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uV verstärken (Elektronik)

verfasst von BataillonDAmour E-Mail, 13.08.2008, 00:23 Uhr

Hi!


» Erstmal Danke für die schnellen Antworten,
»
» Genau das mit dem möglichst geringen DC Offset war mir klar.
» Wollte gleich einen uC mit integriertem A/D Wandler benutzen ,die gibts ja
» soweit ich weiß bis 16 Bit(ich benötige mindestens 14Bit),

Eeeehm... du redest im Startposting davon, dass die Genauigkeit keine Rolle spielt und etzet willst du mit 14 Bit auflösen? Das entspricht einer Genauigkeit von 0,006 % :-D ! Wenn da was sinnvolles rauskommen soll, muss der Fehler der ganzen restlichen Schaltung in der Grössenordnung oder drunter liegen.
Bist du dir sicher, dass 14 Bit wirklich notwendig sind, wenn du wirklich nur zwei Ströme unterscheiden willst, die um mehrere Zehnerpotenzen differieren. Man könnte meinen, da reicht im Endeffekt... 1 Bit.

Nur so als Denkanstoss:
Die Sicherung besteht sicher aus Zink und dessen spez. el. Leifähigkeit hat einen Temperaturkoeffizienten von ca. 4e-3 1/K und 2e-6 1/K². Die Sicherung brennt bei ca. 400 °C durch. Über den gesamten "Messbereich" deines "Strommessshunts" hast du also durch die prinzipbedingte Eigenerwärmung der Sicherung bei Stromfluss einen Fehler von fast 200 % :-D. Und die Drift bedingt durch die Umgebungstemperatur beträgt > 0,4 %/K - macht einen Gesamtfehler über den gesamten automotiven Temperaturbereich von > 50 %. Wie gedenkst du, diese beiden Fehler zu kompensieren bzw. auf > 0,006 % zu senken?
Eine billige Lösung wäre ein Lookuptable im µC gegen die Eigenerwärmung und zusätzliche Messung der Umgebungstemperatur. Eine freakige Lösung wäre eine Art Kompensationsmethode: Man nehme eine zweite Sicherung und installiere sie unter den exakt gleich Umständen wie die erste. Dann misst man die Spannung über der ersten Sicherung und schickt genau so viel Strom duch die zweite Sicherung, bis da die gleiche Spannung drüber abfällt. Ist natürlich entsprechend umständlich - muss man u.U. auch nicht realisieren, aber man kanns theoretisch untersuchen und in der DA mehrere Seiten mit füllen ;).
Das nächste Problem ist, dass die Sicherung vermutlich keinen Vierleiter- oder Kelvin-Anschluss zulässt, oder? D.h. du misst immer den Spannungsabfall über irgendwelche undefnierten Kontaktstellen mit. Wie gross ist der maximal eingebrachte Fehler?

Warum muss die Sicherung als Shunt missbraucht werden? Kann man keine Alternativen anwenden? Kompensationsstromwandler, magnetoresistive Stromsensoren usw.? Ist das nur ne Kostenfrage, wollen die keine Kabel aufzwacken, wollen die den Messstrom nicht verfälschen?

Wenn du das wichtigste über reale Instrumentationsverstärker wissen und die meisten Datenblattangaben verstehen möchtest, dann empfehle ich dir das kostenlose Designers Guide von Analog Devices:
http://www.analog.com/analog_root/static/technology/amplifiersLinear/InstrumentationAmplifiers/designersGuide.html

lg



Gesamter Thread:

uV verstärken - Tobsen, 11.08.2008, 10:48 (Elektronik)
uV verstärken - frick, 11.08.2008, 11:42
uV verstärken - Altgeselle, 11.08.2008, 13:49
uV verstärken - BataillonDAmour, 12.08.2008, 17:27
uV verstärken - Tobsen, 11.08.2008, 14:58
uV verstärken - x y, 11.08.2008, 15:11
uV verstärken - reinhold, 11.08.2008, 15:23
uV verstärken - Hartwig, 11.08.2008, 17:13
uV verstärken - Altgeselle, 11.08.2008, 16:27
uV verstärken - Tobsen, 11.08.2008, 19:47
uV verstärken - BataillonDAmour, 13.08.2008, 00:23
uV verstärken - Elko_Scotty(R), 11.08.2008, 17:53
uV verstärken - Tobsen, 11.08.2008, 19:45