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OPV-Aufgabe (Elektronik)
» nun, wenn ich das mal mit meinen worten erklären darf...
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» am eingang kommt eine spannung mit 1Vs an. Die Verstärkung liegt bei 1.
» Also wird nur die neg. HW der Eingangsseite verstärkt, so dass am Ausgang
» eine pos. HW mit 1Vs rauskommt.
Bis hierher alles richtig. Aber offensichtlich zu formal gedacht. Die Verstärkung BIS zu dem Punkt, an dem der Gegenkopplungswiderstand 10kOhm angeschlossen ist, ist in der positiven Halbwelle gleich eins! (Denn die Spannung am invertierenden Eingang muss ja wg. der hohen Leerlaufverstärkung des OPV praktisch Null sein, folglich müssen die Spannungen am Eingang und HINTER der Diode gleich sein!) Anders gesagt: Die Diode liegt innerhalb der Gegenkopplungsschleife, der Spannungsabfall daran wird daher mit ausgeregelt.
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» und desswegen hätte ich ebenfalls gesagt Antwort ist 0,3V...
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Was wegen dem eben Gesagten falsch wäre.
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Da der Aufgabentext weder eine Aussage zur Frequenz noch dazu macht, ob und WIE bzw. WOMIT die Spannung gemessen werden soll, lässt sich eigentlich nur eine Aussage dazu treffen, welchen Wert die unbelastete Ausgangsspannung nach genügend langer Zeit (im Verhältnis zur Periodendauer) annehmen wird, wenn alle Verluste (die ebenfalls nicht gegeben sind) vernachlässigt werden. Und das ist dann eben der Spitzenwert der positiven Halbwelle- 1 Volt.
Allerdings ist der Ausgang der Schaltung ständig mit der Reihenschaltung 100 Ohm + 10 kOhm belastet, da der linke Anschluss des 10 kOhm- Widerstandes ja virtuell ständig an Masse liegt. Mit 100 nF macht das eine Zeitkonstante in der Größenordnung von 1 ms, so dass erst bei deutlich oberhalb von 1 kHz eine halbwegs saubere Gleichspannung entsteht.
» mfg
Gruß zurück
Bernhard
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