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Praxisnahe Anschauung! (Operationsverstärker mit Poten) (Elektronik)

verfasst von schaerer(R)  E-Mail, Kanton Zürich (Schweiz), 08.07.2008, 20:32 Uhr
(editiert von schaerer am 08.07.2008 um 21:00)

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» » Wenn der Schleifer des Potmeter am unteren Anschlag ist, dann liegt der
» » nichtinvertierende Eingang des Opamp auf GND-Pegel.
» Soweit OK.
»
» » Die Schaltung arbeitet mit einer invertierenden Verstaerkung von -1.
»
» Kann man das einfach so feststellen ohne zu rechnen?

Mit Rechnen verstehst Du wie die Schaltung berechnet wird. Dies auf mathematischer Grundlage. Damit verstehst Du aber nicht, was wirklich in der Schaltung selbst vor sich geht.

Wenn Du das was ich geschrieben habe, konzentriert liest und dabei auch immer wieder auf die Schaltung guckst und dabei - ganz ideal - noch auf einem Steckboard einen "lebendigen" Versuch anstellst, wirst Du erleben, wie's funktioniert.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Du die Funktionsweise des Opamp als gegengekoppelter Verstaerker grundsaetzlich gelernt und verstanden hast.

Es gibt allerdings Grenzen Schaltungen auf dieser anschaulichen Erfahrungsebene zu verstehen. Das sind z.B. mehrfachrückgekoppelte Systeme, wie z.B. ein aktives Tief- oder Hochpassfilter mit einem Opamp höherer Ordnung. Da steht die mathematische Uebertragungsfunktion oder die vereinfachten Berechnungsgrundlagen im Vordergrund, wie man sie in der Elektronikbibel "Halbleiterschaltungstechnik" von Tietze/Schnenk liest.


» Der Eingangswiderstand ist also theoretisch unendlich hoch, weil kein
» Strom fließt.

Es fliesst kein Strom in den nichtinvertierenden Eingang. Aber, wie ich in einem andern Posting korrigiert habe, ist nur der nichtinvertierende Eingang theoretisch unendlich hochohmig. Der Widerstand des Potmeter drückt dem Eingangswiderstand seinen Stempel auf.


» » Fazit: Mit dem Potmeter kann man die Verstaerkung zwischen +1 und -» » 1 steuern.
»
» OK

Es gibt von mir einen Elektronik-Minikurs, wo das Prinzip des gesteuerten Inverters (anstelle eine Potmeters ein elektronischer Schalter) zum praktischen Einsatz kommt:

"Der Synchron-Gleichrichter mit Operationsverstärker, Komparator und JFET-Analog-Schalter"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/syncrec.htm

» » PS.: Ich hoffe, Du schreibst diesen Text nicht 1:1 ab für eine
» allfällige
» » Prüfung. Das wäre dann doch etwas zu billig, oder? ;-)
»
» Vielen dank für diese gute Erklärung. Abschreiben bringt wenig, da keine
» Unterlagen erlaubt sind. Alles zu verstehen ist denke ich einfacher, als
» wenn man nur auswendig lernt.

So ist es und genau das unterstütze ich im ELKO-Forum immer wieder gerne und ich bin auch immer wieder gerne bereit Zeit dafür zu investieren.

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9



Gesamter Thread:

Operationsverstärker mit Poten - Voss, 07.07.2008, 17:12 (Elektronik)
Dann zeichne doch mal ... - hws(R), 07.07.2008, 18:12
Dann zeichne doch mal ... - Voss, 07.07.2008, 21:27
Praxisnahe Anschauung! (Operationsverstärker mit Poten) - schaerer(R), 07.07.2008, 22:37
Praxisnahe Anschauung! (Operationsverstärker mit Poten) - Voss, 08.07.2008, 18:56
Praxisnahe Anschauung! (Operationsverstärker mit Poten) - schaerer(R), 08.07.2008, 20:32