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Mittelwertbildung (Elektronik)
» Hallo Olit
»
» Danke für deine antwort, ich bin sehr froh und dankbar für deine
» unterstützung.
»
» Mein Problem ist das ich eine maximale Umdrehung von 69 U. pro Minute
» habe, wenn diese drehzahl erreicht ist soll eine Notabschaltung
» angesteuert werden. Nach deiner Schilderung ist die maximale U/min bei 66.
» Wie kann man das Problem am besten lösen?
Das bekommst du ohne zu rechnen hin. Die Impulse von 90ms sind jetzt einfach zu breit und würden sich bei 69 U/min theoretisch überlappen. Da sie sich aber nicht einmal berühren dürfen müssen sie schmaler werden. Berechnet hatten wir die Schaltung für 60 U/min. und rechneten mit 66 U/min. damit hatten wir bei 60 U/ min eine kleine Lücke zwischen den Impulsen. Als du mir sagtest, dass bei 66U/min ein Alarm generiert werden soll, hatte ich schon meine Bedenken ob das noch funktioniert. Die Lücke zwischen den Impulsen bei der zu messenden Höchstdrehzahl ist erforderlich, um das Monoflop für den nächsten Impuls vorzubereiten. Diese Pausenzeit nennt man Erholzeit. In dieser kurzen Zeit muss gewährleistet werden, dass der Zeitbestimmende Elko sich entladen kann damit er beim nächsten Impulsbeginn wieder bei null anfängt.
Wir verkürzen die Impulszeit um rund ein Drittel, in dem wir den 22µF Elko einfach entfernen. Dan ist immer noch der 47µ Elko als zeitbestimmendes Element vorhanden. Die erreichbare Höchstdrehzahl erhöht sich nun auch um rund ein Drittel also ungefähr zwischen 70 und 80 U/min. Also sind auch 69 U/min völlig problemlos zu messen. Da jetzt natürlich unsere drehzahlproportionale Spannung am Integrationselko entsprechend geringer ist muss die Verstärkung des Entverstärkers neu eingestellt und Abgeglichen werden. R1 hatten wir mit 82kOhm Widerstand und 47kOhm Einstellregler festgelegt. Den 82kOhm Widerstand wechselst du gegen einen 47kOhm widerstand und erreichst dadurch eine höhere Verstärkung. Jetzt brauchst du nur noch den Abgleich bei 60 U/min wieder auf 6V einstellen und alles ist paletti.
Zur Übung solltest du aber noch mal nachrechnen. Denn nach unserer ersten Ermittlung der Dimensionierung müsstest du ja in der Lage sein, selbstständig die Schaltung auf andere Erfordernisse umzudimensionieren. Ich hoffte, dass unser Bemühen einen Lerneffekt bei dir hinterlässt. Du musst dir schon mal die Mühe machen, die Berechnungen nachzuvollziehen um etwas davon zu verstehen. Es handelt sich doch um eine Lernübung! Betonung auf Lernen! Es geht doch nicht wirklich darum, dass du eine Dampfmaschine hast und dir dazu einer einen Drehzahlmesser entwickelt.
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