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Berechnung für Spule gesucht. (Schaltungstechnik)
Mal eine dumme Frage, aber was soll das für eine Art von "Information" sein die nicht einfach so von einem Trafo übertragen werden kann?
Wenn du die Spannung an der Primärspule modulierst dann erscheint das hochtransformiert genauso an der Sekundärspule, dabei ist es grundsätzlich egal wie der Trafo im Detail aussieht.
Annähernd an deine gewünschten Werte kommt ein alter Zeilentrafo aus der Fernsehtechnik heran, zumindest die dicken Teile vor 10 bis 15 Jahren. Ich hatte erst letztens einen 29221-025.12 von Grundig meiner Sammlung hinzugefügt, 25kHz 15kV bei 5mA ist noch fast sein normaler Arbeitsbereich, die Grenzen wollte ich nicht ausprobieren. Evtl. gibt es von http://www.hrdiemen.es/ noch Nachbauten oder andere Typen.
So etwas selbst wickeln ist nicht unmöglich, aber wenn dir die nötigen Erfahrungen mit HV-Trafos fehlen wirst du erstmal viele hundert Euro in stinkende Kupfer-Kohle-Brocken und abgeschossene Schalttransistoren versemmeln.
Aus meinen Erfahrungen:
Eine "einfache" Wicklung ist bis rund 300V zuverlässig möglich, bei höherer Spannung kann es zu Glimmentladungen kommen die langsam aber stetig die Drahtisolation zerfressen.
Wird die Wicklung auf mehrere nebeneinander liegende Segmente eines handelsüblichen Spulenkörpers aufgeteilt ist die Grenze bei rund 2kV.
Für höhere Spannungen mußt du die Wicklung in viele dünne Lagen aufteilen. In jeder Lage wird der Draht flach ohne Überkreuzung gewickelt, zwischen den Lagen kommt jeweils eine Isolierfolie. Alles zusammen wird entweder in einem Becher voll Öl versenkt oder im Vakuum mit Lack getränkt. Ich mache so etwas nicht mehr oft.
Btw: Hat jemand von euch einen Vorschlag für eine gut isolierende Vergußmasse die ich ähnlich wie Kerzenwachs schmelzen und verarbeiten (und später auch wieder einmal entfernen) kann? Wachs selbst zieht sich beim Abkühlen stark zusammen und bekommt Risse.
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