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Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage (Elektronik)

verfasst von BataillonDAmour E-Mail, 08.05.2009, 01:13 Uhr

Hi,

du hast absolut Recht. Die Trafoausnutzung von Mittelpunktschaltungen (die mit den zwei Dioden nennt man M2-Schaltung) ist natürlich kleiner als bei Brückengleichtung (4 Dioden = B2).

Man könnte den Mittelanzapfungstrafo als "3Phasen-Drehstromsystem" betrachten. Allerdings beträgt der Winkel zwischen den Phasen nicht wie üblich 120° sondern eben 180° :). Das geht tatsächlich - ist aber äusserst unüblich. Ersetze mal die jeweils 2x2 parallel geschalteten Dioden an der Mittelanzapfung durch jeweils nur eine Diode! Dann bekommst du einen ganz normalen 3Phasen-Drehstrom-Brückengleichrichter (B6: ).

Wenn der Unterschied beider Ausgangsspannungen des Trafos sehr klein ist und in ausreichendem Maße bei Belastung absinkt (Symmetrierung der beiden Wicklungen), dann kann deine Doppel-B2 (bzw. eine einfache 6-Dioden-Brücke) zu Lasten von erhöhtem Schaltungsaufwand und erhöhter Halbleiterverluste in den Dioden eine deutlich bessere Trafoausnutzung bieten. Das ist aber in der industriellen Praxis mehr als unüblich, weil man da gleich auf die Mittelanzapfung verzichtet und sich somit den erhöhten Schaltungsaufwand spart.

lg



Gesamter Thread:

Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage - Dave, 07.05.2009, 21:12 (Elektronik)
Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage - olit(R), 07.05.2009, 21:26
Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage - Dave, 07.05.2009, 21:42
Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage - Gast, 07.05.2009, 21:55
Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage - Dave, 07.05.2009, 22:16
Trafo mit Mittelabgriff - verständnissfrage - BataillonDAmour, 08.05.2009, 01:13