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Probleme mit Lautstärkepoti (Elektronik)
» Hallo,
» ich habe einen Gitarrenverstärker , der prima klingt und leicht ist.
» Das Teil hat nur ein Problem: der Master-Volumepoti, der die
» Gesamtlautsärke beider Kanäle regelt.
» Dummerweise hat er einen ausgeprägten "Sprung" in seinem Regelverhalten.
» Erst mal kommt nichts, dann macht die Lautstärke innerhalb eines
» Millimeters Regelweg so einen Sprung, dass es im Prinzip von "zu leise"
» auf "viel zu laut" geht. Insgesamt ist der Verstärker so höllenlaut, dass
» ich ihn sowieso nie über "halb" auf (12Uhr) aufdrehen würde.
»
» Als Poti eingebaut ist derzeit ein Kohleschicht-Poti A500kOhm
» (http://www.ab-sachsen.de/deutsch/products/documents/RK1610N.pdf). Ich
» nehme mal an, dass der Sprung beim Übergang auf die Kohle auftritt.
»
» Was könnte ich nun machen, dass sich die Lautstärke sanft und gleichmäßig
» hochdrehen läßt? Dabei muss, wie gesagt, nicht die ursprüngliche maximale
» Lautstärke erreicht werden.
»
» Ich nehme an, das könnte man vielleicht mit irgendwelchen
» Zusatz-Widerständen regeln, ggf. den Potentiometer selbst austauschen plus
» Widerstände einlöten. Da ich nicht riskieren möchte, dass ich den
» Verstärker zerstöre (irgendwelche Lasten muss man ja einhalten) würde ich
» Euch gerne mal um ein paar Tips bitten.
»
» Vielen Dank!
» Hermann
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Hallo Hermann,
Ist das Poti tatsächlich das Lautstärkepoti?
Wenn ja, dann ist es üblicher Weise mit logarithmischer Charakteristik.
Das Dumme mit dem Sufix "A" dem Wert vorangestellt,
ist nicht ganz einheitlich von Hersteller zu Hersteller.
Ich denke, dass "A" mehr als log. Poti in Verwendung kommt.
"B" wäre linear.
Was anderes:
Ist der Gitarrenverstärker ein Röhrenverstärker?
Das würde den hohen Wert für ein Lautstärkepoti erklären.
-- Einfach austauschen, mit dem selben Wert und Größe.
Die Leistung der Kohleschicht kann ein Argument sein, ist meist so ein 1/3 Watt
bis 1/2 Watt von diesen alten Potis.
Die moderneren Potis halten einiges mehr aus.
Auch die Schleifer sind besser.
Diese haben die selben Verlust-Leistungsausführungen.
Ab 1 Watt oder manchmal schon 1/2 Watt könnten Drahtpotis Verwendung finden.
Teste mal, das Poti mi dem Ohmmeter, steigt der Wert log. schnell, oder lin. schnell?
-- Die Ursache könnte wirklich ein Leiterschichtbruch sein.
Vom Übergang Anschlussniete zur Widerstandsbahn.
Ober vielleicht ist das Poti schmutzig, so dass der Schleifer kratzt, und auf bestimmten Stellen abhebt.
Ergänzend:
Naja, was hältst von einem Schalter-Poti?
Da gibt es passende Bausätze - Ein Drehschalter mit 12 Stufen zB, und Serienwiderstände in angenehmen Stufungen.
Üblich wären zwar 3dB Schritte, aber du kannst ja für dich mogeln.
Grüße
Gerald
--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER!
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