sind die Vermieter nicht gerade begeistert davon die Anlage komplett sanieren zu lassen weil das schon immer so funktioniert hat, auch die Mieter selbst sagen oft nur daß ihnen in den letzten 60 Jahren nie etwas passiert ist.
Gesamter Thread:
