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Zündspule zum Testen direkt an Autobatterie anschliessen? (Elektronik)
Hallo Theo,
eine Fachwerkstatt findet sowas selbstverständlich.
Ich interpretiere diesen Thread aber in Richtung Auto-Bastler mit kleinem Unfall und selberreparieren des Jungtimers.
Cu
Stef
Das Bild über Deinem Beitrag ist genau die Schaltung, wie sie in den alten Fachbückern drin steht.
Klemme 30 = Dauerplusleitung, Klemme 15 = Plus 12V nach dem Zündschloß.
Eine Zündspule kann jederzeit direkt an die Autobatterie geklemmt werden, wenn ein paar kleine Bedingungen eingehalten werden:
1. Die Primärspule identifizieren (Mittelauslaß ist meißt für die Zündhochspannung - Gehäuse ist meißt Masse - rest der Anschlüsse durch Messen ermitteln)
2. Der Strom in der Primärspule steigt langsam an (erreicht nach ca. 10ms sein maximum) - Das bedeutet, daß die Spule nur über einen 'Wischerkontakt' und niemals fest mit 12V versorgt werden darf.
3. Auf gute isolation der verwendeten Drähte und große Querschnitte achten, da in der Zündspule relativ hohe Ströme fließen können. Auch die Induktionsspannung der Primärspule ist nicht zu verachten.
4. Meßgeräte nur Primärseitig und nur mit Schutzbeschaltung (HV-Widerstände als Spannungsteiler und Begrenzer am Meßgerät).
5. Sekundär-Seite (Zündkerze) entweder mit Glimmlampe und Widerstand oder durch Funkenstrecke simulieren.
Es gibt Zündspulen für mechanische Unterbrecher (Hochohmig) und Zündspulen für elektronische (Transistorzündung) Steuergeräte. Diese sind relativ niederohmig, da die Steuerung den Strom kontrolliert.
Im Zweifelsfalle hast Du bereits die Zündspule durch das direkte anschließen ruiniert, so daß es einen Windungsschluß im innern durch überhitzung gegeben hat.
Cu
Stef
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