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OPV an hochomiger Quelle (kondensator) (Schaltungstechnik)

verfasst von ElektronikFelix, 10.04.2009, 18:23 Uhr

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

» Ein Kondensator trennt nicht galvanisch, weil er lässt Wechselströme, je
» nach Kapazität und Frequenz ungehindert durch. Ein galvanisch trennendes
» Bauteil muss Gleich- und Wechselspannungen, ausser gewisser parasitärer
» Effekte (z.B. unvermeidliche Kopplungskapazotäten), gleichermassen
» isolieren. Soviel zum Thema galvanische Trennung!
»

Da habe ich wohl eine falsche Vorstellung von galvanischer Trennung, dachte immer, dass bedeutet, dass Ladungsträger von der einen nicht auf die andere Seite wechseln können... werde ich mir nochmal anschauen.

» » Da ich den extrem hohen Eingangswiderstand des OPs nutzen möchte,
» » hängt nun mein nichtinvertierender Eingang "in der Luft", sprich ich
» habe
» » auf den Widerstand gegen Masse (zwischen Kondensator und OP-+-Eingang)
» » verzichtet. Dadurch sind natürlich die Widerstände der beiden
» OP-Eingänge
» » gegen Masse sehr unterschiedlich.
»
» Du hast bisher noch nicht verstanden, wie ein Operationsverstärker
» überhaupt arbeitet...
»

mmh? - kann man natürlich nie ausschließen.

» Was Du hier andeutungsweise schilderst, geht in Richtung Komparator, weil
» eine Gegenkopplung zwischen Ausgang und inv. Eingang willst Du ja nicht
» haben, denn Du willst der nackte extremst hohe Eingangswiderstand des
» invertierenden Einganges.

Aber wo habe ich das denn geschrieben. Natürlich ist der OPA in meiner Schaltung zwischen dessen Ausgang und dem invertierenden Eingang rückgekoppelt, so wie das auch im Kompendium hier beschrieben ist für einen nichtinvertierenden Verstärker. Die kapazitive Kopplung zwischen dem OPA und meinem Meßsignal bezieht sich ausschließlich auf den nichtinvertierenden Eingang. Nur kommt halt zwischen Kondensator und OPA nichts mehr - normalerweise würde ich dort einen Widerstand gegen GND hintun, um ihn auf des entsprechende Potential für DC zu legen. Das will ich nach möglichkeit hier aber vermeiden (was wohl nach euren Postings allerdings so nicht zu gehen scheint, zumindest prinzipiell nicht, denn in der Praxis geht es mit einigen OPAs tatsächlich - meine Frage ist allerdings grundsätzlicher Natur).

» Nimmst Du einen LinCMOS-Opamp, bestehen auch die Eingangsstufen aus
» MOSFETs und das bedeutet, die Eingangswiderstände an beiden Eingängen sind
» innerhalb des zulässigen Gleichtaktbereich extremst hochohmig, so etwa im
» 1000-G-Ohm-Bereich.
»
» Was auf gar keinen Fall funktioniert ist eine direkte kapazitive
» Ankopplung an die Eingänge, weil so weiss der als Komparator wirkende
» Opamp nicht was er tun sollte und der Ausgang wirkt chaotisch zwischen
» etwa den extremen Maximalspannungen der Betriebsspanung.
»
» » Die Frage ist, erhalte ich nur eine mehr oder weniger große
» » Offsettspannung, oder geht das gar nicht?
»
» Also jetzt noch einmal zum extrem hochohmig beschalteten Komparator. Du
» kannst diese Eingaenge extrem hochohmig an Spannungsquellen ankoppeln. In
» diesem Fall muss die Schaltung allerdings in einer Metallbüchse (verbunden
» mit dem GND der Speisung) abgschirmt sein, weil sonst die umgebenden
» E-Felder der Schaltung keinen Gefallen tun.
»
» Nun kannst Du bei diesem Experiment diese beiden extrem hochohmigen
» Widerstände zwischen den beiden Eingängen und GND (bei symmetrischer
» Speisung) anschliessen und die Offsetspannung am Ausgang messen, wenn sie
» nicht bereits so hoch ist, so dass die Ausgangsspannung in die Sättigung
» geht. Die Offetspannung resultiert aus den Offsetströmen (siehe
» Datenblatt), den extrem hohen beschalteten Widerständen und der offenen
» Schlaufenverstärkung des Opamp, der irgendwo bei einigen 100'000 liegt.

Genau diese Offsetströme sind das, worüber ich mir Gedanken gemacht habe. Wenn diese Offsetströme von keinerlei anderen Umständen abhängen, dann kann meine Schaltung eben nicht funktionieren, da ich ja den nichtinvertierenden Eingang mit dem Kondensator mit einem nichtendlichen Widerstand (DC) beschalte und damit (fast) die komplette Betriebsspannung des OPA dort anliegen wird.

» » Gibt es dazu einen Text hier im
» » Kompendium - habe gesucht, aber nichts dazu gefunden.
»
» Das leuchtet ein, weil Du hast im Grunde nach einem Phantom gesucht. Das
» was Du "erfinden" wolltest, gehört schon eher in den Bereich der Märchen
» und Fabeln. In der Realität gibt aber keine Froschkönig-Schaltung...
» :cool: :lookaround: :cool:
»
» Mein Tipp: Befasse Dich zu allererst mit Grundlagen des
» Operationsverstärkers und erlebe ihn durch selbst realisierte Experimente.
» Das ELKO bietet Dir einiges dazu.
»
» Und ganz zum Schluss: Das eigentlich Phanatstische liegt in der Realität.
»
» Ich habe da einiges geschrieben. Ich hoffe es hilft Dir. Mehr Zeit werde
» ich dafür nicht investieren.

Ja es hilft und hat es auch schon öfter in der Vergangenheit! Vielen Dank!



Gesamter Thread:

OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - ElektronikFelix, 10.04.2009, 09:41 (Schaltungstechnik)
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - x y, 10.04.2009, 11:35
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - schaerer(R), 10.04.2009, 16:38
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - schaerer(R), 10.04.2009, 16:36
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - ElektronikFelix, 10.04.2009, 18:23
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - schaerer(R), 10.04.2009, 18:52
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - Harald Wilhelms(R), 11.04.2009, 10:48
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - hws(R), 11.04.2009, 10:51
OPV an hochomiger Quelle (kondensator) - Harald Wilhelms(R), 11.04.2009, 11:08