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Rückleitung bei HF Signalen (Elektronik)
Hallo helgeK,
man kann sagen, das der Rückfluss immer entlang der Linie der geringsten Impedanz ist. Schauen wir uns mal eine Ersatzschaltbild einer Leitung an. Diese besteht immer aus einem hintereinanderschalten einer Serien Induktivität und eines Serienwiderstands und parallel dazu eine Kapazität (Sorry, keine Bild, vielleicht googlest du da mal nach "Ersatzschatlbild einer Leitung" ) .
Bei geringen Frequenzen spielen L und C keine Rolle. Daher bleibt nur das R übrig. Der Rückfluss erfolgt also über den Weg mit dem geringsten ohmschen Widerstand.
Werden die Frequenzen höher, so steigt die Impedanz der Induktiviät. Diese kann schnell betragsmäßig wesentlich höher werden als der Wert des Widerstands. Daher wird der Rückfluss nun den Weg der geringsten Induktivität nehmen. Also merke:
"Bei geringen Frequenzen ist der Rückluss über den Weg des geringsten ohmschen Widerstand. Bei hohen Frequenzen erfolgt der Rückfluss über den Weg der geringsten Induktivität."
Stellt sich nun die Frage, was der Weg der geringsten Induktivität ist. Dieser ensteht dann, wenn Feldlinien des HF-Feldes möglichst kurz sind. Ansonsten würden Schleifen enstehen und diese stellen immer eine Induktivität dar. Die kürzesten Feldlinien ergeben sich, wenn ein Rückfluss unter dem Hinleiter möglich ist. Daher erfolgt der Rückfluss, wenn immer möglich, genau unter dem Hinleiter.
Ähm, hoffe die Erklärung war nicht zu verwirrend,
Grüße,
Ingo
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