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Sensorschaltung mit LM311 (Elektronik)

verfasst von Eberhard(R)  E-Mail, 06.08.2008, 00:04 Uhr

» Hi,
» Kann sich bitte jemand kurz die Schaltung anschauen? Sie will so überhaupt
» nicht. Das Original schaut so aus:
»

Zunächst hast Du alles nach Schaltplan richtig angeschlossen, ja sogar bemerkt, dass der Verbindungspunkt zwischen Pin 4/Masse (Schirm-Symbol) und R3/D1/Relais fehlt.

Meines Erachtens stimmt die Schaltung noch nicht ganz für der gewünschte Funktion, so wie auch die zugehörige Originalbeschreibung (http://electronicdesign.com/Articles/Print.cfm?ArticleID=9137) nicht stimmt.

Das bestätigt Deine Feststellung, dass das Relais nur anzieht (also die Pumpe stoppt), wenn Punkt A direkt mit Punkt C verbunden wird. Dann fließt der gesamte Relaisstrom von +12V über das Thyristor-Gate (!) und das Relais nach Masse und nicht - wie es eigentlich sein sollte - über Pin 7 des Komparators (eigentlich der nicht-invertierte Ausgang, hier jedoch der Laststrom-Eingang bzw. Ausgangs-Kollektor), Pin 1 des LM311 (= invertierter Ausgang bzw. Ausgangs-Emitter), den getriggerten Thyristor und das Relais nach Masse.

Damit es nicht zuviel auf einmal wird, mache zunächst folgenden Versuch:

- Verbinde R1 am Punkt B mit Masse (natürlich nicht im Wasser).
- Tauche Elektroden A und C ins Wasser (nicht direkt verbunden).

Zieht das Relais nun an und die Pumpe stoppt? Wichtig hierfür ist, dass besonders diese beiden Elektrodenflächen groß genug sind, damit ausreichend Strom fließen kann (typ. 60µA Thyristor-Triggerstrom, max. 200µA).

Falls NEIN, dann melde Dich wieder. Wenn JA, dann Umbauarbeiten wie folgt:

- Entferne Pin 3 des Komparators vom Spannungsteiler
- Entferne R1
- Verbinde Pin 2 des Komparators mit dem Spannungsteiler R1/R2 (wo vorher Pin 3)
- Lege Pin 3 über R1 (100k) nach Masse
- Schließe Elektrode B an Pin 3 an

Jetzt sollte es eigentlich klappen wie gewünscht:

- Elektrode C bleibt unten, Elektrode B der Minimum-Pegel und Elektrode A der Maximum-Pegel

- Ohne Wasser liegt Elektrode B = Pin 3 = invertierender Eingang über R1 nach Masse (genau genommen fließt ein sehr kleiner Strom [<150nA] aus Pin 3 heraus über R1 nach Masse, deshalb <15mV über R1), Pin 2 = nicht-invertierender Eingang liegt auf ca. 1,5V (also positiver als Pin 3) und damit ist der invertierte Ausgang gesperrt, das Relais kann keinesfalls anziehen, das heißt die Pumpe läuft.

- Mit steigendem Pegel bekommt Elektrode B Kontakt und falls über die Elektrode B ausreichend Strom fließen kann, so dass der Spannungsabfall an R1 >1,5V ist, liegt der invertierende Eingang über dem nicht-invertierenden. Der invertierte Ausgang wird leitend, jedoch ist der Thyristor noch nicht getriggert und das Relais zieht folglich noch nicht an.

- Bei Erreichen des oberen Pegels wird der Thyristor schließlich über Elektrode A getriggert, das Relais zieht an und die Pumpe bleibt stehen.

- Fällt der Pegel unter Elektrode A ändert sich zunächst nichts.

- Fällt der Pegel auch unter Elektrode B, sperrt der invertierte Ausgang, das Relais fällt ab und die Pumpe läuft wieder.

:ok:



Gesamter Thread:

Sensorschaltung mit LM311 - triti(R), 05.08.2008, 16:47 (Elektronik)
Sensorschaltung mit LM311 - siehe Datenblatt, 05.08.2008, 16:59
Wie meinen? - triti(R), 05.08.2008, 18:59
Wie meinen? - hws(R), 05.08.2008, 19:43
Sensorschaltung mit LM311 - Eberhard(R), 06.08.2008, 00:04
Ausgebessert, funktioniert ! Aber kann man auch... - triti(R), 06.08.2008, 13:16
... eher nicht! - Eberhard(R), 09.08.2008, 23:49
... eher nicht! - triti(R), 10.08.2008, 23:58