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Oszilloskop-Masse mit PE-Leiter verbunden->Probleme dadurch (Elektronik)

verfasst von jhfusjk  E-Mail, jölfkghj, 11.09.2008, 16:28 Uhr

» Hallo,
»
» bei vielen Ozilloskopen ist doch das Massekabel der Prüfspitze direkt mit
» dem PE-Leiter der Schutzkontaktsteckdose des Hausnetzes verbunden.
» Ist das richtig?
» Wenn ja, dann messe ich also immer eine Spannung bezogen auf auf die
» Erdmasse und es geht auch gar nicht anders, da dies intern so fest
» verbunden ist.
»
» Will man wie beim normalen Digitalmultimeter DMM den Spannungsabfall an
» einem beliebigen Widerstand irgendwo in einer Schaltung messen geht das
» mit dem Oszi gar nicht.
» Mit dem DMM kann man ja die Spannung parallel zum Widerstand messen, auch
» wenn auf beiden Seiten des Widerstandes zur Masse ein Potential besteht.
»
» Würde man das Massekabel des Oszilloskops mit einem Potentialpunkt
» ungleich Null in einer Schaltung verbinden, so hätte man vielleicht nicht
» unbedingt einen Kurzschluß, weil man die Messschaltung über Trenntrafo
» betreibt oder Akku, aber es müssten doch Aussgleichsströme wegen eines
» Potentialunterschieds zwischen leitenden Körpern auftreten.
» Also der Potentialpunkt in der Schaltung auf der einen Seite und dem
» Potential-Null des PE-Leiters auf der anderen Seite.
»
» Ist dies noch richtig?
» Ja, schade, weil ich es auch interessant fände,
» den Spannungsverlauf irgendwo in einer Schaltung zu sehen, nicht nur im
» Bezug zur Masse.
» Außerdem,
» dieses Wissen scheint mir extrem wichtig und fundamental zu sein, dass es
» mich wundert, dass ich in mehreren Unterlagen zum Thema nichts gefunden
» habe. Oder verstehe ich da etwas nicht richtig?
» Dieses müßte in jeder Erklärung zum Oszilloskop gleich zu Beginn geklärt
» werden.
»
»
»
» Also, man muss man in einer Schaltung immer einen Punkt finden, der
» Nullpotential hat. Dorthin muss das Massekabel gelegt werden.
»
» Dies ruft aber gleich wieder neue Fragen auf:
» 1) Wie ist das bei einer Batterie oder Akku?
» Schließlich steht dort immer Minus- und Pluspol. Ist der Minuspol so etwas
» wie ein negativ geladener Pol mit ein wenig Überschuss an negativer Ladung.
» Solange ich nur das Massekabel an den Minuspol lege müssten vielleicht
» geringe Ausgleichsströme fließen?
»
» 2)Na gut, bei der Batterie ist das noch nicht so entscheident. Aber was,
» wenn
» ich direkt an den Enden eines Trafos die Wechselspannung messen möchte?
» Da gibt doch gar kein Nullpotential bzw. keine Masse.
» Wenn man nun das Massekabel des Oszilloskops, also eigentlich den
» PE-Leiter der Netzzuführung (Schukostecker),
» an ein Pin der Sekundärseite legt, so müssten doch sofort
» Aussgleichsströme mit der Erdmasse beginnen, auch wenn kein geschlossener
» Stromkreis zum Netz besteht.
» Und wie gesagt, es besteht immer ein Potential von der Oszilloskopmasse
» (PE-Leiter) zum Trafo.
»
»
» 3)
» Der Begriff Masse ist ungenau.
» Häufig wird er als bestimmter Bezugspunkt definiert, zu dem alle weiteren
» Spannungen angegeben sind. Dies heißt aber nicht, dass dieser Punkt auch
» Potential-Null haben muss.
» Genau dies ist aber beim Oszilloskop der Fall, nämlich Potential-Null des
» Massekabels. Und zwar immer.
»
»
» Wäre schön, wenn ihr zu meinen Äußerungen ein paar fundierte Antworten zur
» Aufklärung geben könntet.
»
» Insbesondere zu Punkt 2).
»
»
» Anmerkungen:
» a) Die Erde und damit den PE-Leiter im Haus nehme ich der Einfachheit
» halber als Potential-Null an.
» b) Es gibt auch Oszilloskope, die nicht mit dem PE-Leiter verbunden sind,
» die sind hier nicht gemeint.
»
»
» Gruß und Danke:-)



Gesamter Thread:

Oszilloskop-Masse mit PE-Leiter verbunden->Probleme dadurch - bernd k, 04.08.2008, 18:22 (Elektronik)
Oszilloskop-Masse mit PE-Leiter verbunden->Probleme dadurch - jhfusjk, 11.09.2008, 16:28