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(sehr) hohen Strom gleichrichten (Elektronik)
» Hallo allerseits,
»
» ich habe mich momentan mal ein bisschen mit dem Thema Schaltnetzteil
» auseinander gesetzt. Da ist mir aufgefallen, dass ich "trotz" dem kleinen
» Kern immer noch Dioden brauche, die die hochfrequente Wechselspannung
» wieder in eine pulsierende Gleichspannung umsetzen.
Tja, ohne Gleichrichtung keine Gleichspannung
» Hier könnte man je schöne Dioden nehmen, aber jetzt kommt meine Frage
» dazu: Es gibt ja durchaus Schaltungen, die bei <15V mit >20A oder gar >50A
» arbeiten (man denke nur an Schweiß-Inverter, Kfz-Ladegeräte mit
» Schnellladung,...). Was kann man da machen?
Man nimmt Dioden, die etwas mehr Strom abkönnen.
Es gibt Typen, die durchaus einige 1000 A vertragen.
Bei kleinen Spannungen nimmt man gern Schottky-
dioden, weil diese einen kleineren (Verlust-)Spannungs-
abfall haben.
» Wenn ich mal bei reichelt durch schaue, hab ich glaub die stärkste Diode
» mit 30A oder so gesehen. Und das sind dann recht massive Typen.
Reichelt ist nicht die grosse Welt.
30A-Dioden gibts meines Wissens selbst als SMD.
» Ich hab schön öfters von einer aktive Gleichrichtung mit FETs gehört. Wäre
» das eine Lösung des Problems (die gibt es ja mit bis zu 200A und mehr)?
Das geht auch; wird aber wegen des höheren Aufwands
bislang nur selten gemacht. Und wenn, eher bei
Spannungen von deutlich weniger als 5V.
» Oder was macht man da normalerweise?
Früher gab es sogar mechanische Gleichichter. Und
ströme von einigen Hundert, wenn nicht einigen
Tausend A konnte man auch schon vor ca 80 Jahren
mit Quecksilberdampfgleichrichtern verarbeiten.
(z.B. für Strassenbahnen)
Gruss
Harald
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