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Könnt Ihr Versuchssteckboarde oder -systeme empfehlen? (Elektronik)
» Wie sind z. B. die aus den Lernkästen hier aus m ELKO-Shop?
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» Reichen die auch für größere Schaltungsversuche, + kann man die auch
» länger benutzen, oder machen die vielleicht nach ner Zeit Probleme,
» (Kontaktschwierigkeiten durch ausnudeln, Korrosion, oder so, usw.)?
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» Bzw. gibt s auch bessere Varianten z. B. bei Reichelt, Pollin, Conrad
» etc.?
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» Oder ist das alles Quatsch mit so nem Steckboard, das man vielleicht
» besser irgendwie mit Pinnadel, Reißzwecken auf Kork oder so rumtüdelt?
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» Hab da überhaupt keine Erfahrungen und würde gern eure Meinung dazu
» hören.
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» Gruß Andreas
Es kommt auf den Anspruch an, den man an eine Sache stellt.Ich bin einerseits von berufswegen mit dem thema befaßt und andererseits auch ein Tüftler und Bastler.
Professionell würde ich niemals ein Steckboard benutzen, nicht im Bereich Industrie-Elektronik, zeitkritische Schaltungen, schnelle Logikschaltungen usw.
Da haben wir in der entwicklung, also vor der ersten richtigen gedruckten Leiterplatte, immer mit professionellen Lochraster-Platten gearbeitet, gelötet und gewrappt.
Als Privat-Bastler hingegen hab ich nichts gegen Steckboards. Selbst im Bereich Röhrentechnik sind sie bei Einschalten des Gehirns (sprich kapazitive Kopplungen und Wackler vermeiden) mit Adaptern an den Sockeln brauchbar. "Schnelle", zeitkritische Schaltungen hingegen brauch ich beim basteln garnicht, muß also auch keine Rücksicht darauf nehmen.
Um mal eine Hausnummer zu nennen, funktioniert bei mir auch noch ein gestecktes KW-Audion problemlos, sprich 20...30MHz sind allemal drin, wenn man nicht genau nebeneinanderliegende Kontaktreihen für Schwingkreise benutzt. Das allerdings schließt sich ja schon dadurch aus, daß Schwingkreisspulen und Drehkos ja gewisse Abmessungen haben, bei denen automatisch genug Abstand gegeben ist.
Ich hatte für solche Privatbasteleien mal vor 30 Jahren ein recht teures Steckboard gekauft, Wish-Board oder so aus den USA, das ist heute noch im Einsatz und funktioniert nach wie vor einwandfrei, bis auf ein paar selber verbogene Kontakte (zu dicke Bauteildrähte).
Irgendwann aus dem Angebot nachgekaufte Billigstware von Pollin arbeitet bei mir bisher genauso reibungslos, ist halt nur nicht auf so eine schöne feste Alu-Platte geklebt sondern lose.
Also mein Tip:
Bloß keine professionelle Arbeit, die ja für gutes Geld eine gute Wertigkeit besitzen soll, mit sowas erschweren, und vage, nicht nachvollziehbare Probleme selbst einbrocken.
Zum privaten Basteln, speziell wenn man noch nicht genau weiß wohin sich die Schaltung entwickeln soll ist es gut genug geeignet, ehe man einige, ja auch nicht gerade geschenkte, Lötboards beim Umfummeln versaut.
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Gruß Jogi - Es ist bereits alles gesagt, nur noch nicht von Jedem.
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