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Induktive Kopplung (Elektronik)

verfasst von Hartwig, 28.03.2009, 14:30 Uhr

HAllo Fox,

mach folgendes Gedankenexperiment (ich hab das wirklich mal gemacht): nehm einen starken Permanentmagneten und ein Stück Draht. An beide Enden des Drahtes legst Du ein hochohmiges empfindliches Voltmeter (bei mir AC-Voltmeter 1mV Vollausschlag bei 1MOhm Eingangswiderstand). Dann den Draht durch das MAgnetfeld ziehen - Du bekommst einen deutlichen Zeigerausschlag des Instrumentes! Durch die Bewegung des Drahtes Im MAgnetfelt induzierst Du eine Spannung im Draht. Ist das Magnetfeld ein Wechselfeld, benötigst Du keine mechanische Bewegung. Du hast also grundsätzlich auch eine Einkopplung bei "offener" Leitung. Schließt Du die Leitung ab, wirst Du einen mehr oder weniger kräftigen Strom bekommen, mit entsprechendem Spannungsabfall am Abschlußwiderstand. Ist dieser 0 Ohm, fällt auch keine Spannung daran ab, aber es fließt ein kräftiger Strom. Praktisch hast Du dann einen Spannungsabfall am Leitungswiderstand. Das erklärt, das magnetische Einkopplungen recht schwer zu verhindern sind. Eine magnetische Abschirmung ist teuer, bei Signalleitungen hilft oft nur ein symmetrischer Aufbau mit Differenzverstärkereingängen empfängerseitig.
Viele Grüße
Hartwig



Gesamter Thread:

Induktive Kopplung - Fox, 27.03.2009, 23:51 (Elektronik)
Induktive Kopplung - Gast, 28.03.2009, 00:41
Induktive Kopplung - Fox, 28.03.2009, 01:12
Induktive Kopplung - Hartwig, 28.03.2009, 11:03
Induktive Kopplung - Hartwig, 28.03.2009, 11:19
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Induktive Kopplung - Hartwig, 28.03.2009, 14:30
Induktive Kopplung - Baldwin(R), 28.03.2009, 16:47
Induktive Kopplung - Hartwig, 28.03.2009, 17:06
Induktive Kopplung - BataillonDAmour, 28.03.2009, 18:11
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