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Modulation? (Schaltungstechnik)
Andy, ich möchte dir deine Träume nicht platzen lassen, aber wenn du erst einmal die Theorie von Elektrotechnik und Elektronik kennst und ein paar Jahre lang praktische Erfahrungen gesammelt hast wirst du nicht mehr von Wirkungsgraden >100% träumen.
Mich haben schon einige Leute auf Hilfe beim Nachbau von solchen Maschinen angesprochen, es hat sich aber immer wieder herausgestellt daß der scheinbare "Over Unity"-Effekt mindestens eine von vier Ursachen hat.
1. Falsche Definition des Wirkungsgrades.
Ein Wandler benötigt z.B. im Leerlauf 5W, wird der Ausgang mit 6W belastet nimmt er am Eingang 8W auf also 3W mehr. Die Fachwelt definiert den Wirkungsgrad als 6W(Paus) / 8W(Pein) = 75% , es gibt aber auch Leute die glauben daß 6W / 3W = 200% sein würde.
2. Meßfehler und Fehlmessungen.
In meisten Schaltungen kommen kurze hohe Stromimpulse vor und auch die Spannung ist nicht immer eine reine Gleichspannung. Wird das Meßinstrument in den Spitzen übersteuert weil es mit dem Crestfaktor nicht klarkommt zeigt es einen zu kleinen Mittelwert an obwohl in Wahrheit mehr Strom fliest. Im Extremfall stimmt nicht einmal mehr das Vorzeichen, Plus oder Minus.
Werden Wechselspannungen "gemessen" ist meistens unbekannt welchen Wert das Instrument anzeigt, ob das jetzt der echte Effektivwert ist; der Gleichrichterwert umgeeicht auf Pseudo-Effektiv oder der Honk333PMX-Wert der zufälligerweise bei 50Hz-Sinus gleich dem Effektivwert wäre.
Selbst wenn das Instrument nur neben der Schaltung liegt zeigt es durch Einstreuungen sehr viel mehr als 0,00V an, selbst wenn seine Eingänge kurzgeschlossen wird.
3. Das untersuchte Gerät befindet sich nicht im stationärem Zustand.
Im Versuchsaufbau befindet sich unbemerkt ein Energiespeicher (chemisch; thermisch etc.) der sich entlädt und nach außen hin sieht es aus als überschüssige Energie auftreten würde. Siehe auch "Kalte Fusion".
4. Das untersuchte Gerät setzt fremde Felder oder Leistung aus Hilfsgeräten um. Siehe auch 1.
Egal ob Meßverstärker Spannungen und Ströme dazu liefern oder eine Pumpe das Kühlwasser umwälzt, alles kann sich zur Nutzleistung addieren und den Eindruck entstehen lassen daß mehr heraus kommt als hineingeht.
Ausgenommen von Punkt 4 sind natürlich Geräte die extra fremde Felder anzapfen sollen. Bei Solarzellen; Antennen und dynamischen Mikrofonen/Lautsprechern ist es klar daß diese mehr elektrische Leistung liefern können als hineingesteckt wird weil sie Licht; Radiowellen oder Schallschwingungen aufnehmen.
Bei Orgonenfeldern warte ich dagegen noch auf eine unabhängige wissenschaftliche Bestätigung.
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