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Praxisnahe Anschauung! (Operationsverstärker mit Poten) (Elektronik)

verfasst von schaerer(R)  E-Mail, Kanton Zürich (Schweiz), 07.07.2008, 22:37 Uhr
(editiert von schaerer am 08.07.2008 um 20:59)

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Zunächst mal eine ganz praktische Anschaung, weil nur so begreift man die Elektronik wirklich. Wenn man das verstanden hat, kommt das Rechnen:

Wenn der Schleifer des Potmeter am unteren Anschlag ist, dann liegt der nichtinvertierende Eingang des Opamp auf GND-Pegel. Die Schaltung arbeitet mit einer invertierenden Verstaerkung von -1. Der Eingangswiderstand ist gleich gross wie der Widerstand R zwischen Eingang und invertierenden Eingang des Opamp.

Ist der Schleifer am oberen Anschlag, dann liegt die Eingangsspannung voll am nichtinvertierenden Eingang. Das macht den Opamp zum quasi-idealen Spannungsfolger und das bedeutet, dass am invertierenden Eingang, die selbe Spannung anliegt wie beim nichtinvertierenden Eingang, weil (im eingeschwungenen Zustand) die Differenzspannung an den Eingängen stets 0 Volt betragen muss. Das bedeutet, dass ueber R zwischen Eingang und invertierenden Eingang kein Strom fliessen kann. Es ist als ob dieser Widerstand gar nicht existiert. Die Folge davon ist, die Verstaerkung ist +1 und der Eingangswiderstand theoretisch unendlich hoch.

Fazit: Mit dem Potmeter kann man die Verstaerkung zwischen +1 und -1 steuern.

PS.: Ich hoffe, Du schreibst diesen Text nicht 1:1 ab für eine allfällige Prüfung. Das wäre dann doch etwas zu billig, oder? ;-)

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
https://tinyurl.com/fumtu5z9



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Operationsverstärker mit Poten - Voss, 07.07.2008, 17:12 (Elektronik)
Dann zeichne doch mal ... - hws(R), 07.07.2008, 18:12
Dann zeichne doch mal ... - Voss, 07.07.2008, 21:27
Praxisnahe Anschauung! (Operationsverstärker mit Poten) - schaerer(R), 07.07.2008, 22:37