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PLL Phasenvergleicher (Elektronik)

verfasst von Kendiman E-Mail, 20.05.2008, 20:51 Uhr

» hi ich hab eine verständnis Frage zur PLL bezüglich Phansenkomparator.
»
» Und zwar ist nach dem synchronisieren (eingerasteter Zustand), also
» nachdem die Vco die gleiche Frequenz rausgibt wie die Referenzfrequenz
» (Eingang) noch ein gewisser konstanter Phasenfehler in Abhängigkeit von f
» vorhanden. Also wenn f größer ist, ist auch der konstante
» Phasenunterschied zwischen zwei synchronisierten Signalen größer. Bei
» einem Analogen mechanischen System zur PLL soll wohl der Phasenunterschied
» zwischen beiden Signalen mit steigender Frequenz größer werden. Also das
» Vco Signal läuft beim einrasten immer dem Referenzsignal nach und bei
» größerer Frequenz wird der Phasenunterschied sogar noch größer.
»
» Oder regelt der PLL so dass immer der Phasenunterschied Null wird nachdem
» einrasten. Da widerspricht so einiges in der Literatur im Internet was ich
» gelesen. Danke schonmal.

Hallo Hoki,
Die Phasenlage zwischen dem freilaufenden Oszillator und dem Referenzsignal ist nicht konstant und auch eigentlich nie phasengleich !
Beispiel: Wären freilaufender Oszillator und Referenzsignal auf gleicher Frequenz und hätten die gleiche Phase, so benötigte man keine Regelspannung, um den VCO einzufangen und zu halten. Leider sind freilaufende Oszillatoren immer auf der Flucht – die Frequenz läuft immer weg. Es muss immer nachgeregelt werden.
Eine Frequenzänderung beginnt immer mit einer Phasenänderung !!
Diese Phasenänderung wird in einem Phasendetektor erkannt und dementsprechend eine Regelspannung in der Größe erzeugt, die nötig ist, um den Oszillator auf der gleichen Frequenz zu halten. Nicht aber auf der gleichen Phasenlage, denn der Phasenunterschied erzeugt ja erst die Regelspannung, die gegenregelt, damit der Oszillator auf der Frequenz bleibt. Je mehr der freilaufende Oszillator seine Frequenz ändern will, um so größer muss die Regelspannung sein, die ihn daran hindert. Diese Regelspannung wird aber aus dem Phasenunterschied erzeugt.
Fazit: Ein freilaufender Oszillator mit gleicher Frequenz und gleicher Phasenlage braucht keine Regelspannung.
Ein freilaufender Oszillator, der seine Frequenz aber ändert benötigt eine Regelspannung. Die wird aber aus dem Phasenunterschied abgeleitet. Da die Regelspannung aber dauernd benötigt wird, besteht auch dauernd eine Phasenverschiebung. Je größer der freilaufende Oszillator das Bedürfnis hat seine Frequenz zu ändern, um so größer muss auch die Regelspannung sein, die ihn daran hindert. Um so größer ist auch die Phasenverschiebung. An der Phasenverschiebung ist zu erkennen, wie groß die Abweichung der Frequenz vom Referenzsignal wäre, wenn man die Regelspannung abschalten würde. Hat die Phasenverschiebung den Höchstwert von 180 Grad erreicht, so ist der Haltebereich überschritten und der freilaufende Oszillator fällt aus der „ Synchronisation“ .
Dieser Oszillator lässt sich auch nicht wieder einfangen.
Bei weiteren Fragen bitte melden.
Gruß Kendiman



Gesamter Thread:

PLL Phasenvergleicher - Hoki, 20.05.2008, 09:34 (Elektronik)
PLL Phasenvergleicher - J.R.(R), 20.05.2008, 13:14
PLL Phasenvergleicher - Hoki, 20.05.2008, 13:21
PLL Phasenvergleicher - Hoki, 20.05.2008, 13:22
PLL Phasenvergleicher - Hoki, 20.05.2008, 13:33
PLL Phasenvergleicher - J.R.(R), 20.05.2008, 21:49
PLL Phasenvergleicher - Kendiman, 20.05.2008, 20:51