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Praxisnahe Anschauung! (Operationsverstärker mit Poten) (Elektronik)
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Zunächst mal eine ganz praktische Anschaung, weil nur so begreift man die Elektronik wirklich. Wenn man das verstanden hat, kommt das Rechnen:
Wenn der Schleifer des Potmeter am unteren Anschlag ist, dann liegt der nichtinvertierende Eingang des Opamp auf GND-Pegel. Die Schaltung arbeitet mit einer invertierenden Verstaerkung von -1. Der Eingangswiderstand ist gleich gross wie der Widerstand R zwischen Eingang und invertierenden Eingang des Opamp.
Ist der Schleifer am oberen Anschlag, dann liegt die Eingangsspannung voll am nichtinvertierenden Eingang. Das macht den Opamp zum quasi-idealen Spannungsfolger und das bedeutet, dass am invertierenden Eingang, die selbe Spannung anliegt wie beim nichtinvertierenden Eingang, weil (im eingeschwungenen Zustand) die Differenzspannung an den Eingängen stets 0 Volt betragen muss. Das bedeutet, dass ueber R zwischen Eingang und invertierenden Eingang kein Strom fliessen kann. Es ist als ob dieser Widerstand gar nicht existiert. Die Folge davon ist, die Verstaerkung ist +1 und der Eingangswiderstand theoretisch unendlich hoch.
Fazit: Mit dem Potmeter kann man die Verstaerkung zwischen +1 und -1 steuern.
PS.: Ich hoffe, Du schreibst diesen Text nicht 1:1 ab für eine allfällige Prüfung. Das wäre dann doch etwas zu billig, oder? ![]()
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Gruss
Thomas
Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
https://tinyurl.com/zjshz4h9
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
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